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In den vergangenen Wochen haben sich die Vertreter von acht Staaten getroffen, um die Idee einer staatlichen Kryptowährung zu besprechen, durch die es möglich wäre, die von den USA verhängten Sanktionen in ihrer Wirkung einzuschränken.

Hierzu zitierte die Teheran Times einen Verantwortlichen der Trade Promotion Organization (TPO), Mohammad-Reza Modoudi, laut dem Vertreter aus „der Schweiz, Südafrika, Frankreich, England, Russland, Österreich, Deutschland und Bosnien-Herzegowina“ in den Iran gereist wären, um die Gespräche zu dem Thema zu vertiefen:

„Der Iran möchte einen neuen Weg gehen, durch den internationale Geldtransfers auch ohne Zustimmung der USA möglich werden sollen. Hierbei wurde von den Vertretern der acht Länder auch das Thema Kryptowährungen angesprochen.“

Diese Gespräche über Kryptowährungen finden statt, nachdem die Vereinigten Staaten 2018 die iranischen Sanktionen wieder verschärft hatten, nachdem diese 2015 im Zuge des Iran-Deals aufgehoben worden waren. Es existieren bereits Gerüchte, dass der Iran dieses Projekt auf einer FinTech-Konferenz in Teheran bereits im Februar in Grundzügen präsentieren könnte.

Kryptowährungen ermöglichen Unabhängigkeit

Sollte der Iran sich tatsächlich zur Schaffung einer eigenen Kryptowährung entschließen, so würde dieser Schritt dem der venezolanischen Regierung entsprechen, welche mit dem Petro ebenfalls eine eigene Währung herausgebracht hat. Die Grundidee von Kryptowährungen ist es, dem Einzelnen finanzielle Freiheit zu bieten, doch die neuere Entwicklung deutet immer mehr darauf hin, dass dies genau so gut auch auf Staaten anwendbar ist, wenn diese z.B. unter Sanktionen leiden, durch die das Verwenden von internationalen Zahlungsanbietern, wie z.B. SWIFT nicht mehr möglich ist. Im Prinzip besteht für diese Länder noch nicht einmal die Notwendigkeit, derartige Kryptowährungen selbst zu schaffen, da sie ebenso auf bereits existierende zurückgreifen könnten, was aber ihrem Anspruch auf Kontrolle zuwiderlaufen würde.

In der Praxis scheinen staatliche Kryptowährungen nicht sonderlich erfolgreich gewesen zu sein, wie z.B. der Petro zeigt. Zudem sind diese Projekte nicht Open Source, wodurch das Vertrauen in die Sicherheit des Systems geschwächt wird. So scheint auch das Verwenden der Petro Wallet für die meisten Nutzer zu unsicher. Dies ist natürlich nicht zwangsläufig so und irgendein Staat wird auch die erste funktionierende Kryptowährung schaffen, doch der momentane Haupteffekt dieser Entwicklung ist es, dass mehr Menschen auf richtige Kryptowährungen aufmerksam werden, die durch die Schaffung der staatlichen Währung legitimiert werden. In der islamischen Welt kommt noch hinzu, dass Kryptowährungen halal sein müssen, was in der Öffentlichkeit groß diskutiert wird. Sobald es zu diesem Thema positive Aussagen von religiösen Führern gibt, sorgt dies auch für eine Verstärkung der dortigen Entwicklung des Krypto-Ökosystems.

Dash möchte den einzelnen Menschen erreichen

Die Kryptowährung Dash hat es sich zum Ziel gemacht eine zuverlässige Währung zu sein, die von Menschen in Krisensituationen verwendet werden kann. Das bekannteste Beispiel ist hierfür die Größe, die Dash bereits in Venezuela erreicht hat, einem Land, welches unter Hyperinflation leidet. Für diesen Erfolg spricht auch, dass der Petro technologisch eine Fork des Dash Codes ist. Zusätzlich wird Dash auch von Personen verwendet, in deren wirtschaftlichem Kontext es erheblich Vorteile mit sich bringen kann, wie etwa Menschen ohne Bankkonten oder Urlauber.

Daneben ist es Dash auch gelungen eine weltweite Community aufzubauen, die durch die Governance der Dash DAO zusammengehalten wird. Durch dieses System kann sich Dash sicher sein, dass es sich in eine Richtung entwickelt, die an den finanziellen Bedürfnissen des Menschen ausgerichtet ist.