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Samsung erschließt sich den Markt für Mining-Hardware, wodurch das System weiter dezentralisiert werden könnte.

TechCrunch berichtet davon, dass Samsung damit begonnen hätte, Chips für ASICs herzustellen, also für Hardware, die zum Mining verwendet wird. Der Markteintritt des Technologiegiganten diversifiziert den Mining-Sektor weiter. Momentan wird der Markt vor allem von dem chinesischen Mining-Unternehmen Bitmain dominiert.

Markt für Dash-ASICs schafft Herausforderungen

Samsungs neue Geschäftsbestrebungen könnten positive Auswirkungen auf das Dash-Netzwerk haben. Die Schaffung spezieller Dash-ASICs, unter denen vor allem der D3 Antminer von Bitmain hervorsticht, hat für Ungleichheiten im Mining-Ökosystem gesorgt. Dashs Hashrate stieg von unter 200 Terahash auf momentan 2,3 Petahash, wobei das Allzeithoch im Dezember bei 2,967 Petahash lag. Mit dem Anstieg der Hashrate kam es jedoch auch zu einer ungleichen Verteilung derselben. Momentan zeigt sich Antpool für 42% der gesamten Hashrate verantwortlich. Dadurch wäre eine 51%-Attacke eine reale Gefahr und eine einzelne Organisation könnte somit die Integrität des Netzwerks gefährden.

Die Diversifizierung des Dash-Minings durch einen neuen ASIC-Hersteller könnte dazu führen, dass sich die Hashrate auf mehr Mining-Pools verteilt. Dies reduziert das Risiko, das von einem böswilligen Akteur ausgehen könnte, der einen Großteil der Hashrate unter seine Kontrolle brächte.

Dash-Roadmap enthält langfristige Lösungen, um der Zentralisierung des Minings entgegenzuwirken

Auch wenn der Markt bereits auf ein dezentralisiertes Ökosystem hinstrebt, so planen die Entwickler doch auch Verbesserungen, durch die Dash bestimmte Risiken vermeiden könnte. Evan Duffields langfristige Skalierungspläne deuten darauf hin, dass ein Besicherungsprozess eingeführt werden soll, durch den Miner eine gewisse Menge an Dash besitzen müssen. Dadurch soll böswilliges Verhalten verhindert werden, da die betreffenden Personen sich sonst finanziell selbst schaden würden.

Um die Unabhängigkeit der Masternodes zu bewahren werden diese in Zukunft spezialisierte Hardware verwenden müssen. Damit kein einzelnes Unternehmen ein Monopol auf diese Hardware errichten kann, wird sie Open-Source von den Dash Labs entwickelt. Dadurch könnte jeder die Hardware zum Nutzen des Netzwerks herstellen.