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Kryptowährungsgesetze stellen immer wieder eine Achterbahnfahrt da, doch die jüngsten Entwicklungen aus Südkorea und Wyoming schlagen wesentlich positivere Töne an.

Der Leiter des südkoreanischen Financial Supervisory Service (FSS) Choe Heung-sik sprach davon, dass die Regierung „normale Transaktionen“ mit Kryptowährungen unterstützen wolle und am Wachstum eines Kryptomarktes, der sich an KYC-Richtlinien hält, interessiert sei. Seit dem 30. Januar müssen südkoreanische Kryptotrader ihren echten Namen angeben. Bisherige anonyme Trader und ihre Guthaben sind von der Neuregelung ausgenommen, doch jeder neue Kauf und Verkauf, der Fiatgeld involviert, muss KYC-Richtlinien folgen. Choe sprach davon, dass die Regierung Banken dabei „bestärken“ wolle, Kontakte zu Kryptowährungsbörsen zu suchen. Bisher sind viele lokale Banken eher skeptisch gegenüber Kryptowährungen eingestellt.

Währenddessen beschloss der Landessenat in Wyoming, also auf der anderen Seite der Erde, dass Kryptowährungen von bundesstaatlichen Vermögenssteuern ausgenommen seien. Momentan sehen Bundesstaaten sowie die US-Regierung Kryptowährungen als Vermögen und nicht als Währung an, weswegen jeder Kauf und Verkauf ein versteuerungspflichtiges Ereignis ist, selbst wenn es dabei nur um eine Tasse Kaffee geht. Der Gesetzesentwurf aus Wyoming, der vom Landessenat mit der Mehrheit der republikanischen Stimmen verabschiedet worden war, nimmt „Fiatgeld, Gold, Barschecks und ‚virtuelle Währungen’“ von der individuellen Vermögenssteuer aus. Damit das Gesetz in Kraft treten kann, muss es auch vom Landesabgeordnetenhaus verabschiedet und vom Gouverneur unterzeichnet werden.

Achterbahnfahrt der Kryptowährungs-Richtlinien

Richtlinien zum Thema Krypto haben den Markt in den letzten Monaten sehr stark beeinflusst. Nachdem China erneut gegen Kryptowährungen vorgegangen war, stieg die Bedeutung des südkoreanischen Marktes immer mehr, bis Gerüchte aufkamen, dass auch Südkorea entsprechende Gesetze plane. Mittlerweile ist klar, dass Südkorea kein Verbot, sondern einen regulierten Markt möchte, auch wenn noch nicht klar ist, wie stark dieser reguliert werden soll. Bisher bleiben noch gewisse Zweifel, da bestimmte Regulierungen ebenso vernichtend sein können wie ein Verbot. Dies kann am Beispiel von New York Citys BitLicense gesehen werden, da durch diese noch immer viele Kryptounternehmen keinen Zugang zur Finanzmetropole haben.

Bestimmte US-Staaten, zu denen auch Wyoming zählt, haben Gesetze verabschiedet, die Kryptowährungen sehr positiv gegenüberstehen, da Innovationen und Konsumenten in den jeweiligen Bundesstaat gelockt werden sollen. Auf Bundesebene bleiben die Richtlinien jedoch unklar und verschiedene Lösungsansätze werden momentan diskutiert. Manche Gesetzgeber sind der Ansicht, dass Innovationen nicht eingeschränkt werden sollen, während andere denken, sie könnten die Konsumenten durch restriktiveres Vorgehen schützen, während die CFTC und die SEC (die zwei staatlichen Finanzbehörden) gemäßigt-positive Töne angeschlagen haben. Die Unsicherheit hatte zwischenzeitlich zu hohen Kursschwankungen geführt, während in den letzten Wochen wieder eine gewisse Stabilität eingetreten ist, da der Markt auf weitere Entwicklungen wartet.

Die größte Unsicherheit für Kryptowährungen ist immer, ob diese als Wertanlage oder Währung angesehen werden. Um als Währung zu gelten, muss etwas eine Verrechnungseinheit, ein Tauschmittel und ein Wertspeicher sein.

Dash möchte digitales Bargeld sein und hofft von Gesetzgebern als solches behandelt zu werden

Da Dash bisher noch nicht spezifisch von Gesetzgebern ins Auge gefasst wurde, arbeitet die Kryptowährung weiterhin daran weltweit als Währung verwendet zu werden, da sie gegenüber lokalen Währungen gewisse Vorteile mit sich bringt, wenn es darum geht, als Verrechnungseinheit oder Tauschmittel zu fungieren. Dash nimmt durch einen relativ stabilen Preis eine gewisse Wertspeicherfunktion war. Durch diese drei Punkte erfüllt Dash alle ökonomischen Voraussetzungen einer Währung.

Zudem nimmt Dash durch das Governance- und Treasury-System eine besondere Position ein, da durch diese ein stetiges Wachstum der Nutzerzahl und der Blockchain finanziert werden kann. Da Dash ein nachhaltiges Netzwerk schafft, wird der Wert gefördert, der die Währung deckt (die Stabilität des Netzwerks). Diese Entwicklungen helfen Dash unter den Kryptowährungen populärer zu werden und eine höhere Akzeptanz als Währung zu erlangen.