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MyDashWallet wurde erheblich erweitert, wodurch nun PrivateSend und Social Media Trinkgelder unterstützt werden.

Die Web-Wallet MyDashWallet funktioniert wie das große Vorbild MyEtherWallet und wurde von der Dash-Treasury finanziert. Durch sie gibt es nun Funktionen, die sich das Dash-Ökosystem seit Jahren herbeigewünscht hat. So gibt es nun eine einfache Möglichkeit, um auf Hardware-Wallets zuzugreifen, InstantSend und PrivateSend zu verwenden und Trinkgelder über soziale Netzwerke wie Twitter, Reddit, Discord oder auch per E-Mail zu versenden. Zum letzten Update kamen dann noch folgende Punkte hinzu:

„Updates, um die uns Nutzer in den letzten Wochen gebeten hatten:

  • Übersichtlicheres Layout in der mobilen Version (kleinere Schrift, bessere Schaltflächen, aktualisiertes Menü, das Logo, usw.)
  • Wechsel vom externen zum internen Block-Explorer auf https://mydashwallet.org:3001/insight (dadurch werden wir zukünftig noch weitere Funktionen, wie etwa unbestätigte Transaktionen, Mixing, usw. einfügen können)
  • Verbesserte Adressliste
  • Guthabenaktualisierung (außer Firefox und Chrome)
  • Ledger v.1.4.1 Firmware Browser Support
  • QR-Code Scanner für Mixing-Transaktionen
  • Viele kleinere Änderungen“

Am wichtigsten ist, dass die Hinzufügung der PrivateSend-Funktion Dashs erweiterte Anonymität zum ersten Mal auf mobilen Geräten verfügbar macht und damit auch zum ersten Mal mit einem QR-Code-Scanner verknüpft. Im Gegensatz zum normalen Mixing ist diese Funktion jedoch nicht vertrauenslos, da MyDashWallet die eigenen Nodes zum Mischen und Versenden verwendet. Es ist dennoch ein deutlicher Fortschritt gegenüber dem momentanen Status der mobilen Unverfügbarkeit und bietet Nutzern, die ein erhöhtes Maß an Privatsphäre genießen möchten, einen einfachen Weg an, um dies zu erreichen. Dies ist ein erster Schritt in die Richtung, die auch Evolution in Bezug auf PrivateSend einschlagen möchte.

Benutzerfreundliche Anonymität ist der Heilige Gral der Kryptowelt

Es gibt viele verschiedene Kryptowährungen, die von Nutzern, denen Anonymität wichtig ist, hochgehalten werden. Doch egal ob diese auf Mixing basieren, wie etwa Dash, oder auf Verschlüsselung, wie etwa Zcash oder Monero, so ist ihnen doch immer gleich, dass Anonymität nur dann möglich ist, wenn eine Fullnode betrieben wird. Um mit einem Knoten zu kommunizieren, ist es nämlich immer nötig, dass Daten versandt werden, durch die eine Transaktion weniger anonym ist. Daher muss jede mobile Version einer Wallet momentan Kompromisse eingehen, wenn es um anonyme Transaktionen geht. Manche Coins vermeiden daher ganz auf derartige Funktionen, um Nutzern keiner Gefahr auszusetzen.

Daher hat auch Dash lange darauf verzichtet Mixing in mobile Wallets zu integrieren. Der sicherste Weg war bisher immer noch Dash zu mixen und dann an eine mobile Wallet zu versenden, wodurch die Herkunft der Coins verschleiert wurde, auch wenn die Adresse der Wallet weiterhin deutlich sichtbar war. Durch MyDashWallet ist es nun hingegen möglich auch den Ursprung einer Transaktion zu verschleiern, zumindest, wenn man bereit ist, den Betreibern der Seite zu vertrauen.

Konkurrenzkampf unter den anonymen Kryptowährungen

Es besteht seit Langem ein hoher Bedarf nach „Anon-Coins“, wobei Dash, das damals noch Darkcoin genannt wurde, die erste große Verwirklichung des Konzepts darstellte. Kurz darauf kam Monero heraus und seitdem wurden weitere Projekte, wie etwa Zcash oder Verge, welches vor kurzem durch Pornhub integriert wurde, gestartet.

Dash stellt unter diesen Projekten den einzigen Coin da, der auf einen Ansatz, der auf Verschlüsselung basiert, verzichtet. Stattdessen mischen zufällig ausgewählte Masternodes die Coins der Nutzer, um sie fungibel und gleichzeitig das Netzwerk transparent zu halten. Im Hintergrund steht dabei natürlich der Gedanke, dass Quantencomputer verschlüsselten Coins sehr stark schaden könnten.