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Laut einer anonymen Quelle der Nachrichtenseite Bloomberg wird Fidelity innerhalb der nächsten Wochen mit dem Kryptohandel für institutionelle Kunden beginnen.

Viele Details zu dem Angebot wurden zwar nicht veröffentlicht, doch Bloomberg konnte auf einen E-Mail Kommentar von Arlene Roberts von Fidelity verweisen:

„Wir unterstützen bereits eine ausgewählte Zahl von Kunden auf unserer Plattform. Diese Zahl wollen wir noch ausbauen, genauso wie die Plattform selber, ihren rechtlichen Status und weitere Details. Unser Angebot konzentriert sich momentan auf Bitcoin.“

Im Oktober 2018 war aus dem Fidelity Center for Applied Technology (FCAT) das neue Tochterunternehmen Fidelity Digital Assets hervorgegangen, welches sich vor allem auf die Förderung von Projekten aus den Bereichen künstliche Intelligenz und Blockchain konzentriert. Über dieses Unternehmen bekamen die ersten Kunden von Fidelity einen Zugriff auf Kryptowährungs-Investitionen, während das Unternehmen seine Technologie testen konnte. Mit dem Start von Fidelity Digital Assets wurde zudem angekündigt, dass Anfang 2019 der außerbörsliche Handel sowie Orderrouting für Bitcoin angeboten werden sollten.

Investitionen in Kryptowährungen gewinnen weiter an Bedeutung

Auch wenn der Kryptomarkt weiterhin volatil ist und immer wieder durch Scams, Hacks und Klagen erschüttert wird, so ist Fidelity doch bereits seit 2015 in der neuen Finanzwelt involviert. Das Unternehmen hält z.B. 10% der Anteile an Neptune Dash, einem kanadischen Unternehmen, welches Masternodes betreibt und den Erwerb von Masternode-Anteilen anbietet. Über dieses Unternehmen wird auch der Einstieg von institutionellen Investoren in das Dash-Netzwerk vereinfacht.

Auch andere große Investmentfirmen haben bereits einen Schritt in Richtung Kryptowährungen gewagt. So sagt z.B. auch E*Trade, dass bald der Handel mit Kryptowährungen beginnen wird. Darüber hinaus bieten auch Robinhood und Square Cash ihren Kunden an, Kryptowährungen in ihre traditionellen Portfolios zu integrieren. Kritisch ist jedoch zu betrachten, dass keines dieser Unternehmen seinen Kunden den Zugriff zu den Private Keys der Kryptowährungen gewährt, welche jedoch unerlässlich für den wirklichen Besitz einer digitalen Währung sind.

Dash erzeugt Interesse bei verschiedenen Anlegergruppen

Auch wenn sich die meisten institutionellen Investoren momentan auf Bitcoin konzentrieren, so erhält Dash doch auch immer mehr Aufmerksamkeit von Investoren, die sich mit der zugrundeliegenden Technologie beschäftigen. Zusätzlich zu Fidelity, die 10% der Neptune Dash Aktien halten, hat auch der Treuhandservice BitGo im letzten Jahr Dash in seine Plattform integriert, wodurch es für Investoren erheblich einfacher geworden ist, sicher in Dash zu investieren. Einen positiven Effekt hatte auch der Bericht der Palm Beach Research Group, in welchem Dash bereits zum dritten Mal empfohlen wurde, da man dort bestimmte Projekte des Dash-Netzwerks für sehr erfolgversprechend hält.

Dash erreicht Investoren nicht nur dadurch, dass sie Einheiten der Kryptowährung an Börsen kaufen können, sie können zudem auch über die Masternode-Dienste Neptune Dash und Crowdnode Anteile an einer Masternode erhalten, wodurch sie an deren Block-Rewards beteiligt werden. Dash ist durch seine Schnelligkeit und seine Struktur für Händler und damit auch für langfristige Investoren attraktiv, welche Vertrauen darin haben, dass Verbraucher ein Interesse an digitalem Bargeld entwickeln werden.