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MyCryptoCheckout verwendet nun eine neue HD-Wallet und akzeptiert 0-conf Dash-Transaktionen, während AtomicPay Zahlungen abwickelt, ohne diese für den Nutzer zu verwalten. Beide Konzepte bieten ein erhöhtes Maß an Sicherheit für den Händler.

Um auf die HD-Wallet zuzugreifen müssen Händler, die MyCryptoCheckout verwenden möchten, lediglich einen Xpub-Key angeben. Hierdurch wird jede eingehende Zahlung an eine neue Adresse versandt, was verhindert, dass ein Nutzer einen direkten Überblick über alle eingehenden Transaktionen des Händlers erhält. Durch MyCryptoCheckout ist es auch möglich, dass Händler für Dash und andere Kryptowährungen 0-conf-Transaktionen akzeptieren, damit sie die Wartezeit der Nutzer verringern können.

Ein weiterer Anbieter, der eine Dash-Integration angekündigt hat, ist AtomicPay. Mit diesem Zahlungsplugin erhalten die Händler ihre Zahlungen direkt an ihre eigene Wallet ausbezahlt, ohne, dass AtomicPay selbst die Chance hätte, auf die Guthaben zuzugreifen. Denn, wie sagt ein altes Sprichwort aus der Kryptowelt: „Wenn du die Schlüssel nicht besitzt, dann besitzt du auch nicht die Coins.“ AtomicPay sagte, dass zentralisierte Zahlungsdienstleister ein hohes Risiko für die Kunden darstellen würden und diese zudem durch versteckte Gebühren, langsamen Service, Hacks, Diebstähle sowie mangelnden Datenschutz und Zensur gefährden würden.

Kryptowährungen müssen dezentral bleiben

Nur wenn Kryptowährungen dezentralisiert sind, können sie das versprochene Maß an finanzieller Freiheit und Schutz der Privatsphäre einhalten. Wenn der Händler sich auf einen Drittanbieter verlässt, dann nimmt er Einschränkungen hin, die für ihn durchaus problematisch sein können, denn er gefährdet damit die Zahlungen und den Datenschutz seiner Nutzer. Dies macht AtomicPay so besonders, da es selbst keine Informationen über die Nutzer sammelt. Wenn der Händler die Kontrolle über seine Schlüssel behält, dann sieht er sich nicht derartigen Gefahren ausgesetzt, die im Zuge der letzten Börsen-Hacks noch ungemein an Bedeutung hinzugewonnen haben. Zentralisierte Zahlungsdienstleister sind nämlich nicht viel sicherer als zentralisierte Börsen, da sie dieselben Angriffspunkte bieten.

MyCryptoCheckout und AtomicPay tragen also auf ihre Weise dazu bei, Kryptowährungen sicherer und dezentraler zu machen, die Privatsphäre der Händler und Verbraucher zu schützen und die Gefahr zentralisierter Hacks zu unterbinden. HD-Wallets spielen dabei nicht nur für Händler eine große Rolle, da auch Kunden ein Interesse daran haben sollten, dass man nicht auf das Gesamtguthaben ihrer Wallets blicken kann. 0-conf-Transaktionen auf der anderen Seite bieten ein höheres Maß an Benutzerfreundlichkeit, welches Im Online-Handel auch nicht auf Kosten der Sicherheit geht. Aus Kundensicht bieten also derartige Lösungen einen Komfort, der an traditionelle Zahlungsdienstleister erinnert, was mehr Kunden dazu bringen könnte, beim Händler ihres Vertrauens, Kryptowährungen anzufragen.

Dash will den Händlern erweiterte Schutzmöglichkeiten bieten

Das geringe Sicherheitsrisiko, welches bei 0-conf-Transaktionen bisher nie ganz widerlegt werden konnte, stellt zumindest im Falle von Dash kein Problem mehr da, da nun fast jede Transaktion innerhalb von 1,3 Sekunden mit InstantSend abgesichert wird. Hierdurch können Händler also jeden Kauf als Sofortkauf ansehen, ohne, dass sie Rücksicht auf einen eventuellen DoubleSpend nehmen müssten. Ein weiteres + an Sicherheit wird in das nächste Dash-Upgrade integriert werden, da dieses 51%-Angriffe durch ChainLocks unmöglich machen wird. Ein Händler, der Dash vertraut, ist auch eher bereit eine Zahlung in Dash zu halten, statt eine unmittelbare Konversion in Fiat zu fordern, wodurch zentralisierte Zahlungsanbieter mit der Zeit immer weiter an Bedeutung verlieren werden.

Bereits 4800 Händler auf der ganzen Welt akzeptieren Dash, wobei sich über 2500 davon in Venezuela und weitere 300 in Kolumbien befinden. Um sich dieser großen Zahl an Händlern anzuschließen gibt es eine Vielzahl an möglichen Zahlungsanbietern, wie etwa POS-Systeme wie QR.CR, AnyPay, Spark und Salamantex, die alle Dash akzeptieren. Auch diese große Zahl ist wichtig, um Händler davon zu überzeugen, keine Konversion zu benötigen, da in einem großen Ökosystem alles direkt in Dash bezahlt werden kann.