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Die Dash-Entwickler haben eine neue Version der Dash-Wallet für iOS- und Android-Geräte herausgebracht, bei der auch die Veröffentlichung von v0.13 berücksichtigt wurde.

Zu den wichtigsten Änderungen zählen das Erkennen von automatischen InstantSend-Transaktionen, speziellen Transaktionen, deterministischen Masternodelisten und anderer Neuerungen. Quamtumexplorer, der Leiter des mobilen Entwicklerteams, sprach mit uns darüber, was dieses Update im Einzelnen mit sich bringt:

„BLS-Signaturen, spezielle Transaktionen, deterministische Masternodelisten, und automatischer InstantSend werden nun von den mobilen Geräten erkannt. Die einzige Funktion, die bereits jetzt eine Rolle spielt, ist der automatische InstantSend, doch für die anderen Bereiche mussten wir durch das Update  Vorarbeit leisten, da SPV-Clients in Zukunft auf erweiterte Funktionen zugreifen können (DIP4).“

Neben diesen grundsätzlichen Verbesserungen, wurde auch die API angepasst, über welche der Preis angezeigt wird, sodass iOS- und Android-Geräte in Zukunft nicht mehr so weit auseinanderliegen sollten, was bisher bei manchen Nutzern zu Unstimmigkeiten geführt hat. Die Preise verwenden nun zudem die gleiche Quelle wie das POS-System Spark, welches von vielen Händlern verwendet wird. Daneben wurde auch der Fingerabdruckscanner in die Wallet integriert, was von einigen Nutzern als benutzerfreundlich empfunden wird, da nun nicht mehr jedes Mal die PIN eingegeben werden muss. Sam Barbosa, einer der Entwickler der Android Wallet, wies zudem darauf hin, dass „Support E-Mails nun an einen Verantwortlichen beim Dash Core Team gesendet werden, wodurch die Entwickler entlastet würden, die diese E-Mails bisher bekommen hatten.“ Dies soll auch die Support-Erfahrungen der Nutzer verbessern.

Ein Bug beim Uphold-Login wurde gefixt, der manche Nutzer bisher davon abgehalten hatte Dash über Uphold zu erwerben. Barbosa äußerte sich auch zu diesem Punkt:

„Uphold verwendet einen WebView, über den die Benutzerauthentifizierung stattfindet. Dabei wurde jedoch ein Link angezeigt, der den Nutzer dazu zwang die Wallet zu verlassen, was zu Fehlern im Anmeldeprozess führen konnte. Wir haben uns nun dafür entschieden benutzerdefinierte Registerkarten über Chrome oder den jeweiligen Standardbrowser für den Anmeldeprozess zu verwenden.“

Dash Wallets auf die Zukunft vorbereiten

Zu den weiteren Aspekten, die Quantumexplorer angesprochen hatte, zählt auch, dass mit der neuen Version v0.13 früher oder später auch Aufgaben durchgeführt werden können, die bisher nur über die Desktop Wallet möglich waren, wie z.B. PrivateSend. Hierzu muss allerdings noch verfeinert werden, bis dies möglich ist und vom Endverbraucher genutzt werden kann.

„Alle Funktionen der Dash Core Wallet können auch von den SPV-Wallets übernommen werden, doch hierzu ist noch einiges an Integrationsaufwand notwendig. Zunächst einmal richten wir unser Augenmerk auf Dashpay, die Wallet, welche alle Funktionen von Evolution in sich vereinen soll. Deswegen arbeiten wir momentan an Kontaktlisten und Benutzernamen, die auf der Blockchain gespeichert werden sollen. Zudem möchten wir die Benutzeroberfläche der beiden mobilen Wallets für iOS und Android aneinander angleichen.“

Desweiteren sprach Quantumexplorer auch davon, dass es nun mit der iOS Wallet möglich sei zwischen Mainnet und Testnet zu wechseln, da das Multi-Chain-Framework der neuen Version dies nun erlauben würde:

„Bisher konnte die Wallet nur ein einziges Konto unterstützen. Dies war notwendig aufgrund des logischen Aufbaus der App. Nun befindet sich die Logik jedoch in einem neuen Framework, welches wir DashSync-iOS genannt haben und welches von uns in den letzten 8 Monaten entwickelt wurde. Dieses Framework kann beliebig viele Ableitungspfade haben und daher auch auf Mainnet und Testnet laufen. Gleichzeitig wird eine geringe Verbesserung der Resync-Dauer zu sehen sein, wobei dieses Update noch nicht in voller Weise zur Geltung kommen kann, da wir uns dazu entschlossen haben die Wallet frühzeitig herauszubringen, da wir die anderen Funktionen für besonders wichtig erachten.“

In Zukunft sollen weitere Verbesserungen durch das Team durchgeführt werden, da sie die Apps massentauglich machen wollen.

Dash ist bereits heute eine der am einfachsten zu verwendenden Kryptowährungen

Die Dash-Entwickler haben bereits frühzeitig erkannt, dass eine Kryptowährung einfach zu bedienen sein muss, wenn sie Massenakzeptanz erreichen möchte. Aus diesem Grund haben Evolution und die DashPay App momentan die höchste Priorität für die Entwickler, doch auch die bisherigen mobilen Wallet Apps müssen hierfür verbessert werden. Einer der größten Fortschritte ist hierbei die Integration von Uphold in die App, da hierdurch Dash direkt erworben werden kann. Auch automatisches InstantSend und vielleicht auch bald mobiles PrivateSend sind wichtig, damit dieser Grad an Akzeptanz erreicht werden kann und dies auch für den Durchschnittsnutzer, der keine Full Node betreiben möchte. Dash sieht seine Konkurrenz aus diesem Grund auch vor allem in den alten Zahlungsdienstleistern der traditionellen Finanzwelt, deren Apps von den Nutzern nicht wie eine Kryptowährungs-Wallet studiert werden müssen.