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Im Oktober gab Alt Thirty Six bekannt, exklusiv mit Dash zusammenzuarbeiten. Diese Partnerschaft ist seitdem das Aushängeschild für Dashs Rolle als Zahlungssystem, das die Grenzen der alten Bankenwelt überwinden kann. Diese Rolle wird gerade dadurch bekräftigt, dass das erste Ziel der Plattform die legale Cannabis-Industrie ist, die besonders unter Problemen mit dem Bankensystem leidet.

Dash Force News hatte die Möglichkeit mit Ken Ramirez, dem CEO von Alt Thirty Six, detailliert über die Plattform, das Erscheinungsdatum und weitere Pläne für 2018 zu sprechen. Zusätzlich dazu hat Alt Thirty Six ein erstes Promotionsvideo Dash Force News exklusiv zur Verfügung gestellt.

Dash Force News: Alt Thirty Six wurde als Zahlungssystem für die Cannabis-Industrie beworben. Ist dies der einzige Zweck der Plattform?

Ken Ramirez: Nein. Alt Thirty Six wurde als Plattform designed, die von Händlern aller Art verwendet werden kann, wenn sie digitale Währungen akzeptieren wollen. Unser primäres Ziel ist es, dass breite Bevölkerungsschichten Dash als Zahlungsmittel verwenden können. Aus drei Gründen war jedoch die Cannabis-Industrie der Punkt, an dem wir am besten anknüpfen konnten:

  • Beschränkter oder gar kein Zugang zu US-Banken und Finanzdienstleistern;
  • Gemischte Demographie der Cannabisnutzer;
  • Wachsende $20-Milliarden-Industrie, die vor allem Cash verwendet.

Auch wenn Cannabis unser primärer Anknüpfungspunkt ist, so ist unsere Plattform doch ungebunden und wir befinden uns in Gesprächen mit Händlern aus verschiedenen Industrien: Bars und Restaurants, Fluggesellschaften, Warenhäuser, Inkassobüros, Reklameagenturen und Online-Shops.

Welche zusätzlichen Funktionen werden in die Plattform integriert?

KR: Eine Transaktion durchzuführen ist nur eine der Funktionen unserer Plattform. Unser Ziel ist es Händlern eine App zur Verfügung zu stellen, die es erlaubt Dash effizient und innerhalb der rechtlichen Vorgaben zu akzeptieren. Wenn ein Händler, Verkäufer, Lieferant oder Kunde sich auf unserer Plattform anmeldet, dann erhält er sofortigen Zugang zu folgenden Funktionen:

  • Digitale Wallet
  • Exchange Account
  • Bankkonto
  • automatische Steuerberechnung (Kapitalertrag und -verlust)
  • Risikobewertung jeder Wallet in Echtzeit
  • ausführliche AML/KYC-Funktionen
  • Tools zur Berichtserzeugung
  • Administratives Portal mit interaktivem Dashboard
  • Tools zur Nutzerverwaltung
  • virtuelles POS
  • Onlinehandel und Zahlungen per mobiler App

Wenn ein Händler sich bei unserem System anmeldet, dann bieten wir ihm die Möglichkeit seine Verkäufer und Zulieferer direkt auf unser Portal einzuladen. Auf die gleiche Art und Weise kann auch ein Zulieferer oder Verkäufer einen Händler einladen, wodurch Transaktionen innerhalb der gesamten Versorgungskette möglich sind.

Eine der größten Schwierigkeiten vor denen Kryptowährungen stehen ist die Integration in Systeme zur Buchhaltung und Gehaltsverwaltung, wobei gerade steuerliche Fragen schwierig sind. Gibt es bei Alt36 einen Plan, wie mit diesem Problem umgegangen werden kann? Was ist mit bereits existierender Point-of-Sale Hardware und Software, die bereits von Händlern verwendet wird?

KR: Wir haben Steuererfassung bereits in unsere Plattform integriert und wir werden auch Kompatibilität mit den populärsten Buchhaltungsprogrammen ermöglichen. Je nachdem was unsere Kunden verlangen, werden dies Quickbooks, Xero, Netsuite und Freshbooks sein. In die nächste Version unserer Software werden wir Rechnungen und Gehaltszahlungen für Angestellte und Vertragspartner integrieren.

Für bestehende POS-Anbieter haben wir eine JSON RESTful API (wie bei Stripe) entwickelt und wir testen gerade die Integration. Momentan befinden sich in unserer Warteschlange 10 ISV-Partner. Wenn wir unsere Tests abgeschlossen haben, wird es wohl nicht mehr als zwei Wochen dauern, bis unsere ersten ISV-Partner mit der Integration beginnen können.

