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Laut einer neuen Erklärung des japanischen Kabinetts soll der Margenhandel im Kryptowährungsbereich eingeschränkt werden, wodurch die Hebel auf das Zwei- bis Vierfache beschränkt würden.

Zudem müssen sich alle Börsen, die ein entsprechendes Angebot in Japan anbieten, einem Registrationsprozess unterziehen, welcher innerhalb von 18 Monaten abgeschlossen sein soll. Neben KYC/AML-Vorschriften sind auch Eigenkapitalanforderungen und bestimmte Auditorvorschriften bereits in Kraft, wobei die Registrierung bald als Neuerung hinzutreten wird.

Der japanische Margenhandel erreichte letzten Dezember etwa 8,42 Billionen Yen ($75,6 Milliarden), was dem 11-fachen der Gesamtinvestitionen in Kryptowährungen entsprach ($6,9 Milliarden). Laut dem Gesetz dürfen zudem keine ICOs aus dem Bereich des Margenhandels mehr durchgeführt werden. Im Hintergrund steht hierbei, dass Investoren und Nutzer besser gegen Schneeballsysteme und dergleichen geschützt werden soll.

Zahl der Krypto-Vorschriften nimmt zu

In der Vergangenheit wurde von den japanischen Behörden bereits ein Gesetz erlassen, welches die Verwendung von anonymen Kryptowährungen einschränkt, da die Regierung Geldwäsche und andere kriminelle Aktivitäten fürchtet. Zwar ist dies nur ein oberflächlicher Grund, da auch Bitcoin anonymisiert verwendet werden kann und diese Kryptowährungen meist anders verwendet werden, doch die japanische Regierung spiegelt dadurch nur wider, wie viel Bildungsarbeit in dem Bereich noch notwendig ist. Einer der Gründe, warum es in Japan so viele Gesetze gibt, ist der Hack der ehemaligen größten Kryptobörse der Welt, Mt. Gox, welche ihren Sitz in Japan hatte. Neben Japan haben jedoch auch andere Länder Gesetze geschaffen, die häufig in den Bereich Verbraucherschutz fallen.

Margenhandel stellt dann eine Gefahr dar, wenn ein Nutzer mit übermäßiger Hebelwirkung einen Verlust erleidet, der dadurch verschärft wird, dass es sich häufig um Geld handelt, das sich der Trader geliehen hatte. Sobald ein Trade misslingt ist es für manche Trader nicht mehr möglich das Geld zurückzuzahlen, wodurch er sich durch seine Gier in Schulden gestürzt hat, besonders wenn er sich auf einen 100% Margenhandel eingelassen hat. Die Vorschrift spiegelt jedoch das Denken der alten Finanzwelt wider, da sich jeder Japaner über einen VPN-Dienst bei einer entsprechenden Börse anmelden kann (nachdem er schon den VPN mit Kryptowährungen bezahlt hat). Von dem anderen Land, mit dem er sich dabei verbindet, kann er den Handel trotzdem ausführen.

Vom Konzept her, sollte man sich allerdings einmal die Frage stellen, ob fremdfinanziertes Trading nicht dem ursprünglichen Konzept von Kryptowährungen widerspricht. Der Nutzen des Tradings ist, dass er die Preisfindung unterstützt, doch zu viel spekulativer Handel kann wirtschaftliche Auf- und Abschwünge begünstigen, gerade dann, wenn er von Menschen ausgeht, die sich nicht am eigentlichen Ökosystem beteiligen.

Dash möchte langfristiges und nachhaltigen Wachstum schaffen

Das Ziel der Kryptowährung Dash ist es, eine möglichst breite Akzeptanz im Alltag zu erfahren. Hierfür wird Dash in möglichst viele Geschäfte, Online-Shops, Geschenkkarten-Anbieter und Krypto-Debitkarten integriert. Diese Integrationen helfen jedem, der ein hohes Maß an finanzieller Freiheit schätzt sowie allen, für die Kryptowährungen eine finanzielle Notwendigkeit darstellen, damit sie ein besseres Leben führen können. Individuen, für die Dash wichtig ist, weil ihr Land keine ausreichende Bankenstruktur bietet oder die staatliche Währung immer schwächer wird, findet man z.B. in Venezuela, Kolumbien und Nigeria.

Derartiges Wachstum ist definitiv nachhaltiger als spekulativer Handel es je sein könnte, wenn es darum geht ein globales oder regionales Dash-Ökosystem zu schaffen, in dem viele Personen dem Code und der Infrastruktur von Dash vertrauen und es daher als Währung für den Alltag verwenden. Die Arbeit, die Dash auf diesem Gebiet leistet, wird sich kaum von einem Moment zum anderen in Luft auflösen, wie dies bei Liquidität im Margenhandel durchaus der Fall sein könnte, je nach Marktsituation. Je mehr Kryptowährungen im Alltag verwendet werden und je mehr Stabilität sie dadurch erhalten, desto weniger Anklang wird der Ruf nach zusätzlichen Vorschriften finden.