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Das Dash-Netzwerk hat die Leistungsanforderungen für Masternodes erhöht, wodurch mehrere Hundert Nodes, welche die Anforderungen nicht erfüllen konnten, deaktiviert wurden.

In der letzten Woche aktivierte Dash den DKG (Distributed Key Generation) Spork, welcher für die Einführung von Masternode Quoren (LLMQs) von essentieller Bedeutung ist, damit diese effektiv gegen 51%-Angriffe vorgehen können. Nach dem Update müssen Masternodes nicht mehr nur online sein, sondern auch konsistent die geforderten Ressourcen bereitstellen, damit eine effektive Ausführung der verschiedenen Netzwerksdienste gewährleistet werden kann. Für diese Dienstleistungen erhalten die Masternodes zudem eine Score:

„Proof of Service (PoSe) is a scoring system used to determine if a masternode is providing network services in good faith. A number of metrics are involved in the calculation, so it is not possible to game the system by causing masternodes to be PoSe banned for failing to respond to ping requests by e.g. a DDoS attack just prior to payment. Each failure to provide service results in an increase in the PoSe score relative to the maximum score, which is equal to the number of registered masternodes. If the score reaches the number of registered masternodes, a PoSe ban is enacted and the masternode must be repaired to ensure it provides reliable service and registered in the list again using a ProUpServTx. The current scoring rules as of Dash 0.14 are:

  • Failure to participate in DKG= 66% punishment
  • Each subsequent block reduces PoSe score by 1″

Masternodes, die den Anforderungen nicht entsprechen, werden nach einiger Zeit deaktiviert, bis sie so weit verbessert wurden, dass sie ihre Aufgaben wieder aufnehmen können.

95% des Netzwerks erfüllen die strengeren Standards

Auch wenn die Anforderungen erheblich erhöht wurden, so ist doch der weitaus größte Teil des Netzwerks diesen bereits zuvor gerecht geworden. Durch die Implementierung sank die Zahl der Masternodes kurzzeitig von 4945 auf 4704. Ein Teil der Nodes wurde innerhalb weniger Stunden wieder reaktiviert, nachdem die erforderlichen Verbesserungen durchgeführt worden waren.

Die Entwickler hatten zuvor in einem Dokument geschildert, wie die Betreiber der Masternodes bei diesem Upgrade vorzugehen hätten, falls ihre Nodes deaktiviert würden:

„If your masternode fails to provide service to the network in accordance with the current consensus rules, it will receive a Proof of Service Ban. If your masternode is in the POSE_BANNED status, you should check the following settings are configured correctly:

  • Ensure you are running the latest version of Dash
  • Ensure your masternode has sufficient memory, swap, processing power and hard drive space
  • Ensure you are fully synced to the correct blockheight, and that you are on the correct chain and not forked off
  • Ensure that a BLS private key is specified using the masternodeblsprivkey option in the masternode’s dash.conf file
  • Ensure that the BLS private key on the masternode is unique on the network and not shared with any other masternodes
  • Ensure that the BLS private key on the masternode corresponds to the BLS public key registered on the blockchain in the ProRegTx or ProUpRegTx
  • Ensure that the externalip (and port if using testnet) are specified correctly and not blocked by a firewall or port forwarding service
  • Ensure that Sentinel is installed, updated, not exiting with an error and is entered in your crontab to run every 1-2 minutes“

Auch wenn es notwendig ist, dass Masternodes 1000 Dash besitzen müssen, um das Netzwerk resistent gegen Sybil-Attacken zu machen, so erhalten sie ihre Entlohnung nicht für den Besitz, sondern für den Dienst, den sie dem Netzwerk leisten. Bei diesen Entlohnungen handelt es sich also nicht um einen Investitionszins, sondern um eine Aufwandsentschädigung.

Dash-Hashrate erreicht neuen Höchstwert

Nicht nur von der Masternode-Seite her hat sich das Netzwerk durch die neuen Standards verbessert, auch die Hashrate ist gestiegen. Das bisherige Allzeithoch von 3537 Petahash wurde dabei mit 3688 Petahash sehr deutlich übertroffen. Hieraus ergibt sich, dass das Netzwerk auf jeder Ebene sicherer und effektiver wird.

Eine neu implementierte Funktion verspricht die Sicherheit noch weiter zu erhöhen, wenn sie erst einmal aktiviert wird. Hierbei handelt es sich um die sog. ChainLocks, welche durch Version 0.14 ermöglicht werden. Diese sichern das Netzwerk gegenüber 51%-Angriffen und egoistischem Mining ab, da ein Angreifer auch die Kontrolle über eine Mehrheit der Masternodes haben müsste. Dies ist aus verschiedenen Gründen nur schwer vorstellbar, schon alleine weil dies eine Investition von mehreren Millionen, wenn nicht sogar Milliarden US-Dollar voraussetzen würde. Der Vorteil dieses Systems ist, dass die Miner weiterhin ihre nützliche Funktion übernehmen können, während das Ergebnis ihres PoW-Bestrebens durch die Masternodes abgesichert wird.