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Durch den Aufruhr, den Facebook durch die Ankündigung seiner Kryptowährung Libra verursacht hat, wurde wohl auch die Konkurrenz auf das Thema aufmerksam, was durch das Interesse von Walmart verdeutlicht wird.

Anfang August veröffentlichte das US-Patent- und Trademark-Amt eine Meldung, dass Walmart am 29. Januar 2019 ein Patent für die Herstellung einer Kryptowährung eingereicht hat, deren Transaktionen auf einer Blockchain durchgeführt und aufgezeichnet werden. Laut der Anmeldung beantragte Walmart Apollo LLC die Patentierung eines digitalen Ledgers, der Bitcoin ähnelt.

Romanze zwischen Walmart und Bitcoin/Blockchain?

Die Romanze zwischen Walmart und Bitcoin sowie der zugrunde liegenden Blockchain-Technologie ist schon seit längerem kein Geheimnis mehr. Das Unternehmen verwendet die Blockchain-Technologie bereits, wenn es um die Verfolgung einer Lieferkette geht. Unter den großen Unternehmen, die bereits jetzt die Technologie implementiert haben, steht Walmart ganz vorne. Daher ist auch die Idee, dass Walmart einen eigenen Coin, der zur Abwicklung traditioneller Fiatzahlungen verwendet werden soll, wie dies auch bei Libra der Fall ist, nicht verwunderlich, da es schnelle und günstige Transaktionen ermöglichen kann.

Das Walmart Money Center bietet bereits jetzt eine Vielzahl traditioneller Finanzdienstleistungen, die sich besonders für Kunden ohne oder nur mit limitiertem Bankkonto eignen. Hierbei spielt auch die Walmart Pay App eine Rolle, da sie die Kosten für Walmart-Kunden senkt. Die Kryptowährung von Walmart könnte im Einzelhandel generell eine große Rolle spielen, vielleicht sogar größer als die Rolle der Libra. Laut einer Umfrage auf Reddit gibt es erstaunlich viele Kryptonutzer, die einem Projekt wie Libra gegenüber nicht abgeneigt sind.

Die Community hat ein erstaunlich positives Bild von Facebook’s Libra

Einer Analyse zufolge sind 98% aller Beiträge, die sich auf Reddit zur Libra äußern, eher positiv gestimmt. Diese Stimmung ist dadurch gefärbt, dass die Libra, genau wie das, was Walmart plant, mit dem Begriff Kryptowährung assoziiert ist, der von den entsprechenden Nutzern sehr positiv gesehen wird.

Bereits heute suchen Händler nach Möglichkeiten, um die Gebühren zu vermeiden, die mit Visa und Mastercard verbunden sind. Dies könnte einer der Gründe sein, warum Libra so ein großes Interesse entgegengebracht wird, obwohl alle Ankündigungen zu dem Thema noch sehr neu und kontrovers sind. Regierungen sehen die Libra zudem kritisch, da sie einen Ausstieg aus dem aktuellen Geldsystem darstellen könnte.

Bitcoin als digitales Gold und Dash als Währung für den Alltag?

Abseits von Walmart und Facebook bietet Dash bereits heute günstige und schnelle Zahlungen für Kryptonutzer. Früher dachten die meisten, dass Bitcoin eine Zahlungsmethode sein könnte, die sich für den Alltag eignet, doch die fehlende Skalierbarkeit des Bitcoin-Netzwerks hat dies infrage gestellt, weswegen Bitcoin heute eher als „digitales Gold“ bezeichnet wird. Je weniger Bitcoin gemined werden, und bald steht ja auch wirklich das Halving an, desto mehr wird es als „Gold“ wahrgenommen. Die unterschiedlichen Positionen werden zudem durch eine Twitter-Diskussion zwischen Ryan Taylor, dem CEO der Dash Core Group, und Adam Back, einem Bitcoin Core Entwickler, deutlich.

Wie stark sich Dash und Bitcoin als beliebte Zahlungsmethode annähern, wird z.B. durch die Statistiken der Seite Travala deutlich, die seit Ende 2018 Dash akzeptiert. In Portugal ist ein weiteres positives Zeichen der Dash-Akzeptanz dadurch zu sehen, dass Dash über Bitnovo bei mehr als 2000 Geschäften im Einzelhandel gekauft werden. Dies ist besonders deswegen interessant, da es den Händlern, in deren Geschäften Dash verkauft wird, diese Zahlungsmethode direkt vor Ort nahegebracht wird. Bitnovo ist jedoch nicht nur Portugal aktiv, wo die letzten Integrationen stattfanden, sondern kann auch in Italien, Spanien und Frankreich bei über 30.000 Geschäften erworben werden.