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Neue Analysedaten der Firma Longhash zeigen, dass Krypto-Mixing und „CoinJoins“ im Verlaufe der letzten 9 Monate um 300% angestiegen sind.

https://twitter.com/longhashdata/status/1122905302125252614 Diese Daten wurden von Adam Fiscor, dem CTO von Wasabi Wallet, bestätigt. Bei Wasabi Wallet handelt es sich um eine Wallet mit integriertem CoinJoin für Bitcoin. Der Anteil gemixter Transaktionen ist nun auf dem höchsten Niveau seit 2013-2014. Als Blockchain.info die eigene Open-Source-Implementierung von CoinJoin im Februar 2014 entfernte, fiel der Wert drastisch ab. Zuwachs erhielt er durch die Integration in den JoinMarket im Jahr 2015, doch das Volumen blieb weiterhin niedrig, bis 2018 schließlich die Wasabi Wallet veröffentlicht wurde. Im August 2018 erhöhte sich die Zahl der Misch-Transaktionen von 1,31% auf 4,09%.

CoinJoins erschweren das Verfolgen von Geldern auf der Blockchain. Die Tatsache, dass ein CoinJoin durchgeführt wurde, kann allerdings nicht verschleiert werden. Daher ist es möglich herauszufinden wie viele CoinJoin-Transaktionen stattgefunden haben, auch wenn man nicht weiß, wer sie an wen geschickt hat. Eine CoinJoin-Transaktion sieht vor, dass mindestens zwei Inputs und ebenso viele Outputs vorhanden sind, wobei der Wert aller Inputs und Outputs gleich ist, wobei im Falle der Outputs noch Transaktionsgebühren anfallen.

Verschiedene Vorteile von CoinJoins

Neben CoinJoin für Bitcoin gibt es auch CashShuffle für Bitcoin Cash, welches eine ähnliche Funktion ausübt. Diese Funktionen sind allerdings nicht trustless, da CashShuffle und Wasabi auf einen zentralen Server vertrauen. Sie bieten somit einen Vorteil gegenüber regulären Krypto-Transaktionen, welche verfolgt werden können, bieten allerdings nicht die Sicherheit von dezentralen Mixern.

Diese Dienste sind zudem Wartungsintensiv, versuchen aber die Gebühren möglichst gering zu halten, weswegen ihre Entwickler häufig auf Spenden setzen. So hat z.B. CashShuffle erst kürzlich bei einer Spendenaktion über 40 BCH gesammelt. Wie unsicher das Vertrauen in Fremdfinanzierung allerdings sein sollte bewies nicht das Abschalten von CoinJoin durch Blockchain.info. Projekte, die zentralisiert abgeschaltet werden können, wirken sich negativ auf eine bestehende Community aus.

Dash hat PrivateSend in das eigene Protokoll integriert

Dash verwendet ebenfalls eine Form des Mixings. Diese wird allerdings nicht von Dritten vollzogen, sondern ist als PrivateSend direkt in das Masternode-Netzwerk integriert. Ein Dash-Entwickler sagte hierzu, dass „Dash auf eine größere Zahl an Mischrunden setzen würde, während es bei CashShuffle und Wasabi um eine Runde ginge, die aber anders initiiert würde als dies bei Dash der Fall ist.“ Seit Version 0.13 hat sich auch die Zahl der Mischrunden bei Dash verbessert, da nun zwischen 4 und 16 und nicht mehr nur zwischen 2 und 8 Runden durchgeführt werden könnten. Außerdem gibt es mit 0.001 eine neue Stückelung neben den bisherigen Stückelungen 10 Dash, 1 Dash, 0,1 Dash und 0,01 Dash. Dies führt dazu, dass auch die erhobene Gebühr sich niedriger gestaltet. Diese Eigenschaften machen PrivateSend zu einer wettbewerbsfähigen Möglichkeit für all jene Nutzer, die nach mehr Privatsphäre streben.