Da wir bereits über Gesetze gesprochen haben: Kryptowährungen und Cannabis zu kombinieren scheint wie eine Ehe aus der Hölle zu sein, wenn es um gesetzliche Bestimmungen geht. Wird dies ein Problem für Alt36 sein?

KR: Wenn es um Gesetze zu Kryptowährungen und Cannabis geht, so investieren wir sehr viele Ressourcen, damit wir sicher sein können, dass wir und besonders unsere Händler, alle Tools zur Verfügung gestellt bekommen, damit die gesetzlichen Bestimmungen erfüllt werden können. Händler, die Kryptowährungen akzeptieren, müssen sichergehen, dass sie alle Kapitalgewinne und -verluste in ihren Steuererklärungen angeben. Ohne das entsprechende Wissen und die nötigen Ressourcen kann sich dies als extrem schwierig für den Händler erweisen. Am Ende des Jahres stellen wir den Händlern ein vollständig ausgefülltes IRS-Steuerformular zur Verfügung.

Für Cannabishändler sind die Regulationen vonseiten der Bundesregierung noch weitergehend. Wir haben ein vollständiges AML/KYC Programm (über 100 Seiten) entwickelt und wir arbeiten mit FinCEN und Landesgesetzgebern zusammen, damit wir sichergehen können, dass wir mit Landes- und Bundesgesetzen in Übereinstimmung handeln. Zudem ist einer unserer Berater der führende Anwalt für Cannabis-Fragen und mit seiner Hilfe sind wir in der Lage den gesetzlichen Vorgaben der einzelnen Bundesstaaten zu folgen.

Wann soll die Plattform veröffentlicht werden? Wann wird die Plattform für die Mehrheit der Händler geöffnet werden, die Dash als Zahlungsmittel akzeptieren wollen?

KR: Wir testen gerade die ersten Integrationen. Momentan haben wir 10 ISV-Partner, die nacheinander integriert werden sollen. Wenn unsere Tests in 2 Wochen abgeschlossen sind, werden die ersten ISV-Partner mit der Integration beginnen. Die beiden ersten ISV-Partner sind CannTrade und ein weiterer, der noch in einer Pressemitteilung bekannt gegeben wird. Dadurch werden über 1000 Cannabis-Händler, Lieferanten und Verkäufer Zugang zu unserer Plattform erhalten. Sobald wir das Gefühl haben, dass unsere Plattform den Anforderungen einer wachsenden Nutzerzahl gerecht wird, werden wir die API öffentlich nutzbar machen.

Wie viele Händler werden Dash anfangs hypothetisch verwenden können? Wie viele werden es am Jahresende sein oder wie viele wünscht ihr euch zumindest?

KR: Sobald unsere ISV-Partner die Integration abgeschlossen und getestet haben, werden wir damit anfangen Händler an Bord zu holen. Die Integration von CannTrade wird es über 400 Cannabis-Händlern, Lieferanten und Verkäufern in Kalifornien und Arizona erlauben Dash über die B2B-Plattform zu akzeptieren. Jeder Kunde von CannTrade wird automatisch einen Account auf Alt Thirty Six erhalten. Der zweite ISV-Partner wird dies mehr als 1000 zusätzlichen Händlern erlauben.

Das Alt Thirty Six Team besteht momentan aus 11 Vollzeitangestellten, 12 Beratern und 17 Ingenieuren, wobei die Zahl bis Juli 2018 auf über 50 Vollzeitangestellte erhöht werden soll. Die 10 ISV-Partner, mit denen wir zusammenarbeiten werden, verschaffen uns den Zugang zu über 4000 Cannabishändlern mit ungefähr 5-10 Millionen Patienten und Kunden. Die einzelnen Partnerschaften werden in unseren nächsten Pressemitteilungen und Netzwerkupdates bekannt gegeben.

Wir arbeiten an einer neuen Internetseite, welche die momentanen Produktangebote, das Alt Thirty Six Team und die Registration für Product36 präsentieren wird. Wir sind begeistert über die Hilfsbereitschaft des Netzwerkes und unserer Partner, die wir während der gesamten Projektdauer erfahren haben. Wir werden Dash weiterhin exklusiv akzeptieren und denken, dass unsere Produkte die Akzeptanz von Dash steigern werden.