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Betrugsfälle in Australien, die mit Kryptowährungen zu tun hatten, beliefen sich im Jahr 2018 auf über 6,1 Millionen AUD. Damit stellen sie einen eher kleinen Prozentsatz unter allen Betrügereien des Landes dar, welche sich auf 107 Millionen AUD beliefen.

Laut einem Bericht der Australian Competition and Consumer Commission (ACCC) sind Betrugsfälle, bei denen es um Kryptowährungen ging im Jahr 2018 um 190% gegenüber den 2,1 Millionen AUD im Jahr 2017 gestiegen. Von den 177516 Betrugsfällen, die insgesamt von der ACCC untersucht wurden, hatten nur 674 einen Bezug zu Kryptowährungen. 2,6 Millionen AUD gingen durch „Investmentbetrug“ verloren, wobei besonders jüngere Personen davon betroffen waren. „Fast 50% aller betroffenen Personen in Betrugsfällen, die einen Bezug zu Kryptowährungen hatten, waren Männer zwischen 25 und 34 Jahren“.

Unter den anderen Betrugskategorien stachen besonders die Betrugsfällen, bei denen es um Geschenkgutscheine ging, besonders hervor. Bei den fast 1500 Fällen wurden Verluste in Höhe von 4,3 Millionen AUD gemeldet. Die dominanteste Karte war hierbei der iTunes-Geschenkgutschein, dessen Anteil von 1,2 Millionen AUD auf über 3,1 Millionen, also 72% aller Verluste durch Geschenkgutscheine, anstieg. Bekannt wurde auch eine Betrugstaktik bei der automatisierte Anrufe durchgeführt wurden, für die die Angreifer das Australian Taxation Office imitierten. Die Zahl dieser Anrufe nahm gegenüber dem Vorjahr um über 900% zu.

Auf der ganzen Welt wächst die Zahl der Betrugsfälle

Nicht nur in Australien gibt es Betrugsfälle jeder Spielart, es gibt wohl kaum ein Land, das nicht betroffen ist. Bekannt wurde ein Hackangriff auf Microsoft Outlook, bei dem Hacker den Zugriff auf die Konten von Mitarbeitern des Microsoft-Kundensupports ergattern konnten. Dies ermöglichte ihnen den Zugriff auf die Kundenkonten von Hotmail- und MSN-Nutzern. In manchen Fällen konnten hierdurch ebenfalls die Exchange-Konten von Kryptonutzern gehackt werden.

„In einem Forum sprach das Opfer Jevon Ritmeester davon, dass sein Kraken-Konto gehackt wurde, welches einen Bitcoin enthalten hatte (zum Zeitpunkt des Diebstahls hatte dieser einen Wert von etwa $5260).“

Laut Ritmeester wollte er sich bei Kraken anmelden und musste feststellen, dass sein Passwort geändert und seine E-Mails bei Outlook durchsucht worden waren, wobei sich die E-Mails von Kraken im Papierkorb befanden. Weitergeleitet wurden sie an eine Gmail-Adresse, zu der die Hacker Zugang hatten.

Derartige Angriffe könnten sehr einfach durch 2FA gekontert werden und Ritmeester sagte, dass er es sehr stark bereue, dass er dieses nicht aktiviert hätte. Diese Art des Hackings, die wesentlich häufiger vorkommt, als direkte Angriffe auf Börsen, zeigt, dass Benutzer vieles verhindern könnten, wenn sie ein höheres Maß an Sicherheitsmaßnahmen treffen würden.

Dash möchte Sicherheit benutzerfreundlich machen

In der Dash-Community herrscht die Meinung vor, dass Konsumenten unterschiedliche Herangehensweisen an das Thema Sicherheit hätten. Dash ist an sich sehr sicher und wird durch ChainLocks noch sicherer und sogar resistent gegenüber 51%-Angriffen werden. Was die Sicherheit auf der individuellen Ebene angeht, so setzt Dash darauf, all jene Funktionen, die zur Sicherheit beitragen, gut sichtbar und benutzerfreundlicher in das Interface zu integrieren. Doch selbst dies ist für viele potenzielle Nutzer noch zu fremd und auch Wiederherstellungsphrasen und ähnliches können für Verwirrung sorgen und Angriffspunkte schaffen.

Wer größere Mengen an Kryptowährungen sicher lagern möchte, der kann sich an Unternehmen, wie z.B. BitGo wenden, welche ein versichertes Halten anbieten. Masternodes können seit dem letzten Update, welches Deterministsiche Masternode-Listen beinhaltete, verschiedene Schlüssel für unterschiedliche Funktionen verwenden. Es ist also möglich jemand anderen die Masternode starten zu lassen oder mit ihr abzustimmen, ohne, dass die 1000 Dash, welche die Masternode decken, in Gefahr geraten würden.