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Die südkoreanische Kryptobörse OKex wird Dash zusammen mit Monero, Zcash, Horizen und Super Bitcoin zum 10. Oktober aus ihrem Angebot entfernen, da sie der Ansicht ist, dass sie durch die Akzeptanz der selbigen die Regeln der Financial Action Task Force nicht einhalten kann.

 In einer offiziellen Ankündigung spricht OKex davon, dass die Financial Action Task Force (FATF) fordert, dass die „Namen und Adressen des Absenders und der Empfänger von Krypto-Transaktionen gesammelt werden sollen“. Da OKex der Ansicht ist, dass sie dies nicht schaffen können, wenn es um Privacy Coins geht, wollen sie diese aus ihrem Angebot entfernen.

Laut OKex gilt diese Entscheidung jedoch nur für Kunden aus Korea und nicht global. Dieser Schritt folgt einem Trend, da auch Upbit zum 30. September die Akzeptanz von Monero, Dash, Zcash, Haven, BitTube und PIVX aufgehoben hat. Die britische Börse CEX.io hat im letzten Monat zudem Dash und Zcash aus ihrem Angebot entfernt.

Bildung über die Technologie hinter Dash auch für Behörden wichtig

Diese jüngsten Entscheidungen gegenüber Privacy Coins zeigen jedoch ein deutliches Missverständnis dazu, wie Dash eigentlich funktioniert. Die optionale Funktion PrivateSend, welche die Gelder der Nutzer mischt und dadurch anonymisiert, ist nämlich öffentlich einsehbar und transparent, anders als dies bei Kryptowährungen mit vollständiger Verschlüsselung der Fall ist. Ryan Taylor, der CEO der Dash Core Group, sprach vor diesem Hintergrund davon, dass PrivateSend nicht anders funktioniert als dies auch bei Bitcoin der Fall ist, weswegen Dash nicht anders behandelt werden sollte als die größte der Kryptowährungen.

Die Position von Dash wird zudem davon gestärkt, dass es vor kurzem zu Coinbase hinzugefügt wurde, der größten amerikanischen Krypto-Plattform, die unter den härtesten regulatorischen Bedingungen geschaffen wurde. Dies kann als Bestätigung der Legalität von Dash gesehen werden, die auch von anderen Plattformen beachtet werden sollte.

Die Entfernung von Börsen könnte zum Erstarken dezentraler Börsen führen

Der wachsende Druck seitens des Staates auf Kryptobörsen könnte unbeabsichtigte Folgen haben, wie etwa das Erstarken der dezentralen Börsen. Die Financial Action Task Force (FATF) gab ihre Vorschriften zum Thema Kryptowährungen im Juni bekannt, wobei diese offiziell nur „Empfehlungen“ sind. Die Regierungen hinter der Organisation können allerdings Länder und Banken auf eine schwarze liste setzen, wenn diese sich nicht an die Vorgaben halten. Einige Analysten gehen allerdings davon aus, dass diese Vorschriften zu weit gehen und daher gerade das Fördern, was sie bekämpfen sollen: eine Technologie, die von den Regierungen nicht kontrolliert werden kann. Je mehr Menschen sich dezentralen und P2P-Börsen zuwenden werden, desto geringer ist die Transparenz, die sich die Strafverfolgung der Länder von dem Vorgehen versprechen wird.

Dezentrale Börsen verbreiten sich bereits heute immer weiter und werden benutzerfreundlicher, wie dies z.B. bei DynX und Komodo AtomicDEX der Fall ist. Dies ermöglicht Verbrauchern trotz des Versuches der Regierungen, die Auswahl einzuschränken, trotzdem den Zugang zu ihren favorisierten Kryptowährungen zu behalten.