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Das Entwicklerteam der Dash Core Group hat die ersten Repositorien zu Dash Evolution veröffentlicht. Diese waren bisher im Privaten entwickelt worden und können nun von jedem eingesehen werden.

Zu den veröffentlichten Repositorien gehören die dezentralisierte API (DAPI) und Dash Drive, welche zusammen mit der DashPay Wallet das Kernstück von Evolution bilden. Der Code wurde nun veröffentlicht, da das Team der Ansicht war, dass er reif dafür sei, für Open-Source-Zwecke untersucht zu werden. Der Code wurde in Bündeln veröffentlicht und laut Nathan Marley, dem stellvertretenden CTO der Dash Core Group, waren alle Bündel bis Ende März veröffentlicht worden:
„Das gesamte Entwicklerteam freut sich, dass wir unserer Community den Code nun präsentieren können. Ich bin stolz auf alles, was wir in den letzten Jahren erreicht haben und möchte mich bei unserem Team und der Community für die Unterstützung bedanken, da nur diese Unterstützung es möglich gemacht hat. Dies war ein absolutes Teamprojekt, welches ohne reibungslose Zusammenarbeit aller Seiten nicht funktioniert hätte.“

Insgesamt waren es 51 Repositorien, die auf diese Weise zur Verfügung gestellt wurden, so Agnew Pickens, der eine Statistik zu den Veröffentlichungen erstellt hatte. Diese Veröffentlichung ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg hin zu Dash Evolution, welches Dash zur benutzerfreundlichsten und vielseitigsten Kryptowährung machen soll.

Die Entwicklung von Kryptowährungsprojekten braucht ihre Zeit

Der Dash Core Group wurde immer wieder vorgehalten, dass sie die selbstgesetzten Fristen zur Veröffentlichung von Evolution nicht eingehalten hätte. Da es allerdings das Ziel ist ein Kryptowährungsprojekt zu schaffen, das das höchste Maß an Benutzerfreundlichkeit bietet, schreckten die Entwickler vor der Veröffentlichung eines unfertigen Produktes zurück. Hinzu kam, dass zu Beginn die Zeit unterschätzt worden war, die die Umsetzung des ambitionierten Projektes, das Evan Duffield, der Gründer von Dash, ins Leben gerufen hatte. Bob Carroll sagte hierzu:

„Das eigentliche Ausmaß der notwendigen Entwicklungsarbeit wurde offensichtlich, als wir die Entwürfe zu den einzelnen DIPs erstellten. Diese zeigten den notwendigen Grad an Komplexität an. Evolution hatte sich also in der ausformulierten Version als komplexer erwiesen, als ursprünglich angenommen worden war.“

Es gibt viele, die auch den Ansatz von Dash kritisiert haben, Evolution im privaten Bereich zu entwickeln, doch dies geschah, um sicherzustellen, dass der Code gut genug entwickelt wurde, bevor er Open Source gemacht wurde, um den größten Mehrwert für die Nutzer zu bieten und sicherzustellen, dass Dash immer noch einen Wettbewerbsvorteil hatte, sobald der Code für jeden frei verfügbar war. Zusätzlich haben viele zu Unrecht Dash Core als ein nicht aktives Entwicklungsteam eingestuft, da ihre Untersuchungsmethode lediglich öffentliche GitHub-Repositorien betrachtet hat. Dies führte zu einer Verzerrung der Daten zu Dash, da zu diesem Zeitpunkt viele der Repositorien von Dash noch privat waren oder zur Effizienzsteigerung in Bündeln freigegeben und modifiziert wurden. Mit Blick auf vergangene Kommentare, wie diesen von Bob Carroll, hat Dash seine Versprechen, den Code zu veröffentlichen, eingehalten, und hat somit ein positives Zeichen gesetzt, dass Dash seine Versprechen auch weiterhin einhalten wird.

    „Es ist keine effektive Methode, den Fortschritt durch GitHub Commits zu messen. Am Ende werden wir den Aufwand teilen, der in den Aufbau von Evolution gesteckt wurde. Um die Sichtbarkeit zu erhöhen, befinden sich alle grundlegenden Elemente von Evolution, einschließlich des gesamten 0.13-Release, in öffentlichen C++-Repositorien. Weitere Elemente wie das Layer-2-Protokoll, die dezentrale API und die dezentrale Speicherkomponente sind in Javascript geschrieben und werden in Kürze veröffentlicht.“

Dash hat eine gewisse Zeit investiert, um sicherzustellen, dass der Code, der freigegeben wird, auch als Open-Source und lange vor einer Netzwerkfreigabe, der Qualität entspricht, die die Dash-Community erwartet.

Wie wird Dash Evolution die Welt der Kryptowährung verändern?

Dash’s Gründer erkannte, dass viele Kryptowährungen über beeindruckende Technologien verfügten, doch es fehlte ihnen die Benutzerfreundlichkeit, die sie auf die nächste Stufe bringen würde. Daher kam ihm Evolution in den Sinn, so dass Dash nicht nur die Infrastruktur für schnellen, günstigen und sicheren Peer-to-Peer-Digitaltransfer besitzen würde, sondern auch einfach und unkompliziert von alltäglichen Verbrauchern bedient werden könnte.

Dies soll durch Verbesserungen wie Blockchain-Benutzernamen und Kontaktlisten erreicht werden, damit Verbraucher mit leicht erkennbaren Namen und nicht mit alphanumerischen Zeichenketten umgehen müssen. Zudem soll eine Infrastruktur für dezentrale Apps (DApps) geschaffen werden, damit sich eine Community entwickeln kann, die dezentrale Programme aufbaut, die dem Einzelnen dabei helfen, ein besseres und entspannteres Leben zu führen. DApps sind auch auf anderen Blockchains zu sehen, doch Dash kann noch mehr bieten, da es bereits als Geld von Händlern auf der ganzen Welt akzeptiert wird. Die Nutzer anderer DApp-Plattformen müssen sich bei Tätigkeiten außerhalb der Plattform um den Wechsel in eine brauchbare Währung bemühen. Ungeachtet der Verzögerungen und Kritikpunkte rückt Dash der Veröffentlichung von Evolution immer näher und die Veröffentlichung von weiteren Code Repositorien ist noch ein weiteres positives Zeichen.