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Ryan Taylor, der CEO der Dash Core Group, veröffentlichte eine detaillierte Erklärung dazu, warum die Dash-Funktion PrivateSend rechtlich nicht anders bewertet werden sollte als entsprechende Anonymisierungsfunktionen bei Bitcoin (CoinJoin), was auch für Börsen eine Rolle spielt.

Laut Taylor kommuniziert die Dash Core Group regelmäßig mit Kryptobörsen, um diese darüber aufzuklären, dass die Akzeptanz von Dash im Vergleich zu Bitcoin kein zusätzliches Risiko darstellt und Buchhaltungstools, die für Bitcoin verwendet werden, auch für Dash geeignet sind:

„Regierungen und Beamten versuchen Börsen und Marktteilnehmern die Benutzung von „Privacy Coins“ zu verbieten, da sie der Ansicht sind, dass diese vor allem von Kriminellen verwendet werden. Dieses Denken stützt sich jedoch eher auf Hörensagen, als auf technische Fakten.“

In einem Dokument, welches die Dash Core Group zu diesem Zweck verfasst hat, wird geschildert, „dass Dash-Transaktionen vollständig transparent mit Bitcoin-Transaktionen identisch sind.“ In dem Dokument werden auch jeweils eine Dash- und eine Bitcoin-Transaktion gezeigt, die sich sehr stark ähneln. Beide verfügen über 19 Ein- und Ausgänge zu je 0,0100001. Dies zeigt, dass sich Misch-Transaktionen auf den beiden Blockchains nicht nur ähneln, sie sind sogar vollkommen identisch. Unterschiede gibt es nur in Hinblick auf nicht-monetäre Transaktionen, Segwit und andere technische Feinheiten, die für die Finanzaufsicht nicht von Relevanz sind. In der Telefonkonferenz zum zweiten Quartal 2019 sagten die Mitglieder des Dash Core Teams zudem, dass sie gute Fortschritte bei der Verbreitung dieser Ansicht gemacht hätten, wodurch auch Integrationen wahrscheinlicher werden sollten.

Schutz der Privatsphäre ist auch für legale Zwecke von großer Bedeutung

Dash wurde 2014 zunächst unter dem Namen „Xcoin“ gestartet und nach kurzer Zeit in „Darkcoin“ umbenannt, wobei der Name „Dash – Digital Cash“ 2015 übernommen wurde, als zunehmend andere Funktionen als PrivatSend in den Vordergrund gerückt sind. Die wichtigsten Verbesserungen gegenüber Bitcoin (z.B. Geschwindigkeit, Benutzerfreundlichkeit, Sicherheit und geringe Kosten) werden im Gegensatz zu PrivateSend auf alle Transaktionen angewandt und hängen nicht mit „CoinJoin“ zusammen. Zudem handelt man fahrlässig, wenn man anonyme Transaktionen mit illegalen Aktivitäten gleichsetzt:

„Weniger als 1% aller Transaktionen bei Dash und bei Bitcoin sind auf CoinJoins zurückzuführen. Zudem hat sich die Entwicklung des Lightning Networks verzögert. Und auch wenn die Zahl der Transaktionen anders wäre, so ist doch die Unterscheidung zwischen Dash und Bitcoin angesichts der vielen entsprechenden Implementierungen nicht gerechtfertigt. PrivateSend ist der Markenname einer spezifischen CoinJoin-Implementierung in die Dash Desktop-Wallet.“

In Zukunft wird der Schutz der Nutzerdaten auch bei Kryptowährungen eine immer wichtigere Rolle spielen, da sie in der traditionellen Finanzwelt bis zu einem gewissen Grad Standard ist:

„Wenn Unternehmen und Nutzer aus dem Mainstream Kryptowährungen verwenden sollen, so wird dies nicht geschehen, wenn ein Schutz der Nutzerdaten nicht möglich ist (z.B. Gehaltszahlungen, Rechnungen, Spenden an politische Parteien, etc.). Es gibt viele legitime Gründe, warum jemand eine öffentliche Blockchain auf eine anonyme Art und Weise verwenden möchte, da eine Blockchain normalerweise viel weniger anonym ist, als traditionelles Bargeld.“

Auch der Schutz des Nutzers spielt eine Rolle, da transparente Transaktionen dazu verwendet werden können, das Nutzerguthaben aufzudecken, was von böswilligen Akteuren ausgenutzt werden kann, wie dies bereits manche Bitcoin-Nutzer am eigenen Leib erfahren haben. Und schließlich ist Datenschutz auch etwas, das von der Regierung gefordert werden kann, wie z.B. die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) oder der California Consumer Privacy Act.

Dash möchte eine Infrastruktur schaffen, die das Einhalten von Vorschriften einfach macht

Dash wurde in der Vergangenheit bereits von BlockchainIntel und Coinfirm integriert, wobei es sich in beiden Fällen um KYC/AML Anbieter handelt, die Börsen und anderen Kryptounternehmen dabei helfen, Vorschriften einzuhalten. Gegenüber Dash News lies BlockchainIntel verlauten, dass es sich bei dem Dienst der Plattform um ein Risikoranking handelt und nicht um die De-Anonymisierung von Personen. Wenn es um steuerliche Fragen geht, so ist das Angebot von Node40 besonders hilfreich. Diese Integrationen helfen, ebenso wie das Wirken der Dash Core Group, dabei, Börsen, Händler und andere potenzielle Partner davon zu überzeugen, dass PrivateSend keinen Hinderungsgrund für die Integration von Dash darstellt und die Integration zudem so einfach wie die Integration von Bitcoin ist.