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DashText, die Wallet, mit der man Kryptowährungen per SMS versenden kann, testet momentan die Integration von Telegram und WhatsApp in ihren Service.

In Venezuela ist Telegram die zweitbeliebteste Messanger-App, direkt nach WhatsApp. Für die Teilnahme an dem Beta-Test ist ein grundlegendes Verständnis der spanischen Sprache notwendig, da sie momentan die einzige unterstützte Sprache darstellt. Die Teilnahme an der Beta ist zwar weltweit möglich, doch das fertige Produkt ist ganz klar auf den lateinamerikanischen Markt zugeschnitten. Während der Telegram-Test bereits läuft, werden weitere Details zum WhatsApp-Test erst noch bekannt gegeben.

Lorenzo Rey von Dash Text sprach davon, dass das Projekt immer noch hauptsächlich auf die SMS-Überweisung von Dash nach Venezuela setzen würde. Da viele Menschen in der entwickelten Welt jedoch kaum noch SMS benutzen, war es ein logischer Schritt auch alternative Möglichkeiten anzubieten. Durch die Integration in Telegram und WhatsApp geht DashText auf Menschen zu, die zwar ein Smartphone besitzen, dieses jedoch nicht die Voraussetzungen für eine richtige Wallet erfüllt:

„Unser Dienst soll vor allem für Überweisungen nach Venezuela verwendet werden, weswegen wir neben SMS auch beliebte Chat-Apps anbieten wollen. Außerhalb von Venezuela hat fast jeder ein Smartphone, wodurch wir diesen Nutzern ein benutzerfreundlicheres User-Interface zur Verfügung stellen können, welches sie über die Apps bedienen, die sie sowieso jeden Tag zum Chatten benutzen.“

Ein größeres Angebot schaffen

Das lateinamerikanische Land Venezuela war im letzten Jahr häufig Gegenstand internationaler Berichterstattung gewesen, da die Hyperinflation einen neuen Höchstwert erreicht hatte. In den letzten Wochen fand zudem die Grenzschließung hin zu Brasilien und Kolumbien viel Beachtung. Das Team hinter DashText hatte bereits früh erkannt, dass ein Projekt wie Dash den Menschen sehr stark helfen kann, da es trotz den Chaos einwandfrei funktioniert und den Menschen finanzielle Freiheit bietet:

„Der Alltag in Caracas hat sich nicht sehr stark verändert. Auch wenn einmal im Monat eine Demonstration in der Hauptstadt stattfindet, sind doch hauptsächlich nur die Grenzen von den extremsten Formen der Krise betroffen. Klar sind die Augen der ganzen Welt auf diese Situation gerichtet, doch währenddessen brauchen die einfachen Menschen praktische Lösungen, die ihnen bei der Bewältigung ihres Alltags helfen.“

DashText ist nicht der einzige Dienst, der eine entsprechende Lösung anbietet, in anderen Ländern operiert z.B. der Anbieter CoinText, über den Transaktionen in Dash und Bitcoin Cash ausgeführt werden können. Auch in anderen Ländern als Venezuela ist ein derartiger Service wichtig, da nicht nur dort bis zu 60% der Bevölkerung über kein Smartphone verfügen. Durch DashText und CoinText kann jeder auf digitales Bargeld zugreifen und sieht sich dabei nur minimalsten Kosten gegenüber.

Die digitale Evolution analysieren

Dash konzentriert sich bei der Einführung von Kryptowährungen unter anderem auf den lateinamerikanischen Raum, da die dortige wirtschaftliche Infrastruktur am meisten von Dash profitieren kann. Daher befindet sich auch die größte lokale Konzentration an Unternehmen, die Dash akzeptieren, in Venezuela, wobei auch Kolumbien und Brasilien immer wichtiger werden. Dash finanziert dazu diverse Community-Projekte, arbeitet aber auch mit dem Telefon-Hersteller Kripto Mobile zusammen, der seine Geräte mit vorinstallierter Dash Wallet, Uphold, Bitrefill, DiscoverDash und einer aufgeladenen Paper-Wallet ausliefert. Diese Smartphones sind sehr simpel und kosten daher weniger als $100, wodurch es sich auch für Nutzer in den betroffenen Ländern eignet. All diese Initiativen zielen darauf ab, dem Einzelnen ein Maximum an finanzieller Freiheit zu bieten und einen Umstieg von Fiat- auf Kryptowährungen so einfach wie möglich zu gestalten.