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Das Unternehmen Seymour Locksmiths akzeptierte seit vier Jahren Bitcoin und später auch Dash. In der ganzen Zeit konnten sie keine einzige Transaktion mit Kryptowährungen verbuchen.

Der Besitzer des Schlüsseldienstes Symour Locksmiths interessiert sich seit September 2014 für Kryptowährungen und wollte sie umgehend in seinen Geschäftsablauf integrieren. Als Grund hierfür nannte er in einem Beitrag, dass „wohl noch sehr wenige Kunden überhaupt Bitcoin besitzen oder mit sich führen würden. Zudem sind Bitcoin für kleinere Zahlungen zu langsam und teuer.“ Er konnte jedoch feststellen, dass im Laufe der Zeit immer mehr Kunden ein Interesse an Kryptowährungen gezeigt hätten, wobei gerade der Boom im Jahr 2017 hier einen Aufschwung gebracht hätte.

Obwohl das Interesse bisher gering war, so plant das Unternehmen doch, weiterhin Bitcoin und Dash zu akzeptieren. Dabei nennt der Beitrag auch verschiedene Gründe, warum andere Unternehmen sich ebenfalls darum bemühen sollten, Kryptowährungen zu akzeptieren:

  • Sie schaffen ein Bewusstsein für Kryptowährungen vor Ort.
  • Sie können zusätzlichen Traffic auf ihre Website holen, indem Sie sich in Händlerverzeichnisse wie Luno eintragen
  • Sie zeigen ihren Kunden, dass Sie ein innovatives Unternehmen sind
  • Bitcoin-Transaktionen können nicht rückgebucht werden

Anreize für eine lokale Krypto-Ökonomie schaffen

Bei Reddit fragte ein Benutzer, ob Seymour Locksmiths bereit wäre, Rabatte zu geben, da viele potenzielle Kryptozahler von der Volatilität und den hohen Gebühren auf den Börsen abgeschreckt würden:

„Momentan bieten wir keine Rabatte an, falls ein Kunde mit Bitcoin bezahlen möchte. Dies würde wohl mehr Verwirrung stiften, als, dass es Nutzen bringen würde, auch wenn wir so Kartengebühren sparen könnten.“

Die geringe Zahl an Transaktionen macht darauf aufmerksam, dass es eine Reihe von Adaptionsbarrieren für Kryptowährungen gibt, besonders, wenn es um Mainstream-Benutzer aus den entwickelten Ländern geht. Kunden interessieren sich vor allem für eine einfach Zahlungsmethode und sie sind eher nicht bereit, etwas Neues zu lernen. Daher sind Kryptowährungen gerade in Ländern wie Kolumbien und Venezuela attraktiv, die nur über eine schwache Zahlungsinfrastruktur verfügen. Dort sind die Vorteile von Peer-to-Peer-Währungen leicht zu erkennen. Wer neue Nutzer in den Industrienationen anlocken möchte, der sollte sich zusätzlicher Anreize bedienen, die die Vorteile deutlicher hervorheben.

Dash arbeitet an einem natürlichen Wachstum

Dash erkennt die Barrieren, die Unternehmen den Eintritt in die Kryptowelt erschweren. Daher finanziert die Treasury der DAO auch das POS-System AnyPay, welches über das DashBack-Programm Kunden einen attraktiven Rabatt gewährt, wenn Zahlungen bei bestimmten Händlern durchgeführt werden. Dies beseitigt zumindest eine Adaptionsbarriere.

Dash beseitigt auch andere Adaptionsbarrieren, indem es z.B. Teams finanziert, die potenzielle Kunden über Dash aufklären und ihnen zeigen, welche Vorteile sie dadurch haben können. In Kolumbien ist in dieser Hinsicht das Dash Invites Programm sehr erfolgreich, in dessen Rahmen lokale Treffen oder auch Konferenzen organisiert werden. Dies trägt dazu bei, mehr Akzeptanzstellen und eine interessierte Kundenbasis zu schaffen. Dadurch wird Dash‘s Präsenz in der Öffentlichkeit gefördert, was die Hemmschwelle senkt, welche weitere potenzielle Händler und Kunden von der Akzeptanz abhält.