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Laut Aussagen der People’s Bank of China (PBoC) denkt die Organisation über offiziell sanktionierte Kryptowährungen nach.

Noch vor einem Jahr hatte die PBoC strengere Richtlinien in Bezug auf Bitcoin und andere Kryptowährungs-Projekte verabschiedet. Diese Entscheidungen wirkten sich auf das gesamte Blockchain-Ökosystem aus. Schon allein die Hohe Bevölkerungszahl des Landes sorgt dafür, dass der chinesische Markt eine wichtige Rolle einnimmt.

Ist dies Chinas Antwort auf die Facebook-Währung?

Facebook veröffentlichte im Juni ein Whitepaper für eine eigene Kryptowährung, die sog. Libra. Die Kryptowährung soll bis Mitte 2020 eingeführt werden und dazu dienen, dass die über 2 Milliarden Nutzer damit auf der Plattform interagieren können.

Kurz nach dieser Veröffentlichung erschien ein Bericht der PBoC, die ein ähnliches Projekt starten möchte. Der zeitliche Zusammenhang deutet darauf hin, dass es sich hierbei um ein Gegenprojekt handelt, da Facebooks Währung eine Gefahr für die chinesische Geldpolitik und die finanzielle Souveränität des kommunistischen Regimes darstellen könnte.

Sollte China dieses Projekt wie geplant durchziehen, so besteht die Chance, dass WeChat, die Social Media Plattform von Tencent, die auch als Messanger sehr beliebt ist, für dieses Projekt die ideale Grundlage darstellen könnte.

Momentan verwenden jeden Monat 1,1 Milliarden Menschen WeChat, wobei diese Zahl als realistischer anzusehen ist, als die Zahl der registrierten Facebook-Nutzer. Im Blick auf die Nutzerbasis ist WeChat also ein starker Konkurrent für Facebook, was noch dadurch verstärkt wird, dass es die wichtigste Plattform für die chinesische Bevölkerung ist.

WhatsApp Pay kommt noch Indien und befeuert den Wettbewerb unter Zahlungs-Apps

Facebook hat bereits angekündigt eine eigene Kryptowährung zu starten, WeChat könnte bald folgen und WhatsApp, das ebenfalls zu Facebook gehört, scheint durch WhatsApp Pay seine eigene Zahlungsfunktion zu bekommen. Es ist deutlich, dass sich die Welt momentan in Richtung Zahlungs-Apps bewegt und dieser Bewegung muss Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Laut Berichten soll WhatsApp Pay bald in Indien starten. Dort verwenden ca. 350 Millionen bis 450 Millionen Menschen WhatsApp, was als bedeutende Zielgruppe einzuschätzen ist.

Dash kompatibel mit Messangern wie Telegram und traditionellen SMS

Dash ist selbst mit einer immer beliebteren Messanger App kompatibel, da es mehrere Möglichkeiten gibt, um Dash über Telegram zu versenden. Außerdem können nun auch Nutzer in den USA und Spanien Dash per SMS versenden.

Diese Lösung wurde besonders für die Länder Venezuela und Kolumbien entwickelt und wird nun auch für Länder mit einer hohen Zahl an Auslandsüberweisungen angeboten. Telegram ist in Südamerika so beliebt wie WeChat in China, wobei es gerade in Venezuela von Bedeutung ist. Außerdem ist es eine Plattform, die sehr offen für Kryptowährungen ist.

Lorenzo Rey, der CTO und Mitbegründer von DashText, sprach davon, dass sein Service besonders wichtig für Menschen sei, die kein oder nur ein altes Smartphone besitzen, da sie keine Apps installieren müssen, wenn sie Dash senden, lagern oder erhalten wollen.

Diese Sichtweise ist in Einklang mit der Philosophie hinter Dash, die sich darauf konzentriert, von der Menschen überall auf der Welt als alltägliche Zahlungsmethode verwendet zu werden.

Kryptowährungen sind für die meisten Menschen noch immer nicht zugänglich, da ihnen die Benutzerfreundlichkeit für den Einstieg in den Mainstream fehlt. Sollten wirklich Zahlungsmethoden in Messanger eingebunden werden, so wird dies eine signifikante Konkurrenz darstellen.

Dash ist in diesem Bereich nicht nur eines der führenden Projekte in dieser Region, es bereitet sich zudem darauf vor, in neue Bereiche zu expandieren. Über DashText können nun auch Nutzer aus den USA und Spanien per Telegram und per SMS Dash versenden, ohne, dass sie dafür eine zusätzliche App installieren müssten.