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Samsung hat eine neue Smartphone-Reihe vorgestellt, die als Erste ihrer Art Kryptowährungen unterstützen soll. Dash hat ein ähnliches Projekt im letzten Jahr mit Hilfe des Herstellers Kripto Mobile verwirklicht.

Samsung möchte einen Schritt weiter gehen, da das Smartphone einem Hardware Wallet und einem „digitalen Samsung Knox“ gleichen soll. Die meisten Informationen zu dem neuen Gerät basieren jedoch noch auf unbestätigten Gerüchten und es ist unklar in wie weit das Gerät eine Wallet oder eine Unterstützung für DApps beinhalten soll.

Auch HTC und Sirin Labs haben im letzten Jahr bereits Blockchain-Smartphones veröffentlicht, welche Cold Storage und Zugang zu DApps ermöglichen.

Verbraucherfreundliche Lösungen werden gewinnen

Der Ansatz bei Dash und Kripto Mobile ist anders gewählt. Das Gerät, das im letzten Jahr in Zusammenarbeit und zunächst für den venezolanischen und dann für den größeren südamerikanischen Markt veröffentlicht wurde, kommt mit einer vorinstallierten Dash Wallet, einer aufgeladenen Paper Wallet, Uphold, Bitrefill und DiscoverDash. Hierdurch hat der Endverbraucher direkt den Zugang zu einem kompletten Dash-Ökosystem, in dem er Dash halten, kaufen und benutzen kann. In Venezuela wurden zudem Supporter zur Verfügung gestellt, um den Kunden bei der Einrichtung ihrer Geräte zur Seite zu stehen. In den wenigen Monaten, die es die Geräte bereits gibt, wurden schon über 66000 Stück verkauft. Auch ein günstigeres SMS KRIP-Phone wurde verkauft, mit welchem die Benutzer Dash Text verwenden können. Dies stellt gerade für Venezolaner, die sich in einer Krisensituation befinden, eine günstige Alternative dar.

Neben der Funktionsweise ist auch der Kostenunterschied zwischen den verschiedenen Smartphones von großer Bedeutung. Die Geräte von Samsung, HTC und Finney verfügen zwar über technisch-ausgereiftere Formen als das KRIP Phone, doch sie kosten mit $1000 deutlich mehr als dieses, welches für unter $100 zu haben ist. Und wenn diese Summe im Westen bereits teuer erscheint, dann ist wohl klar, dass sie nicht auf den südamerikanischen Ottonormalverbraucher zugeschnitten ist. Die KRIP Phones sind eher als Massenprodukt gedacht, gerade da in Venezuela etwa 60% der Bevölkerung keine Smartphones besitzen.

Generell ist es als positives Zeichen zu sehen, dass immer mehr Unternehmen Krypto- und Blockchainprodukte anbieten. Dies deutet auf eine steigende Nachfrage hin, wobei besonders das Produkt von Samsung eine wichtige Rolle spielen kann, da dessen Hauptmarkt Asien und vor allem Südkorea ist, wo auch Kryptowährungen sich besonderer Beliebtheit erfreuen. Dash und Kritpto Mobil hingegen konzentrieren sich auf Lateinamerika, wo eine andere Art von Kryptonutzern anzutreffen ist.

Auf die Bedürfnisse der Endverbraucher eingehen

Dash hat die Notwendigkeit erkannt, seinen Nutzern kostengünstige und effektive Lösungen zu bieten, damit für sie der Einstieg in die Welt der Kryptowährungen erleichtert wird. Durch die Dezentrale Autonome Organisation konnte das Dash-Netzwerk eine Reihe von entsprechenden Projekten ermöglichen und Partnerschaften schließen. Hierdurch kann die Weiterentwicklung dezentral geschehen, ohne, dass großen, multinationalen Unternehmen zu viel Bedeutung zugesprochen wird. Diese bieten zwar, wie oben gezeigt, sehr effektive Lösungen, aber dafür auch sehr teure, die für eine Mehrheit der Menschen, für die Kryptowährungen heutzutage wichtig sind, nicht zur Verfügung stehen.

Wenn der Endverbraucher ein Smartphone mit eingebauten Krypto-Funktionen erwerben kann, dann wird dies dazu beitragen, das Tempo, mit dem eine Alltags-Akzeptanz erreicht werden kann, zu erhöhen. Je günstiger diese Geräte sind, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass sich Kryptowährungen weltweit als eine Alternative durchsetzen können, die finanzielle Freiheit bieten kann.