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Der europäische Anonymisierungservice Bestmixer.io, der seit Mai 2018 etwa $200 Millionen anonymisiert hat (ca. 27000 Bitcoin), wurde am 22. Mai von Europol geschlossen.

Die niederländische Finanzbehörde FIOD beschlagnahmte die Server von Bestmixer und erhob den Vorwurf, dass das Unternehmen Beihilfe zur Geldwäsche und zu illegalen Finanzierungen geleistet hätte. Die Website wurde durch eine Warnmeldung von Europol und FIOD ersetzt, welche den Grund für die Beschlagnahmung deutlich darlegt und die ehemaligen Nutzer mit Strafverfolgung bedroht. In Großbuchstaben stehen dort die Worte „DU BIST NICHT ANONYM.“ geschrieben.

Europol hat in einer Pressemeldung verlauten lassen, dass die IP-Adressen, Transaktionsdetails, Bitcoin-Adressen und Nachrichten der Nutzer gesammelt wurden, welche nun durch Europol analysiert werden und auch an die Behörden anderer Staaten weitergegeben werden.

Mixer erzeugen mehr Probleme als sie lösen

Auch wenn Mixer immer beliebter werden, so setzen sie ihre Nutzer doch häufig einer enormen Gefahr aus, die sich aufgrund von Analyse-Diensten oft nicht einmal lohnt. Die Anonymität geht verloren, sobald die entsprechenden Adressen mit der realen Identität verbunden werden können, selbst wenn es sich dabei nur um hohe Wahrscheinlichkeiten handelt. Als sicherere Tools haben sich hingegen Wasabi Wallet für Bitcoin und Cash Shuffle für Bitcoin Cash erwiesen. Diese helfen ihren Nutzern dabei, ein höheres Maß an Anonymität zu erlangen, indem ihre Guthaben mit denen anderer Nutzer vermischt werden. Doch auch diese Dienste leiden darunter, dass es zentrale Server gibt, deren Verwendung Vertrauen in die Ehrlichkeit der Betreiber voraussetzt.

Die US-amerikanische Behörde DEA sprach davon, dass es Möglichkeiten gäbe, gemixte Kryptowährungen zurückzuverfolgen, falls diese für kriminelle Aktivitäten verwendet werden. Immer mehr Unternehmen forschen im Bereich der Blockchain-Analyse, um ihre Ergebnisse an Regierungen und interessierte Individuen zu verkaufen. Wie viele Transaktionen mit Kryptowährungen letztlich für illegale Zwecke verwendet werden, scheint jedoch weiterhin widersprüchlich zu sein, wobei von diesem Faktor die Notwendigkeit analytischer Bestrebungen abhängen würde.

Dash hat den Schutz der Privatsphäre in den Code integriert

Dash-Benutzer müssen sich nicht auf Dritte einlassen, wenn sie ihre Privatsphäre schützen wollen, da die Funktion PrivateSend in den Code integriert ist. Dash ermöglicht seinen Nutzern zudem mehrere Mischrunden statt nur einer einzigen zu verwenden. Das dezentrale Masternode-Netzwerk macht das Mischen sicherer, da das Geld nicht von zentralen Servern kontrolliert wird und die Wallet der Nutzer auch nicht verlässt.

Seit Version 0.13 ist PrivateSend wesentlich effektiver, da die Zahl der Standardrunden auf 4 erhöht wurde und die Zahl der Maximalrunden auf 16. Zudem gibt es jetzt die zusätzliche Denomination 0.001, was die Kosten von PrivateSend erheblich senkt. Im Wettbewerb der Kryptowährungen hat Dash also gezeigt, dass es durch eine große Zahl an Entwicklungen, welche die Effizienz des Netzwerks erhöhen, Punkten kann.