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Die „Kryptowährung“, welche von J.P. Morgan herausgegeben werden soll, weist nur wenige Merkmale einer traditionellen Kryptowährung auf, was die Frage aufwirft, warum es Kryptowährung genannt wird und wie viel technologische Bildung am Markt vorhanden ist.

Die Ankündigung des Unternehmens wurde sehr schnell auf JPM Coin getauft, wobei viele Kryptonutzer darauf hinwiesen, dass es keine wirkliche Kryptowährung sei, wohingegen die Massenmedien davon sprachen, dass es den „Bitcoin-Traum zerstören“ würde. Der Mainstream betrachtete dabei nur den Namen J.P. Morgan und dessen großen und finanzstarken Kundenstamm, nicht aber das Produkt an sich. Ein „Coin“, der nicht dezentralisiert, unveränderlich und zensurresistent ist, stellt lediglich eine effizientere Art der internen Buchhaltung dar. Jemand wies darauf hin, dass Kryptographie von den anderen Attributen, die eine Kryptowährung ausmachen, zu trennen sei:

„Nur weil etwas verschlüsselt ist, heißt dies nicht, dass es eine Kryptowährung sei. Praktisch alles, was man online macht ist heutzutage verschlüsselt, egal welche Website man sich dabei ansieht. Kryptowährungen sind eine definierte Art von digitalem Asset, wobei es auch andere Arten von digitalen Assets gibt, wie z.B. Utility Token und JPM Coin ist halt lediglich ein Bank-Coin.“

Derartige Vorfälle bieten die Chance, Bildung zu vermitteln

Die Tatsache, dass auch Projekte, die keine eigentlichen Kryptowährungen sind, sich an Popularität erfreuen, zeigt auf, dass noch immer viele Leute nicht wissen, was Kryptowährungen eigentlich sind. So denken manche Personen z.B., dass J.P. Morgan eine stabilere Kryptowährung schaffen könnte, doch die Wahrheit ist, dass ein derartiges Projekt viele der Probleme des alten Geldsystems zwangsläufig übernehmen muss, so z.B. auch die Schaffung neuer Einheiten aus dem Nichts. Das Positivste, das man dieser Situation abgewinnen kann, ist die Möglichkeit Bildung zu vermitteln, indem man die Verbraucher über die Probleme unseres momentanen Finanzsystems aufklärt und ihnen dann zeigt, wie sie von der Benutzung echter Kryptowährungen profitieren können.

Dem Ottonormalverbraucher fällt es meist schwer Kryptowährungen mit dem aktuellen Geldsystem zu vergleichen, da er sich mit diesem noch kaum befasst hat. Hierbei kann dieser Hybridcoin eine lehrreiche Rolle spielen und er kann zudem die Brücke darstellen, über die ein neuer Nutzer den Weg hin zu echten Kryptowährungen finden kann. Wer sich technologisch an einen Hybridcoin gewöhnt hat, dem fällt der Wechsel zu einer echten Kryptowährung wie Dash oder Bitcoin leichter.

Dash möchte Aufklärungsarbeit leisten

Verschiedenen Projekten innerhalb der Dash-Community ist klar geworden, dass Massenakzeptanz nur dann möglich ist, wenn man Verbrauchern und Händlern beibringt, wie Kryptowährungen funktionieren und was ihre Vorteile gegenüber dem alten Fiatgeldsystem sind. Diese Projekte operieren in vielen verschiedenen Ländern auf der Welt, doch besondere Erfolge konnten bisher in Venezuela und Kolumbien erzielt werden, da dort keine verlässliche Bankenstruktur existiert und inflationssicheres Geld (besonders in Venezuela) eine hohe Bedeutung hat.