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Die „neue“ Technologie der Kryptowährungen wirkt nicht mehr ganz so neu, wenn man bedenkt, dass Bitcoin selbst mittlerweile über 10 Jahre alt ist. Kaum eine andere Kryptowährung hat jedoch ein ähnliches Alter erreicht und wenn man historische Screenshots der Seite Coinmarketcap miteinander vergleicht, dann hat die Mehrheit der Top-Kryptowährungen früher oder später an Akzeptanz verloren. Unter diesen Umständen ist es umso bemerkenswerter, dass Dash nun seinen 5ten. Geburtstag feiern konnte. Dieser Geburtstag ist dabei wichtiger als viele Nutzer zunächst denken.

Langfristiges Interesse ist schwierig, aufrecht zu erhalten

Ein neues Projekt erfährt zu Beginn viel Aufmerksamkeit von Seiten der Nutzer und Investoren. Hierdurch kann es anfänglich zu einem sehr starken Preisanstieg kommen, wodurch das Projekt von jedem Marktteilnehmer beachtet wird. Die Versprechen des Projekts müssen jedoch früher oder später gehalten werden, damit es nicht seine Glaubwürdigkeit verliert. Wenn ein Projekt erst einmal seinen ersten Hype-Zyklus durchlebt hat, dann fällt es dessem Team schwierig, einen weiteren hervorzubringen. Und jeder Hype findet früher oder später sein Ende und die Nutzer blicken sich nach neuen und interessanteren Projekten um.

Dezentralisierung kommt mit der Zeit

Kaum ein System wird so konzipiert, dass es am Anfang nicht über eine Zentralinstanz verfügen würde. Dies ist zwar theoretisch möglich, kommt praktisch aber so gut wie nie vor. Die meisten Kryptowährungen starten daher auch zentralisiert, mit den ersten Minern und Entwicklern in der Mitte. Die meisten Nodes werden auf die gleiche Weise gehostet und nur wenige Börsen und Handelsplätzen führen den Coin zu Beginn. Obwohl die Technologie also Dezentralisierung verspricht, so gibt es doch meistens eine gefährliche Zentralisierung, sei dies nun um eine Börse, einen Mining-Pool oder einen Whale herum. Mit der Zeit kommen neue Börsen hinzu, der Coin wird wettbewerbsfähiger und immer mehr Nutzer investieren in die Währung, wodurch sie immer dezentralisierter wird.

Auch fehlgeschlagene Projekte können noch einige Zeit weiterexistieren

Neue Technologie beruhen häufig auf unbewiesenen Annahmen und so ist es zu Beginn kaum möglich zu sagen, ob ein Projekt überhabt Erfolg haben kann. Manche Projekte scheitern sofort, wenn sie ihr Produkt endlich der Öffentlichkeit präsentieren. Andere sind jahrelang aktiv, bis sie genug getestet wurden und ein tödlicher Fehler gefunden wird. Je älter das Projekt jedoch ist, desto sicherer ist es, dass die neue Technologie in ihrem Kern funktioniert. Dies ist gerade dann umso korrekter, wenn ein Projekt die Jahre seiner Existenz über ganz weit oben gelistet war.

Langfristig erfolgreiche Projekte sind rar

Viele Projekte werden von ihren Gründern unter persönlichen Opfern geschaffen und von persönlichen Spenden oder einer anderen Art von Startkapital finanziert. Doch diese Finanzierungen und der Opfergeist werden im Laufe der Zeit aufgebraucht und ohne eine zuverlässige Finanzierungsmethode muss das Projekt früher oder später Einsparungen vornehmen. Wenn ein Projekt langfristig operabel sein kann, dann ist dies ein Beweis dafür, dass es seiner Kernaufgabe nachkommen kann und die Fertigstellung des Endproduktes realisierbar ist.

Hier ein Vorschlag für ein Experiment: Setzen Sie sich ein paar Lesezeichen zu Projekten, die Sie spannend finden. Wählen Sie dabei sowohl neue als auch alte Projekte aus und schauen Sie dann in ein paar Jahren noch einmal vorbei, welches dieser Projekte bis dahin überhaupt noch existiert. Welche Projekte dann als Gewinner und welche als Verlierer gezählt werden können, wird sicher den einen oder anderen überraschen.