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Die chinesische National Development Reform Commission, der Planwirtschaftsrat der Regierung, kündigte an, dass Kryptowährungs-Mining verboten werden solle.
Als Grund nannte die Komission hierfür die „ernsthafte Verschwendung wertvoller Ressourcen“ und die entstehende Umweltverschmutzung. Von einem Verbot wären allerdings nicht nur Mining-Farmen betroffen, sondern auch andere Unternehmen, die nichts mit dem Kryptowährungsbereich zu tun haben. Zwar hat sich die Kommision noch bis zum 7. Mai Zeit genommen, um mit der Öffentlichkeit zu interagieren, doch das Gesetz könnte danach jederzeit in Kraft treten.

Vor Jahren fanden in China 70% des Bitcoin-Minings und 90% des Tradings statt, doch diese Zahl hat sich in den letzten Jahren konstant veringert. Bitmain und BTC.TOP, die von den günstigen Bedingungen nach China gelockt wurden, haben viele ihrer Unternehmungen bereits in andere Teile der Welt verschoben. Bitmain hat den Antrag eines IPO an der Börse von Hongkong zurückgezogen und setzt nun zunehmend auf Mining in den USA und Kanada. Auch BTC.TOP, der drittgrößte Mining-Pool, eröffnete im letzten Jahr eine Niederlassung in Kanada.

Fehlende Hashrate erhöht Unsicherheit

Da ein sehr großer Anteil der Hashrate weiterhin aus China kommt, könnte ein plötzliches Verbot für erhebliche Schwankungen sorgen. Auch wenn viele Miner bereits entsprechende Vorbereitungen treffen, so würde ein plötzliches Verbot doch Konsequenzen für die Sicherheit des Netzwerks mit sich bringen. Die Kosten für Strom sind in den USA und Kanada zudem höher, weswegen wahrscheinlich weniger Mining-Equipment eingesetzt werden kann. Wenn eine Blockchain durch eine geringere Hashrate abgesichert ist, so wird es auch günstiger und einfacher einen 51%-Angriff durchzuführen.

Ein abrupter Abfall der Hashrate würde auch dazu führen, dass Kryptowährungen mit langen Anpassungszeiten der Mining-Schwierigkeit sich mit starken Verzögerungen konfrontiert sähen. Bei Bitcoin wird die Schwierigkeit z.B. erst alle 2016 Blöcke angepasst, was etwa alle 2 Wochen ist. Nutzer müssten hierdurch länger auf die Bestätigung ihrer Transaktionen warten oder eine höhere Gebühr zahlen.

Dash sichert sich gegen eventuelle Konsequenzen ab

Die Dash-Hashrate liegt momentan bei 2,8 Petahash, was einem Anstieg von 1,6 Petahash seit Anfang 2019 entspricht. Um sich gegenüber einem Abfall abzusichern, entwickelt Dash ChainLocks, welche mit Version 0.14 veröffentlicht werden sollen und die Blockchain gegenüber 51%-Angriffen resistent machen werden, da der erste Block als gültig festgeschrieben wird. Wer über eine Mehrheit der Dash-Hashrate verfügt, kann im schlimmsten Fall 51% der Blöcke als leere Blöcke minen. Zudem ist Dash durch den Dark Gravity Wave Algorithmus abgesichert, welcher die Schwierigkeit mit jedem Block anpasst, statt, wie dies bei Bitcoin der Fall ist, nur alle 2016 Blöcke. Wenn sich also die Hashrate reduziert, so sorgt dies dafür, dass nur ein Block sich verzögert und das Netzwerk sofort auf die Veränderung reagiert.
Durch diese technischen Innovationen kann Dash ein zuverlässigeres Netzwerk bieten, welches resistenter gegenüber äußeren Einflüssen und staatlichen Missbräuchen operieren kann, weswegen sich Händler und Verbraucher gleichermaßen auf dessen Funktionsfähigkeit verlassen können.