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Der Gründer der Bitcoin Wallet Wasabi, die für ihre Anonymisierungsfunktion bekannt ist, sprach davon, dass sein Service früher oder später durch Transaktiongsbühren vom Markt gedrängt werden würde.

In einer Konversation auf Twitter sprach Adam Ficsor, der CTO der Entwicklergruppe zkSNACKS, welche hinter der Wasabi Wallet stecken, darüber, wie Anonymität im Bitcoin-Netzwerk in Zukunft gehandhabt werden könnte. Laut Ficsor werden sog. Privacy Coins in Zukunft eine viel größere Rolle spielen, da Privacy über die Bitcoin Blockchain aufgrund der hohen Gebühren nicht mehr verfügbar sein wird. Wasabi sei laut seiner Aussage nur eine temporäre Lösung für die Probleme, welche die inhärente Transparenz der Blockchain mit sich bringt. Wasabi greift auf CoinJoin zurück, um die Nutzerguthaben mehrerer Nutzer zu mischen, wodurch die Identität des Absenders verschleiert wird.

Um Coins effektiv zu mischen sind mehrere Transaktionen notwendig, was aufgrund der hohen Bitcoin-Transaktionsgebühren seit längerem ein Problem darstellt. Laut BitInfoCharts hat die mediane Transaktionsgebühr in den letzten Wochen zwischen $0,70 und $3,72 geschwankt, was weit unter der Rekordgebühr von $34 Ende 2017 liegt

Bitcoin Mixer und Privacy Coins im Vergleich

Sowohl für Bitcoin als auch für Bitcoin Cash sind in den letzten Monaten Anwendungen erschienen, die ein Mischen der Coins sehr einfach möglich machen, um die Privatsphäre der Nutzer zu schützen. Wie bereits erwähnt dient Wasabi Wallet dazu, Bitcoin-Transaktionen zu anonymisieren, während CashShuffle die gleiche Funktion für Bitcoin Cash anbietet. Beide Anwendungen basieren dabei auf der gleichen Technologie, die auch Dash für PrivateSend verwendet, wobei es einen Unterschied in der Dezentralität der Dienste gibt, da sie sich auf zentrale Server zur Durchführung des eigentlichen Mixings verlassen, während Dash sich auf das Masternode-Netzwerk stützt, das aus 5000 Nodes besteht. Zudem verwendet Dash eine sehr hohe Zahl an Runden, was bei diesen Wallets nicht unbedingt gegeben ist.

Neuste Dash Version beschleunigt PrivateSend Mixing

Durch die letzte Version des Dash-Netzwerks hat sich die gesamte Geschwindigkeit des Netzwerks deutlich erhöht, wobei dies auch für PrivateSend eine Rolle spielt. Ab Version 0.14 wird jede Transaktion über InstantSend abgesichert, wodurch sie auch sofort wieder weiter versendet werden kann. Dies hat zur Folge, dass auch das Mischen beschleunigt wird, was für den Endverbraucher eine große Rolle spielt, da er nicht zu lange auf die Wiederverwendbarkeit seines Guthabens warten muss.