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Die Kryptobörse DragonEx aus Singapur hat bekannt gegeben, dass sie Opfer eines Hackangriffs geworden ist. Auch über die Börse Coinbene kursieren ebensolche Gerüchte.

Der Hackangriff auf DragonEx wurde über Telegram bekannt gegeben und es wurde gesagt, dass Kryptowährungen von der Plattform transferiert wurden. Die Betreiber der Seite versuchten zunächst diesen Hackangriff zu vertuschen und nahmen die Seite im Rahmen eines angeblichen Upgrades offline, doch später wurde eine entsprechende Meldung dennoch veröffentlicht. Nachdem sie den Hackangriff zugegeben hatten, bestätigten sie jedoch auch, dass es ihnen gelungen war „einen Teil der Anlagen zurückzuholen und auch für den Rest entsprechende Bemühungen zu unternehmen“. Zudem arbeiten sie mit den Behörden aus Estland, Thailand, Singapur und Hongkong zusammen:

„Wir arbeiten mit der Polizei zusammen, um die Ermittlungen zu unterstützen. Unsere Plattform bleibt geschlossen, bis wir genauere Informationen haben. Für den Verlust tragen wir bei DragonEx die Verantwortung, egal was passiert.“

Auf ähnliche Weise sorgte Coinbene für Aufsehen, als die Plattform eine unerwartete Wartung ankündigte. Dies wurde von vielen Beobachtern als Wiederholung der Strategie gesehen, die auch von DragonEx verwendet worden war. Diese Angst wird dadurch geschürt, dass keine Aus- und Einzahlungen stattfinden und Twitter-Nutzer ungewöhnliche Bewegungen aus den Wallets der Website heraus bemerkt haben:

„CoinBene hat die Wallets der Plattform am 26. März 2019 aktualisiert, um dadurch auf die Bedürfnisse der Nutzer einzugehen. Die Wartung betrifft nur Ein- und Auszahlungen, das tägliche Trading sollte ohne Probleme vonstatten gehen.“

Benutzerguthaben muss verantwortungsvoll behandelt werden

Kryptowährungen sind an sich sehr sicher, da sie nur durch einen 51%-Angriff wirklich beschädigt werden können, was sehr aufwendig und teuer ist, wodurch es kaum einen Gewinn für den Angreifer verspricht. Die Schwachstelle, die von vielen Angreifern jedoch am häufigsten ausgenutzt wird, sind die Börsen, welche die Benutzergelder von einer großen Anzahl an Benutzern lagern und deren Private Keys halten. Wenn diese Plattformen dabei einen Fehler machen, so ist sofort das Geld von einer großen Anzahl an Benutzern auf einmal gefährdet.

Kryptowährungen bieten Nutzern die Möglichkeit finanzielle Unabhängigkeit zu erlangen, sie müssen diese Möglichkeit jedoch auch Nutzen. Wer seine Private Keys selbst kontrolliert, der kann selbst die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen treffen. Wer diese Verantwortung jedoch auslagert, der setzt sich einem Risiko aus, da Kryptobörsen als Honigtöpfe für Hacker gelten. Hierdurch wird klar, warum dezentrale und P2P Börsen wichtig sind. Zu diesen Plattformen zählen z.B. DynX, Bisq, Komodo, DashNearby, Dashous und Wall of Coins. Durch ihre Dezentralität verhindern sie das Entstehen von Honigtöpfen.

Dash will Lösungen gegen die Zentralisierung bieten

Dash möchte seinen Nutzern die Möglichkeit geben, Geld schnell und günstig von Börsen herunter und wieder hinauf zu bewegen, damit sie dort keine großen Summen lagern müssen. Hierdurch wird das Risiko der Nutzer verringert, da sie bei einem Angriff auf eine Börse nicht alles Geld verlieren. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist, dass Dash als digitales Bargeld für den Alltag verwendet werden kann. Daher unterstützt Dash auch verschiedene Teams, die das Ziel verfolgen, die Nutzer darüber aufzuklären, wie sie am besten mit ihrem Geld umgehen sollten.