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Zwei Berichten zufolge haben die großen Finanzdienstleister E*Trade und TD AmeriTrade Kryptowährungen in ihren Unternehmensablauf integriert.

Der Bericht, dass E*Trade sich auf diesen Schritt vorbereiten würde, entstammte einer anonymen Quelle, die dabei von „Bitcoin, Ethereum und zukünftig noch weiteren“ sprach. E*Trade bedient momentan fast 5 Millionen Kunden und verwaltet einen Margenbestand von etwa $9,6 Milliarden und ein Gesamtvermögen von $65 Milliarden. Hierdurch könnte das Unternehmen zu einem ernsthaften Spieler im Kryptoraum werden und sich neben den momentanen Marktführern Coinbase und Robinhood einreihen.

Ein Tweet, der von einem Trader gepostet wurde, erwähnte, dass TD Ameritrade seinen Nutzern den Handel mit Kryptowährungen ermöglichen wollen würde. Hierfür will TD Ameritrade wohl mit ErisX zusammenarbeiten, denn es gibt die berechtigte Annahme, dass die Abkürzung USD:CRERX für „Crypto Exchanged Erisx“ steht. Als der Trader den Kundensupport hierzu anschrieb, gab dieser jedoch zu verstehen, dass noch keine offiziellen Informationen dazu herausgegeben würden.

Institutionelle Investoren und ihre Haltung zu Kryptowährungen

Viele Banken und andere Institutionen haben sich auf Kryptowährungen zubewegt. Dies steht in scharfen Kontrast zur Aussage Jamie Dimons, des CEO von JP Morgan, der sagte er würde alle Mitarbeiter feuern, die mit Kryptowährungen handeln würden. Mittlerweile will JP Morgan eine eigene digitale Währung herausbringen, diese jedoch nur an andere Institutionen ausgeben. In der Ankündigung hierzu gab JP Morgan zu verlauten, dass die Institution an die Blockchain-Technologie glaubt und ein Interesse an gut regulierten Kryptowährungen hat. Hierdurch wird deutlich, dass die alte Finanzwelt ein Interesse an der neuen Technologie hat, aber nur solange sie sie kontrolliert und nicht, wenn diese dezentral verwaltet wird.

Anbieter wie Robinhood haben es sich hingegen zur Aufgabe gemacht, auf die Interessen der Kleinanleger einzugehen und damit das Finanzsystem nicht nur den großen Institutionen zu überlassen. Robinhood operiert jedoch ähnlich wie Square und gibt den Nutzern nicht die Möglichkeit, ihre Kryptowährungen abzubuchen und an eine Wallet zu senden, zu der sie die Private Keys haben. Doch wer seine Keys nicht selber hält, der besitzt seine Kryptowährungen nicht wirklich und kann nicht unabhängig von einer Handelsplattform operieren, wie dies eigentlich dem Wesen dieser dezentralen Währungen entsprechen würde. Plattformen, bei denen es nur um Trading geht, tragen also nichts dazu bei, die Verwendung von alternativen Geld im echten Leben voranzutreiben, wenn man einmal von der effektiveren Preisfindung durch höhere Liquidität absieht.

Dash erfährt Interesse durch institutionelle Investoren

Zwar haben E*Trade und TD AmeriTrade nicht erwähnt, ob sie auch ein Interesse an Dash haben, doch andere große Investoren haben eben dieses bereits in die Tat umgesetzt. Fidelity war die erste der großen Institutionen, die sich für Kryptowährungen interessierte und hält momentan zudem 10% der Anteile an Neptune Dash, einem Masternode-Unternehmen. Durch Neptune Dash ist auch die indirekte Investition in Dash einfacher geworden, da die Aktien des Unternehmens an europäischen, kanadischen und US-amerikanischen Börsen gehandelt werden. Hierdurch wird auch der Zugang zu Masternodes erleichtert und wichtige Bildungsveranstaltungen werden an interessierte Investoren herangetragen.