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Ein Bericht des Think Tanks RAND ergab, dass Kryptowährungen derzeit kaum von Terroristen verwendet werden können.

Der Bericht ging darauf ein, warum diese Währungen momentan ungeeignet seien und welche Entwicklungen dies zum Nutzen von terroristischen Organisationen ändern könnte. Der Bericht konzentrierte sich dabei auf sechs Eigenschaften von Kryptowährungen, welche auch für Terroristen eine Rolle spielen: Anonymität, Einfachheit, Sicherheit, Verbreitung, Zuverlässigkeit und Liquidität.

Bei genauerer Betrachtung kam der Bericht zu dem Schluss, dass keine Kryptowährung alle Eigenschaften in ausreichendem Maße erfüllen würde. Bitcoin kann zwar einfach verwendet werden, doch es fehlt die Anonymität, während Zcash zwar anonym ist, aber keine Benutzerfreundlichkeit und Verbreitung kennt. Trotz dieser Unzulänglichkeiten hat die palästinensische Organisation Hamas bereits seit zwei Monaten Spenden in Bitcoin angenommen:

„Terroristische Organisationen zeigen kaum ein Interesse an Kryptowährungen, doch dies könnte sich jederzeit ändern, wenn bestimmte Vorraumsetzungen eintreten und sich die Technologie weiterentwickelt.“

Kryptowährungen sollten ihren Ursprung nicht vergessen

Zur Grundeigenschaft der Kryptowährungen gehört es, dass sie dezentralisiert sind und in ständigem Wettbewerb miteinander und mit anderen Formen von Geld stehen. Sie wollen erfolgreich sein, nicht durch Zwang, sondern durch Leistung. In diesem Licht ist auch der Bericht zu lesen, in dem es darum geht, dass Regierungen Kryptowährungen kritisch sehen, wobei der Schutz vor Akteuren, wie z.B. Terroristen eine entscheidende Rolle in ihren Argumentationsstrukturen spielt. Wenn nun also eine Studie einer renommierten Organisation dieses Argument widerlegt, so zeigt dies, dass die Sorge gegenüber Kryptowährungen zu einem guten Teil unbegründet ist. Kriminelle greifen vor allem auf Bargeld zurück, doch kaum jemand fordert ein Verbot von Scheinen und Münzen.

Der Bericht zeigt jedoch auch auf, dass Kryptowährungen unter bestimmten Voraussetzungen von Terroristen verwendet werden könnten, wenn sie nur die notwendigen Eigenschaften erfüllen würden. Der Bericht warnt daher vor einer Kryptowährung, die „breite Akzeptanz findet, anonymer ist, bessere Sicherheit bietet und nur lax reguliert wird. Diese Kryptowährung würde das Potenzial wachsen lassen, dass eine terroristische Organisation aus ihr Kapital schlagen könnte.“

Dash konzentriert sich auf legitime Nutzung

Den oben erwähnten Kriterien folgend, könnte Dash sich gewissen Problemen gegenübersehen, da es einen hohen Wert auf Benutzerfreundlichkeit, Akzeptanz und Sicherheit legt, wodurch es von guten und schlechten Akteuren gleichermaßen verwendet werden kann. Die Dash-Community verfolgt allerdings nur friedliche Formen der Akzeptanz, indem sie sich an Händler, Börsen und Unternehmen wendet, für die Dash einen wirtschaftlichen Vorteil darstellen könnte. Dash bietet auch eine Anonymisierungsfunktion namens PrivateSend, doch alle Daten werden auf der Blockchain gespeichert, weswegen Terroristen andere Formen der Anonymisierung bevorzugen würden.

Dash wird weltweit von fast 5000 Händlern akzeptiert, was mehr ist, als andere Altcoins von sich behaupten können, welche nur beschränkte Nutzungsmöglichkeiten haben, da sie sich auf bestimmte Attribute konzentrieren. Dash möchte digitales Bargeld für den Alltag sein, das für seine Nutzer eine echte Form der finanziellen Freiheit darstellen kann.