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Fidelity Charitable, die Wohltätigkeitsorganisation der Investmentfirma Fidelity hat bekannt gegeben, dass sie, seitdem sie 2015 begonnen haben, Kryptowährungen zu akzeptieren, über $100 Millionen an Krypto-Spenden eingenommen haben.

Auffällig ist dabei, dass die Spenden 2018 gegenüber 2017 sehr stark abgenommen haben, da sie von ca. $69 Millionen auf unter $30 Millionen gefallen sind. Amy Pirozzolo, Marketingleiterin von Fidelity Charitable, sprach jedoch davon, dass diese Zahlen nicht überraschend wären: „Während eines Bärenmarktes ist es wesentlich weniger wahrscheinlich, dass Investoren ihre Wertanlagen für wohltätige Zwecke spenden.“ Dies hängt auch damit zusammen, dass Nutzer ihre Kapitalertragssteuern senken können, wenn sie eine Spende tätigen. Pirozzolo äußerte sich positiv darüber, da so die Investoren wie auch die Wohltätigkeitsorganisation und deren Projekte von diesen Steuervorteilen profitieren könnten, was allen zugute kommen würde.

Kryptowährungen für wohltätige Zwecke nutzbar machen

Wohltätigkeitsorganisationen können sehr stark von Kryptowährungen profitieren, da Gebühren, die bei Kreditkarten und anderen zentralisierten Zahlungsdienstleistern anfallen, bei Kryptowährungen nicht existieren. Zudem kann ein Betrugsversuch über eine öffentliche Blockchain wesentlich besser aufgedeckt werden. In der Vergangenheit kam es häufig zu Situationen, in denen Wohltätigkeitsorganisationen mehrere Millionen an Spendengeldern veruntreut haben.

Ein Problem, das nicht unbeachtet gelassen werden darf, ist die Tatsache, dass Zahlungsanbieter und Regierungen die Empfänger von Spenden zensieren können, wodurch diese keine weiteren Gelder bekommen und bisherige Gelder eventuell sogar zurückgehalten werden können. Ein bekanntes Beispiel ist die Organisation WikiLeaks, die schon sehr lange Spenden in Bitcoin akzeptiert. In ihrem Shop wurden sie sogar durch ihren Zahlungsdienstleister BitPay zensiert, was dazu geführt hat, dass sie verschiedene Kryptowährungen, unter denen sich auch Dash befindet, mit Hilfe des Anbieters Coinpayments akzeptieren.

Wo Dash als Zahlungsmittel für Spenden genutzt wird

Unter allen Kryptowährungen ist Dash besonders gut für Zahlungen geeignet, da diese bereits nach einer Sekunde sicher sind, wiederverwendet werden können und zudem weniger als den Zehnten Teil eines Cents kosten. Als Beweis, was unter diesen Voraussetzungen möglich ist, hat DashText ein Charity System geschaffen, das Geld automatisch aufteilt und an verschiedene Projekte sendet, die dadurch wohltätige Aktionen finanzieren. Hierzu zählt z.B. das Pilotprojekt an der San Antonio Schule in Caracas, an der über 100 Schüler regelmäßig Geld bekommen, um damit ihre Mahlzeiten zu bezahlen, die sie sich sonst nicht leisten könnten.

Über Fidelity sei noch gesagt, dass sie einen Anteil von 15% an Neptune Dash halten, einem Unternehmen, dessen Geschäftsmodell hauptsächlich darauf beruht, Dash Masternodes zu betreiben.