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Dash 12.2 wurde gestern veröffentlicht. Durch dieses Updaten wird die Blockgröße erhöht und die Gebühren werden gesenkt. Zur gleichen Zeit wurde von Segwit2x die Erhöhung der Bitcoin-Blockgröße abgesagt.

Neben einigen kleineren Änderungen bietet 12.2 wichtige Neuerungen, durch die Dash auch weiterhin von einer wachsenden Nutzerbasis als effiziente Währung für den Alltag verwendet werden kann. Dash Core verkündete das Upgrade am 07.11 und empfahl den Nutzern die Software so schnell wie möglich zu upgraden.

Laut Ryan Taylor zielen die Änderung darauf ab Dashs Verwendbarkeit für alltägliche Zahlungen aufrechtzuerhalten:

„Als zahlungsorientiertes Netzwerk glauben wir, dass niedrige Transaktionsgebühren für den langfristigen Erfolg ein Muss sind. Hohe Transaktionsgebühren sind gleichsam negativ für Kunden und Konsumenten. Nutzer anderer Netzwerke haben aus erster Hand erfahren was passiert, wenn die Gebühren steigen und davon vor allem alltägliche Transaktion betroffen sind. Interaktionen von geringem finanziellen Wert, wie etwa der Erwerb von Prepaidkarten werden so vom Markt gedrängt. 12.2 beweist, dass Dash Core ein Netzwerk will, das schnell, leistungsstark, sicher, günstig und benutzerfreundlich ist. Wichtig ist auch, dass Dash durch 12.2 beweist, dass unsere Skalierungs-Roadmap begehbar ist und Nutzern, die an niedrigen Kosten interessiert sind, entgegen kommt. Dash wird still und leise zu dem Netzwerk, das Bitcoin einst versprach zu sein.“

Dashs Blockgröße wurde auf 2 MB erhöht, Gebühren um 90% gesenkt und PrivateSend verbessert
Das 12.2 Update beinhaltet eine Vielzahl an Änderungen und Verbesserungen, wobei vor allem jene, die sich auf Skalierbarkeit und Benutzerfreundlichkeit beziehen, besonders erwähnenswert sind. Erstens verdoppelt die Steigerung der Blockgröße auf 2 MB den Speicherplatz auf der Blockchain. Da Dash 4x so viele Blöcke wie Bitcoin produziert ist die Blockgröße 8x so groß wie die von Bitcoin und genauso groß wie die von Bitcoin Cash. Dies bedeutet, dass Dash ein Transaktionsvolumen vom 8-fachen der Bitcoin Blockchain unterstützen könnte, bevor es auf Probleme stoßen würde. Die nächsten Schritte der Roadmap stellen einen langfristigen Skalierungsplan da, durch den Blöcke von 400 MB Größe oder mehr möglich sein sollen.

Das Zweite ist die Reduktion der Gebühren um 90%. Dash weist bereits jetzt mit nur 3 Cent pro Transaktion eine der niedrigsten Gebühren der Top Kryptowährungen auf. Nun sollen die Gebühren von 0,0001 Dash pro normaler Transaktion und 0,001 Dash pro InstandSend Transaktion auf 0,00001 bzw. 0,0001 reduziert werden. Dadurch bleiben Transaktionen selbst dann noch bezahlbar, wenn sich der Marktwert von Dash deutlich erhöhen sollte. Und zu guter Letzt wurde auch PrivatSend verbessert, wodurch Guthaben einfacher gemixt werden können und die Anonymisierung effizienter wird.

Dash skaliert und wird benutzerfreundlicher während Bitcoins Skalierungsversuch scheitert

Zur gleichen Zeit nimmt die Chance ab, dass Bitcoin kurzfristige Skalierungsmöglichkeiten ausprobiert. Das Segwit2x Upgrade, welches von Repräsentanten des Netzwerkes mit viel Hashpower unterstützt worden war, sollte Segwit mit einer 2 MB Blockgröße verbinden. Doch wegen lautstarker Opposition gegenüber größeren Blöcken wurde das Projekt diese Woche von seinen Hauptvertretern aufgegeben. Dadurch wird sich an der 1 MB Blockgröße in näherer Zukunft nichts ändern.

Die Masternodes des Dash-Netzwerkes waren bereits Anfang 2016 dazu aufgerufen worden über eine Erhöhung der Blockgröße abzustimmen, da das Thema bereits damals im ganzen Kryptoversum heiß diskutiert worden war. Das Netzwerk stimmte mit großer Mehrheit dafür und 2 Jahre später wurde die Abstimmung als erster Schritt des Evolution Updates in die Tat umgesetzt, auch wenn Dash bisher noch nicht auf Skalierungsprobleme gestoßen ist. Laut Taylor entspricht dies einer langfristigen Strategie, da Skalierungsproblemen gelöst werden sollten bevor sie auftreten:

„Lösungen für Skalierungsprobleme zu entwickeln braucht Zeit. Im Bereich digitaler Währungen wachsen Transaktionsvolumen sehr schnell an, weswegen man immer einen Schritt vorausgeplant haben sollte. Wir arbeiten mit Unternehmen zusammen die darauf vertrauen, dass wir ihnen ein hohes Transaktionsvolumen zur Verfügung stellen können, daher wollen wir ihnen dies auch schon beweisen, bevor es nötig wird. Neben dem Wachstum unseres eigenen Netzwerkes kann es auch sein, dass das Bitcoin Wachstum unser Netzwerk weiter auslasten wird. Wenn dies geschieht wäre unser Netzwerk auf einmal einer stark steigenden Nachfrage ausgesetzt. Aus diesem Grund ist es klug, wenn die Kapazitäten immer den Bedürfnissen einen Schritt voraus sind, statt, dass wir auf ein Problem warten, um es erst dann zu lösen.“