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Der Entwickler Peter Todd hat sich dahingehend geäußert, dass „Bitcoin keine Hoffnung“ hätte, sich gegen Kreditkarten durchzusetzen.

Bei einer Podiumsdiskussion während der MIT Bitcoin Expo 2019 sprach Todd, ein ehemaliger Entwickler des Bitcoin Core Teams, über die Verwendung von verschiedenen Blockchains für den Zahlungsverkehr. Er zeigte sich erstaunlich pessimistisch, was den Vergleich von Bitcoin mit anderen Zahlungsmethoden, wie z.B. Kreditkarten angeht:

„Visa und Mastercard haben in vielerlei Hinsicht bereits gewonnen. Wenn man über die Konkurrenz spricht, besteht für Bitcoin noch Hoffnung.“

Vielversprechender sei jedoch die Konkurrenz mit Western Union, wenn es um die Verwendung des Bitcoin für internationale Zahlungen ginge. In diesem Bereich würde der Bitcoin seine Stärke zeigen, was Geschwindigkeit, Kosten und Sicherheit angehe.

Kryptowährungen operieren unabhängig von Grenzen und geographischen Entfernungen, weswegen sie hier, anders als im Alltag, wo sie mit Kreditkarten konkurrieren müssen, günstiger, schneller und einfacher sind.

Kreditkarten können ihren Vorsprung verlieren

Karten sind momentan fast überall auf der Welt das bevorzugte Zahlungsmittel. Dies heißt jedoch nicht, dass es hier nicht auch Nachteile geben würde. Visa und Mastercard kündigten z.B. an, die Gebühren zu erhöhen, was für viele Händler einen bedeutenden Nachteil mit sich bringen könnte, da für sie zusätzliche Kosten entstehen, die sie irgendwie an den Kunden weitergeben müssen. Eine andere Schwäche wurde durch den Hackangriff auf die Hotelkette Marriott Hotels deutlich, da ihnen die Kreditkartennummern mehrerer Hundert Millionen Kunden gestohlen wurden. Wer schon einmal mit Kreditkarten zu tun hatte, weiß, dass diese Karten von böswilligen Akteuren sehr einfach missbraucht werden könnten, wodurch schnell ein Schaden in Millionenhöhe entstehen kann.

Neben diesen Sicherheitsvorteilen können Kryptowährungen auch durch niedrige Gebühren, den einfachen Zugang ohne Kontoeinrichtung, Privatsphäre und die Unmöglichkeit von Identitätsdiebstahl überzeugen, wodurch sie Kreditkarten vor allem dann gefährlich werden, wenn sie einfacher für den Alltag verwendet werden können.

Dash möchte die Schwachstellen des Kryptowährungskonzepts überwinden

Mittlerweile experimentieren viele Blockchain-Projekte vor allem mit Verwendungsmöglichkeiten außerhalb des Zahlungssektors. Dash hingegen möchte ein digitales Zahlungssystem bieten, das im Alltag verwendet werden kann. Einen wichtigen Schritt in diese Richtung spielt Version 0.13, die vor kurzem veröffentlicht wurde und InstantSend zu einer automatischen Funktion macht, die mit jeder Wallet ausgeführt werden kann, wodurch Dash deutliche Überlegenheit gegenüber anderen monetären Kryptowährungen präsentiert. Noch alltagstauglicher wird Dash durch Version 0.14, welche einen effektiven Schutz gegen 51%-Angriffe durch ChainLocks bieten wird, wodurch das Netzwerk ein sehr hohes Maß an Sicherheit erlangen wird. Im Verlauf des Jahres soll zudem Version 1.0 veröffentlicht werden, durch die Benutzernamen und Kontaktlisten implementiert werden, die eine wesentlich einfachere Benutzererfahrung gewährleisten sollen. Hierdurch möchte Dash stärker mit anderen Zahlungsanbietern konkurrieren und unter anderem eine dezentrale Alternative zu PayPal bieten.