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Die britische Polizei hat Julian Assange, den Gründer von WikiLeaks, verhaftet. Auf die Bitte der Dash-Community hin, die Organisation unterstützen zu können, wurde Dash als Zahlungsmethode zum WikiLeaks-Shop hinzugefügt.

Julian Assange lebte fast ein halbes Jahrzehnt als Asylsuchender in der ecuadorianischen Botschaft in London, bevor er von der britischen Polizei verhaftet und aus der Botschaft eskortiert wurde. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird Assange an die USA ausgeliefert werden, da viele der Dokumente, die Assange veröffentlicht hat, besonders der US-Regierung Probleme bereitet haben.

Da viele Mitglieder der Dash-Community Assange positiv gegenüberstehen, wurde zunehmend der Wunsch artikuliert, seine Organisation finanziell zu unterstützen. Die Betreiber des WikiLeaks-Shop, schalteten daraufhin Dash als Zahlungsmethode frei, wobei direkte Spenden momentan noch nicht möglich sind.

WikiLeaks konnte nur aufgrund von Kryptowährungen überleben

Die gemeinsame Geschichte von WikiLeaks und Kryptowährungen reicht weit zurück. Da WikiLeaks von Zahlungsdienstleistern abgeschnitten wurde, war die Organisation schon früh dazu gezwungen worden, auf Bitcoin umzusteigen. Viele Kryptowährungen haben die Vorteil, dass sie international operieren können und Zensur-resistent sind. Dies hat WikiLeaks auch dadurch in die Hände gespielt, dass sie durch den starken Wertanstieg von Kryptowährungen erheblich an finanzieller Schlagkraft hinzugewonnen haben.

Doch auch in der Welt der digitalen Währungen hatte WikiLeaks mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Coinbase hat im vergangenen Jahr die Zusammenarbeit mit dem WikiLeaks-Shop gekündigt, wodurch Interessenten keine Merchandise-Artikel mehr mit Kryptowährungen kaufen konnten. Die Organisation stieg daher auf den Anbieter CoinPayments um, der sehr offen ist und eine große Zahl an Kryptowährungen unterstützt.

Kryptowährungen spielen eine wichtige Rolle für unabhängige Medien

Zwischen dezentralen Währungen und alternativen Medien besteht eine enge Verbindung, da unabhängige Journalisten häufig mit Zensur zu kämpfen haben, die auch ihre finanzielle Existenz bedroht. Der Emmy Award Gewinner Ben Swann, der die Show Reality Check produziert, wurde von seinem Fernsehsender abgesetzt und konnte seine Arbeit nur durch Unterstützung des Dash-Netzwerks fortsetzen. Eine systematische Lösung für dieses Problem stellt die Seite BitBacker dar, welche für Medienschaffende attraktive Möglichkeiten bietet.