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Ein Unternehmen, welches Krypto-Automaten aufstellt, wurde 112-Mal Opfer eines sog. DoubleSpend-Angriffes. Die betroffenen Automaten sind über ganz Kanada verteilt und befinden sich in Toronto, Montreal, Ottawa, Winnipeg und Hamilton.

Zu den Angriffen, die im September 2018 durchgeführt worden waren, wurden mittlerweile 4 Verdächtige ermittelt. Insgesamt wurden dabei Bitcoin im Wert von $198000 entwendet. Hierdurch zeigt sich, welche Nachteile das Akzeptieren von 0-Conf Transaktionen mit sich bringen kann, aber auch warum viele Händler nicht auf sechs Bestätigungen auf der Blockchain warten wollen, da dies mindestens eine Stunde dauert. Wer darauf verzichtet, eine endgültige Bestätigung abzuwarten, der kann Opfer eines Angriffes werden, bei dem die erste Transaktion durch eine zweite mit höheren Transaktionsgebühren überschrieben wird.

DoubleSpend-Angriffe finden nur selten statt, da es schwierig ist, die Kosten, die für den Angreifer entstehen, im Alltag oder im E-Commerce zu rechtfertigen. Wenn es jedoch um einen Krypto-ATM geht, so kann dieser leichter das lohnende Opfer eines derartigen Angriffes werden

Händler suchen nach Lösungen

Wer Produkte aus den höheren Preissegmenten verkauft oder sich prinzipiell absichern möchte, der wird sich keinen DoubleSpend-Angriffen aussetzen wollen. Ein Restaurantbesitzer kann auf das Eintreffen einer Bestätigung bestehen, da es dem Kunden kaum Umstände bereiten wird, sich weiterhin im Restaurant aufzuhalten. Stammkunden können hiervon zusätzlich ausgenommen werden, da der Besitzer weiß, dass sie ihn wahrscheinlich nicht hintergehen werden. Anders ist dies jedoch, wenn es um Autohäuser, oder Elektronikfachgeschäfte geht, deren Produkte nur selten gekauft werden und sehr teuer sind. Wer derartige Produkte verkauft, sollte sich genau überlegen, welches Risiko er tragen möchte. Das Warten auf Bestätigungen kann auf verschiedene Arten und Weisen geschehen und es ist hierbei nicht unbedingt notwendig, dass der Kunde an der Kasse stehen bleibt, doch gewisse Vorsichtsmaßnahmen sollten durchaus getroffen werden.

Nullbestätigungen sind mit Kreditkartenrückbuchungen zu vergleichen, durch die Händler regelmäßig Umsatzeinbußen einstecken müssen. Rückbungen sind zwar meistens rückgängig machbar, doch dieser Vorgang kann mit einem hohen Aufwand und gewissen Kosten verbunden sein, die der Händler nur ungern tragen möchte. Hierbei wird jedoch deutlich, dass der Wechsel von Kreditkarten hin zu Kryptowährungen, die DoubleSpend ausgesetzt sind, kaum einen Fortschritt mit sich bringt, wobei Kreditkartenrückbungen wesentlich später noch auftreten können, statt nur in einem Zeitfenster von 10 Minuten.

Dash bietet InstantSend als Lösung an

Die Lösung, die Dash für dieses Problem bietet, nennt sich InstantSend. Transaktionen werden in weniger als zwei Sekunden und für weniger als einen Cent sofort bestätigt, wodurch ein DoubleSpend unmöglich wird. Hierzu greift InstantSend auf das Masternode-Netzwerk zurück, wobei die Funktion seit Version 13.0 automatisch aktiviert wird. Somit eignet sich die Lösung perfekt für jede Art von Geschäft, vom Imbiss bis zum Autohändler. InstantSend ist eine sehr wichtige Funktion, wenn Dash sich als schnelles, günstiges, sicheres, dezentrales und alltagstaugliches Zahlungsmittel etablieren möchte.