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Laut Berichten hat Square sensible Daten mancher Kundenkonten an andere Kunden weitergegeben. Dies unterstreicht, warum eine Zahlungsmethode wichtig ist, die die Privatsphäre des Kunden schützt.

Der Bericht des Wall Street Journal spricht davon, dass das beliebte Point-of-Sale System Square Zahlungsbelege an die falsche E-Mail weitergeleitet hätte, wodurch persönliche Daten an Dritte weitergegeben wurden. Die betroffenen Transaktionen reichten dabei von einfachen Zahlungen in einem Kaffee bis hin zu Zahlungen an Scheidungsanwälte. Die Quittungen wurden nach dem Scannen der Karten automatisch an den falschen Empfänger geschickt.

Zahlungsmethoden, die an die Identität des Nutzers gebunden sind, greifen die Privatsphäre an

Dieser Vorfall verdeutlicht die Nachteile, welche Zahlungssysteme mit sich bringen, die mit der Identität des Nutzers verknüpft sind. Eine Karte, die über einen Zahlungsdienstleister wie Square und eine E-Mailadresse läuft, greift auf eine Kartennummer zurück, die mit der persönlichen Identität verknüpft ist. Hierdurch werden viele Informationen über das finanzielle Verhalten des Nutzers preisgegeben, sobald es zu einem entsprechenden Vorfall kommt, bei dem Daten an Dritte weitergegeben werden.

Neben diesem Vorfall gab es in den letzten Jahren eine Reihe anderer Vorfälle, die teilweise wesentlich dramatischer waren. Im letzten Jahr wurde aufgedeckt, dass Venmo standardmäßig private Daten durchsickern ließ und auf Social Media Kanälen veröffentlichte. Anfang des Jahres wurden mehrere Millionen Kreditkartennummern aus den Händen einer populären Restaurantkette gestohlen, was eine Wiederholung der Vorfälle darstellt, die im letzten Jahr die Hotel Kette Mariott betrafen. Dabei wurden sogar die Kreditkartennummern von einer Halben Milliarde Gäste gestohlen. Auch ein Angriff auf Equifax sorgte dafür, dass 200000 Kreditkartennummern gestohlen wurden. Das Unternehmen Amazon geriet im letzten Jahr sogar zweimal in die Kritik, einmal, weil Kunden-Logins und E-Mail gestohlen wurden und einmal, als herauskam, dass Amazon und Mastercard Daten über ihre Kunden austauschten.

PrivateSend oder ähnliches könnte eines Tages zum Standard werden

Kryptowährungen stellen eine starke Alternative dar, wenn es um private Zahlungen geht, da sie meist nicht direkt mit der persönlichen Identität eines Nutzers verknüpft sind. Kryptowährungen sind in den meisten Fällen jedoch nicht anonym und können unter bestimmten Umständen mit ihren Besitzern verknüpft werden. Laut einer Studie der Princeton University ist es nicht sonderlich schwierig, Bitcoin-Adressen, die für Online-Einkäufe verwendet wurden, mit der individuellen Identität des Nutzers zu verknüpfen. Formen der Anonymisierung, wie z.B. Dash PrivateSend können hierbei eine Rolle übernehmen, die einen erweiterten Verbraucherschutz ermöglicht.