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Unternehmen, die Masternode-Anteile anbieten, verzeichnen mittlerweile über 500 Benutzer. Dies bedeutet, dass das Netzwerk weiterhin wächst und dabei immer dezentraler organisiert wird.

Laut einer Meldung des Masternode-Poolingdienstes CrowdNode hat das Unternehmen mittlerweile 500 Kunden aufgenommen, die zusammen 21 Masternodes betreiben. Bei CrowdNode kann jeder einen Anteil an einer Masternode kaufen, wobei der Mindestbetrag bei gerade einmal einem Dash liegt. Als Gebühr behält das Unternehmen 15% der Masternode-Rewards ein. Nutzer der Plattform können zudem auch über Dash Treasury Proposal abstimmen.

Andreas Rud, der Gründer und CEO von CrowdNode, sprach davon, dass sein Unternehmen das Vertrauen der Nutzer gewinnen konnte, was ein notwendiger Faktor war, um erfolgreich zu sein, da es hierbei darum geht, dass die Nutzer dem Unternehmen Geld anvertrauen.

„Unserer Meinung nach wären Pooling-Dienste nicht so populär, wenn sie sich nicht als vertrauenswürdig erwiesen hätten. Daneben sind auch Benutzerfreundlichkeit, Sicherheit, Transparenz und Professionalität ein wichtiger Faktor. Außerdem hoffen wir, dass unser Erfolg damit zusammenhängt, dass mehr Menschen an Dash glauben und dadurch zum Wachstum des Projektes beitragen.“

Auch das Masternode-Unternehmen Neptune Dash bietet seinen Nutzern den Erwerb von Masternode-Anteilen an, wobei eine Gebühr von 18% erhoben wird. Bisher betreibt das Unternehmen 4 gepoolte Nodes, deren Anteile von 25 Investoren gehalten werden. Neptune Dash bietet jedoch bisher keine Möglichkeiten, um an den Abstimmung der Dash DAO teilzunehmen.

Das Netzwerk der Dash-Masternodes dezentralisiert sich weiter

Die Offenlegung der Mitgliederzahlen kann als eine positive Aussage über den Zustand des Netzwerks gesehen werden. Momentan gibt es etwa 4900 Masternodes, was nur knapp unter dem Allzeithoch liegt. Auf wie viele Menschen sich dieser Besitz aufteilt ist nicht genau zu sagen, da manche Nodes von mehreren Personen betrieben werden, während andere Personen mehrere Nodes besitzen. Durch die Hinzufügung mehrerer Hundert Personen zu diesem Pool haben Dienste, wie CrowdNode und Neptune Dash, erheblich zur weiteren Dezentralisierung des Netzwerks beigetragen.

Die Besitzer von Masternode-Anteilen beteiligen sich laut Rud im Durchschnitt stärker an den Abstimmungen der Dash DAO als die Besitzer ganzer Masternodes. Außerdem stimmen die Masternodes, die von CrowdNode betrieben werden, häufiger für etwas, als gegen etwas:

„Die Auswirkungen, die Dienste, welche Masternode-Anteile anbieten, auf das gesamte Netzwerk haben, sind durchaus interessant zu beobachten. Durch CrowdNode ist es das erste Mal möglich, dass Nutzer, die nur über wenige Dash verfügen, an den Abstimmungen teilnehmen können. Dies weckt das Interesse der Investoren an Dash und ist ein gutes Argument dagegen, dass Dash eine Plutokratie sei. Es ist noch zu früh, um generelle Aussagen zu treffen, doch bisher beteiligen sich unsere Nutzer häufiger an den Wahlen der Dash DAO als die Durchschnitts-MNOs. Zudem stimmen unsere Nodes weniger häufig mit NO ab. Wir werden die Zahlen in den kommenden Zyklen weiterhin im Auge behalten.“

Wenn CrowdNode 500 Nutzer hat, die zusammen 21 Nodes besitzen, so liegt der Durchschnitt bei 25 Nutzern pro Node. Bei Neptune Dash sind es hingegen nur 6 Nutzer pro Node, da sich 25 Nutzer auf 4 Nodes aufteilen. Zusammengenommen liegt der Durchschnitt der beiden Dienste bei 21 Nutzern pro Node.

Duales Sicherheitsmodell bietet eine stärkere Dezentralisierung als reines Mining

Durch seine beiden Ebenen verfügt Dash über ein dezentraleres System als andere Proof-of-Work Blockchains. Den wichtigsten Beitrag hierzu leisten die sog. ChainLocks, welche mit Version 0.14 in das Netzwerk integriert wurden und nun nur noch aktiviert werden müssen. Diese verhindern 51%-Angriffe, welche die Schwachstelle eines reinen Mining-Systems darstellen. Wer Dash erfolgreich angreifen möchte muss nun die Mehrheit der Masternodes und die Mehrheit der Hashrate gleichzeitig besitzen. Eine Kryptowährung, die sich nur auf Proof-of-Work verlässt, kann hingegen von einer kleinen Zahl an Mining-Unternehmen kontrolliert werden, welche meist einen erheblichen Einfluss auf das Netzwerk ausüben.