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In Indien fanden in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder Proteste statt, die sich gegen das Kryptowährungsverbot der Reserve Bank of India richteten.

Der letzte Protest fand in Bangalore statt, nachdem bereits in Delhi, Mumbai und Hyderabad Tausende Menschen auf die Straße gegangen waren, um ihre Unterstützung für die Blockchain- und Kryptowährungstechnologie zu zeigen. Im vergangen Jahr übte die Zentralbank zunächst Druck auf andere Banken aus, damit sie den Kontakt zu Kryptowährungsunternehmen abbrechen, und sprach schließlich ein totales Verbot aus. Dieses Vorgehen stieß in der Bevölkerung auf starken Widerstand, der sich auch in den Protesten manifestiert.

Der konkrete Anlass für diese Proteste war eine angekündigte Entscheidung des obersten Gerichtshof, ob dieses Verbot rechtswidrig sei, doch die Entscheidung wurde vertagt. Ein neuer Termin muss noch festgelegt werden, weswegen die Zukunft von Kryptowährungen in Indien weiterhin ungewiss ist.

Kryptowährungen nur eingeschränkt in Indien nutzbar

Doch auch wenn die Hindernisse überwunden werden können, so heißt dich doch noch nicht, dass Kryptowährungen Massenakzeptanz erfahren werden, selbst wenn sich ihnen keine weiteren Interessensgruppen oder Politiker in den Weg stellen. Als Kryptowährungen noch vollständig legal waren, so erhielt ein Restaurant in Bangalore, dem „indischen Silicon Valley“, nur 3 Zahlungen in Bitcoin innerhalb eines Jahres. Der Besitzer ist sich daher auch nicht sicher, ob er Kryptowährungen überhaupt wieder akzeptieren will, selbst wenn sie wieder legalisiert würden.

Aggarwal sprach in diesem Sinne über das Potenzial von Kryptowährungen, welche Schwierigkeiten Verbraucher und Regierungen mit ihnen haben und was notwendig ist, damit diese Technologie breitere Akzeptanz erfährt:

„Kryptowährungen sind ein Ausblick in eine andere Welt, die weiter entwickelt und effizienter ist. Diese Welt ist so anders, dass viele sich unklar sind, ob die positiven oder die negativen Aspekte überwiegen werden. Menschen neigen dazu all jenes abzulehnen, was sie nicht ganz verstehen.“

Akshay Aggarwal ist einer der Gründer von Blockchain India und sprach darüber, dass die Gruppe der Demonstranten sehr heterogen sei und viele verschiedene Ziele verfolgen würde, selbst wenn ihnen allen gemeinsam ist, dass sie Kryptowährungen schätzen. In Delhi konzentrierten sich bisherige Initiativen auf Kooperation mit der Regierung, während in Mumbai die Bedeutung der Blockchain-Technologie und ihr Potenzial im Vordergrund standen, gerade auch aus einem finanziellen Interesse heraus. In Hyderabad fanden beide Seiten Anklang und es entwickelte sich eine lebhafte Diskussion zum Thema Regulierung.

Verschiedene Interessensgruppen in der Community

Kryptowährungen sollen eine dezentrale Lösung sein, die das Problem angehen, dass nur eine geringe Zahl an Organisationen und Personen den Geldfluss kontrolliert. Dash leistet seinen Beitrag dazu, diese Vision zu verwirklichen, indem es sich auf seine Community stützt und Projekte durch seine Treasury unterstützt, die einen Beitrag dazu leisten sollen. Diese unabhängige Finanzierung sorgt dafür, dass Projekte sich selbst tragen können und nicht im Interesse Dritter operieren müssen.

Dadurch, dass das ganze System dezentral organisiert wird, können sich die lokalen Gruppen auf die individuellen Bedürfnisse der jeweiligen Region einstellen. Zwei Beispiele, die hierbei eine besondere Rolle spielen, sind Venezuela und Kolumbien, wo unterschiedliche Strategien dazu geführt haben, dass viele Händler und Verbraucher angefangen haben Dash auch im Alltag zu verwenden. Der größte Vorteil dieser schnellen Adaptionsrate ist, dass Staaten es schwieriger haben gegen ein vollständig funktionierendes Ökosystem, welches von ihren Bürgern zur Verbesserung des eigenen Lebens verwendet wird, vorzugehen.