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Am 1. August konnte die Fork, aufgrund derer Bitcoin Cash entstanden ist, ihren zweiten Geburtstag feiern. Die Debatte war damals um die Erhöhung der Blockgröße herum entbrannt, worauf eine Umlagerung der Nutzerzahlen von Bitcoin auf andere Kryptowährungen festzustellen war.

Manche Nutzer, welche die längere Bitcoin-Blockchain bevorzugen, loben die Entscheidung der Fork und weisen dabei auf Bitcoins Marktkapitalisierung hin. Vergleicht man die bekanntesten Kryptowährungen jedoch in anderen Kategorien, so ergibt sich ein anderes Bild. Der Preis an der Börse gibt zwar sehr genau die Nachfrage nach einem Gut wieder, er unterscheidet aber nicht, ob der Käufer den Preis aus spekulativen Gründen gekauft hat, oder ob er die Kryptowährung im Alltag verwenden will.

Einer der wichtigsten Punkte, der berücksichtigt werden muss, wenn es darum geht, wie viele Personen eine Kryptowährung verwenden, ist die Zahl der aktiven Adressen. Bitcoin hat heute 26% mehr aktive Adressen, während es bei Bitcoin Cash nur 16%, bei Ethereum und Dash aber jeweils 106% sind. Auch wenn es durchaus möglich ist, dass eine Person mehrere aktive Adressen verwendet, so kann diese Zahl doch als ein guter Wachstumsindikator gelten.

Mittlerer Transaktionswert weist auf die Art der Verwendung hin

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Auch die sinkenden Medianwerte verschiedener Kryptotransaktion kann darauf hinweisen, dass manche Kryptowährungen eher im Alltag verwendet werden, während spekulative Transaktionen eher seltener vorkommen. Wer den Median statt dem Durchschnitt verwendet verzerrt diesen Wert auch weniger, falls bestimmte Sonderfälle eintreffen. Der mediane Transaktionswert von Bitcoin stieg in der letzten Zeit um 3%, während er bei anderen Kryptowährungen, wie z.B. Bitcoin Cash, Dash und Litecoin stark abnahm. Hierzu muss jedoch beachtet werden, dass immer wieder Stresstests durchgeführt werden, die die Robustheit des Netzwerks testen sollen, aber die Kategorien, welche wir gerade betrachten, verzerren können, wenn sie nicht herausgerechnet werden.

Nachdem die Mediangebühr für Bitcoin-Transaktionen im Dezember 2017 auf $33 angestiegen war, fiel sie im Laufe des Jahres 2018 wieder ab, wobei sie sich momentan wieder zwischen $0,50 und $1 bewegt. Dash hingegen verlangt eine mediane Transaktionsgebühr von weniger als dem zehnten Teil eines Cents und sichert Transaktionen zudem nicht erst nach Stunden, sondern bereits nach 2 Sekunden ab. Dies steht in starkem Kontrast zu Bitcoin-Enthusiasten, die Nutzern empfehlen lieber Kreditkarten für Zahlungen zu verwenden. Auf der anderen Seite steht die lateinamerikanische Börse und Zahlungsplattform Cryptobuyer, welche Bitcoin kurzzeitig aus dem Angebot entfernt hatte, da sie ihren Nutzern nicht die Transaktionsgebühr zumuten konnte. Momentan akzeptiert die Plattform zwar Bitcoin, die beliebteste Kryptowährung ist allerdings mittlerweile Dash. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass $1 in manchen Bereichen der Welt bereits ein Stunden- oder sogar Tageslohn ist.

Dash sieht Wachstum der Nutzer, obwohl die Preise zurückgehen

Diese Statistiken zeigen, dass es das wichtigste Ziel von Dash ist, Kryptowährungen im alltäglichen Leben verwendbar zu machen. Daher wird Dash momentan auch bereits weltweit von 4800 Händlern akzeptiert, wobei auch zahlreiche POS-Anbieter, ATM-Unternehmen und Wallets Dash unterstützen. Dieser Erfolg wird auch dadurch verstärkt, dass Uphold die Gebühr für Auszahlungen an die Dash Blockchain entfernt hat, was es Händlern ermöglicht schnell gegen Fiatgeld zu tauschen, aber dennoch den Zugang zum Dash-Netzwerk nicht zu verlieren. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Statistik, dass Dash-Nutzer es bevorzugen, Dash über Uphold zu kaufen, auch wenn die Plattform es ihren Nutzern so einfach macht, zu verkaufen.

Dash ist auch daher erfolgreich, da es sich den Bedürfnissen neuer Nutzer anpasst, etwa durch den SMS Service DashText, der auch Nutzern ohne Smartphone die Verwendung von Dash ermöglicht (60% der Venezolaner und 59% der Kolumbianer). Dies vergrößert die Reichweite von Dash im Vergleich zu anderen Kryptowährungen ungemein. Nutzer von Dash können zudem auf Geschenkgutscheine zurückgreifen, wenn ein Händler keine direkten Dash-Zahlungen akzeptiert. Während Bitcoin weiterhin darum kämpft, eine Alternative zum Fiatgeld zu schaffen, die skalierbar ist, haben Dash und andere Kryptowährungen schon sehr stark aufgeholt, was die entsprechende Verwendbarkeit angeht.