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Kartennutzer von VISA, MasterCard und anderen Kredit-/Debitkartenunternehmen sollten sich auf Gebührenerhöhung für Händler einstellen, nachdem kürzlich diese Vorhaben von den Kartenunternehmen selbst angekündigt worden sind. Das verdeutlicht für Verbraucher einmal mehr einen der vielen Vorteile von Kryptowährungen gegenüber gewöhnlichen Kredit- oder Debitkarten.

Die den Händlern in Rechnung gestellten Gebühren werden normalerweise in zwei Kategorien unterteilt: zum einen sogenannte Interchange-Gebühren, die der Händler an den Kartenaussteller bzw. die Bank bezahlt und zum anderen Gebühren, die Kartennetzwerke Finanzinstituten für die Abwicklung von Kartenzahlungen für Händler berechnen. Während Händler die Preise für Verbraucher häufig nur um 1% bis 2,5% anhoben, um diese Gebühren zu decken, beliefen sich die Interchange-Gebühren im Jahr 2018 auf 64 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 77% gegenüber 2012 entspricht. Diese und die zahlreichen anderen Gebühren, die die Händler den Kartenunternehmen zahlen müssen setzen sich neben den eigentlichen Einnahmen der Kartenunternehmen auch aus sogenannten „Belohnungszahlungen“ und Bonus-Punkten zusammen, die an die Verbraucher erstattet werden.

Betroffene Händler klagten in der Vergangenheit gegen die Kreditkartenunternehmen mit dem Argument sie würden „gezwungen Swipe-Gebühren zu zahlen und daran gehindert Verbraucher auf andere Zahlungsmethoden aufmerksam zu machen“. Nach zahlreichen Gerichts-Verfahren und Einsprüchen haben VISA, MasterCard und andere sich bereit erklärt, dafür eine Entschädigung in Höhe von 6,2 Milliarden USD an Händler zu zahlen.

Gebühren sind inzwischen zunehmend umstritten

Diese Gebühren führen zu einer zunehmenden Belastung für Händler und damit auch der Verbraucher. Gleichzeitig werden sie mit der Entwicklung neuer Zahlungsmethoden auch zunehmend obsolet. Kryptowährungen senken die Gebühren auf nahezu null, indem sie Peer-to-Peer-Transaktionen ermöglichen. Selbst wenn ein “Vermittler” involviert ist, sind die Gebühren immer noch gering. Dash z. B. berechnet eine Netzgebühr von weniger als 0,0005 USD pro Standardtransaktion, die ständig niedriger wird (derzeit etwa 0,0003 USD). Darüber hinaus wurde die automatische Sofortüberweisung (das sog. “InstantSend”) mit Version 0.13 eingeführt, die Transaktionen mit einer Dauer von unter 2 Sekunden für die gleiche geringe Gebühr ermöglicht.

Verbraucher und Händler können mittlerweile mühelos über Uphold (das direkt in ein Dash-Wallet integriert ist) – in Dash ein- und aussteigen. Dabei werden nur 1,25% Wechselgebühr und 3 USD erhoben, um das Geld von der Plattform abzuheben. Während dies für kleine Transaktionen teuer erscheinen mag, würden Händler weitaus kostengünstiger davon kommen, als bei vielen anderen Dienstleistungen, da sie erst ein paar hundert Dollar mit dem Umtausch und der Umschichtung von Mitteln warten könnten. Darüber hinaus gibt es PoS-Lösungen wie AnyPay, Spark, CoinText, DashText, Salamantex, QR.CR und andere, die ebenfalls eine sehr geringe oder bestenfalls gar keine Gebühr verlangen.

Durch die Nutzung von Kryptowährungen werden sowohl Verbrauchern als auch Händlern zahlreiche weitere Vorteile – neben der Gebühreneinsparung – gewährt: Einer der bemerkenswertesten Vorteile für Händler sind die fehlenden Ausgleichs- und Rückbuchungen. Denn wenn die Kunden rechtmäßige oder unrechtmäßige Zahlungen anfechten, bekommen Händler oft nicht die Kosten für das Produkt vom Kartenverarbeiter erstattet, ganz zu schweigen von den “Bearbeitungsgebühren”, die sie für letztlich “ungültige Transaktionen” selbst zahlen dürfen. Kryptowährungen geben umgekehrt Verbrauchern die volle Verfügungsgewalt über ihr Geld, so dass sie sich nicht sorgen müssen, dass ihr Geld ihrem Konto zum ungünstigsten Zeitpunkt automatisch abgerechnet wird. Eine einfache “Überziehung” bei einer normalen Bank, die nur deshalb zustande kommt, kann für jeden der eng kalkulieren muss und von der Hand in den Mund lebt, verheerende Auswirkungen haben. Der allergrößte Vorteil für Verbraucher und Händler ist aber vielleicht der Schutz der Privatsphäre: der Schutz vor Überwachung und Zensur. Kartenfirmen können bisher jeden Kunden leicht überwachen. Ihren Service möglicherweise für Kunden einstellen bei denen ihnen das gerade opportun erscheint oder bei denen das von einer Regierung “erwünscht” oder erzwungen wird. Diese Vorteile tragen dazu bei, die Kosten-Nutzen-Analyse von Händlern und Verbrauchern zu überdenken, wenn sie sich dem Thema Kryptowährungen zuwenden. Da Kosten im Krypto Bereich weiterhin sinken, wird die Akzeptanz noch schneller zunehmen.

Hürden, die Kryptowährungen überwinden müssen

Wenngleich Kryptowährungen viele Vorteile bieten, kann man nicht leugnen, dass sie noch Probleme mit Volatilität und Benutzerfreundlichkeit haben, was die Massenakzeptanz durch Verbraucher und Händler erschwert. Dash unternimmt jedoch Schritte, um diese Adaptationshindernisse schnell abzubauen: Erstens steht Dash kurz vor dem Release von Evolution und dem Dash Pay-Wallet, was Beides den Umgang mit Kryptowährung insbesondere Dash extrem einfach machen soll, indem es sich an die Kundenerfahrung anpasst, die man bereits bei der Nutzung einfacher Zahlungs-Apps kennt. Zu nennen wären hier insbesondere die Einführung einfacher Benutzernamen statt kryptographischer Zeichenfolgen. Zweitens arbeitet Dash kontinuierlich an der Anbindung von Börsen und betreibt massivst Händlerakquise, was die Liquidität und das alltägliche Nutzungserlebnis verbessert. Da Dash sich weiterhin darauf konzentriert die Benutzerfreundlichkeit im Alltagsgebrauch zu erhöhen wird auch seine Umlaufgeschwindigkeit zunehmen. Dies wird mit dazu beitragen die Volatilität zu senken und in einer positiven Rückkopplung helfen die Massenadaptation zu beschleunigen.

Aus dem Englischen von Moritz Kajdi