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Der chinesische Online-Marktplatz Bibo hat Dash in seine Liste akzeptierter Kryptowährungen aufgenommen.

Die Plattform Bibo Market gibt es bereits seit 2017 und ihr Markenzeichen ist es, dass sie nur Kryptowährungen als Zahlungsmethode akzeptiert. Momentan operiert das Unternehmen nur in China, doch es gibt bereits Pläne, dass noch in diesem Jahr eine Expansion stattfinden soll. Rafael Raj, der CEO von Bibo Market, sprach davon, dass sie Dash aufgrund der Community und der effizienten Zahlungen hinzugefügt hätten:

„Auf Bibo Market akzeptieren wir nur Kryptowährungen. Wir wollen eine globale Plattform für den E-Commerce sein, die die Verbreitung von Kryptowährungen weiter vorantreibt. Dash ist die führende monetäre Kryptowährung und bietet viele erweiterte Funktionen an, die für unsere Kunden und unsere Plattform von Nutzen sind. Da wir Kryptowährungen weiter verbreiten wollen, richten wir unser Augenmerk momentan auf Südamerika, wo Dash eine besonders wichtige Rolle spielt.“

Um die Plattform zu verwenden, müssen Nutzer Geld auf die Bibo Exchange einzahlen und können dann darüber einkaufen. Bald werden jedoch auch direkte Kryptozahlungen eingeführt werden. Neben Dash werden noch 6 weitere Kryptowährungen akzeptiert.

Chinas außergewöhnliche Rolle in der Kryptowelt

Raj sprach davon, dass China lange Zeit eine führende Rolle in der Kryptowelt eingenommen hätte, wobei der Schwerpunkt auf dem Mining lag. Zahlungen mit Kryptowährungen konnten in China bisher jedoch kaum Akzeptanz erfahren:

„Die restriktive Politik der chinesischen Regierung führt dazu, dass Kryptowährungen kaum im Alltag präsent sind. Die Zahl der Menschen, die Kryptowährungen besitzen und auch verwenden, wächst jedoch ständig. Ich würde sagen, dass Japan, Korea und sogar Thailand der Volksrepublik China weit voraus sind, wenn es um die gesellschaftliche Offenheit gegenüber Kryptowährungen geht, doch aus der Vergangenheit können wir lernen, dass die Regierung sehr schnell ihren Kurs wechseln kann, was regulatorische Ansätze angeht. Viele Chinesen agieren zudem in rechtlichen Grauzonen, die das Weiterbestehen von Krypto-Projekten ermöglichen.“

China war über Jahre hinweg das wichtigste Land für Krypto-Mining, doch seit den Gerüchten über ein Verbot des Minings im Jahre 2017 hat es seine führende Rolle eingebüßt. Dies wurde durch eine ähnliche Verbotspanik in den letzten Monaten noch weiter verstärkt. Diesmal scheint die Drohung jedoch auf einem wahrscheinlicheren Fundament zu ruhen.

Kryptowährungen passen perfekt zu einem globalen Handelssystem

Laut Raj eigenen sich Kryptowährungen sehr gut für Zahlungen von einem Land ins andere und für Nutzer, die keinen Zugang zu einem Bankkonto haben:

„Durch ihre grenzenlose Natur sind Kryptowährungen ideal für Zahlungen, bei denen die verschiedenen Seiten in unterschiedlichen Jurisdiktionen sitzen. Kryptowährungen zeigen im weltweiten Zahlungsverkehr eine Stärke, die auf nationalen Plattformen nicht zu 100% deutlich wird. Außerdem sind Kryptowährungen für Nutzer ohne Bankkonto von Bedeutung, falls diese online einkaufen möchten. Auch Communities, die einen eigenen Token verwenden, sind sehr interessant für viele Menschen. Ein Einstieg in die Welt der Kryptowährungen stellt z.B. auch das Diversifizieren des eigenen Vermögens dar. Wer schon Kryptowährungen besitzt, der bezahlt auch gerne mit ihnen, statt sie an einer Börse verkaufen zu müssen, um vom Gewinn zu profitieren.“

Dash wird weltweit von fast 5000 Händlern akzeptiert. Diese werden auf DiscoverDash gelistet und stellen eine Mischung aus Online-Shops (z.B. Overstock und CheapAir) und Einzelhändlern (vor allem in New Hampshire, Venezuela und Kolumbien) dar. Da Dash durch InstantSend automatisch Transaktionen erzeugt, die sofort bestätigt werden, eignet es sich nun sogar besser für den Einzelhandel als jede andere Kryptowährung und auch das Einkaufserlebnis im Internet hat sich verbessert.