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Shift Card, eine US-Amerikanische Kryptokarte, die es ihren Nutzern ermöglicht, direkt aus ihrer Coinbase Wallet heraus zu bezahlen, wird ihren Betrieb bald einstellen.

In der Ankündigung steht, dass die Shift Card bis zur Schließung am 11. April weiter funktionieren wird. Das Unternehmen „denke jedoch darüber nach, ein neues Projekt zu starten und eine andere Karte herauszubringen“. Für dieses neue Projekt wurde jedoch genauso wenig ein Grund genannt, wie für die Abschaltung selbst. Shift operiert seit 2015 und gab die Karten über die Metropolitan Commercial Bank heraus.

Nach dem Ende von Shift Card bleiben den US-Amerikanischen Kryptonutzern nur wenige Alternativen, wenn es um entsprechende Karten geht. Dies wird der breiten Verwendung von Kryptowährungen einen herben Schlag versetzen.

Dritten vertrauen

Kryptokarten sind durchaus bequem und helfen dem Verbraucher dabei, seinen Ausgaberadius zu erweitern, doch sie zwingen ihn auch dazu Dritten zu vertrauen, die zudem allgemeinen Vorschriften unterliegen, was die Herausgabe einer Karte angeht. Wie problematisch dies ist, zeigt sich daran, wie viele Kryptokartenunternehmen im Laufe der Jahre aufgetaucht und wieder verschwunden sind. BitPay ist mit Sicherheit einer der stabilsten Dienste, während Wirex, Uquid, Cryptopay und Spectrocoin nur in den EU-Ländern operieren. Zu den Unternehmen, die physische Karten anbieten wollen und auch Dash unterstützen werden, zählen Paycent, FuzeX und PolisPay.

Diese Karten dienen im Optimalfall allerdings nur als Lückenfüller und im schlimmsten Fall versetzen sie den Nutzer in einen ständigen Unruhezustand, da er sich nie sicher sein kann, ob seine Karte bald deaktiviert werden wird, was sein Leben durcheinanderbringen kann. Auch wenn ein Service nur einen Tag nicht erreichbar ist, kann dies problematische Situationen für Menschen erzeugen, die auf das Durchführen einer Zahlung zu einem bestimmten Zeitpunkt angewiesen sind. Hierdurch wird verdeutlicht, dass Kryptokarten nur eine Übergangslösung sein können und die direkte Akzeptanz von Kryptowährungen das langfristige Ziel sein sollte.

Dash möchte ohne Mittelmänner verwendbar sein

Das Ziel von Dash ist es, auf der ganzen Welt Händler zu gewinnen, die bereit sind, Dash direkt über ihr POS-Gerät zu akzeptieren. Durch diese Strategie konnten bisher 4800 Händler gewonnen werden, was im Vergleich zu Händlern, die Kreditkarten akzeptieren, sicherlich gering ist, doch die Dash-Nutzer haben hierdurch zumindest die Sicherheit, dass die Zahlungsmethode nicht einfach durch Dritte abgeschafft werden kann.

Ein zentraler Teil dieses Konzeptes ist es, lokale Gruppen zu finanzieren, die individuell auf die Händler vor Ort eingehen können, um diesen die Vorteile von Dash näherzubringen. Hierzu empfehlen diese Gruppen auch die Verwendung von POS-Geräten und Software, wie z.B. AnyPay, PayLive, Spark, Salamantex, QR.CR und weiteren. Und auch hier gilt: Je mehr derartige Anbieter es gibt, die Dash unterstützen, desto dezentraler und robuster gegenüber Ausfällen wird das Netzwerk.