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Dash Dash-Netzwerk hat durch den letzten Stresstest einen neuen Weltrekord an Transaktionen unter den Kryptowährungen, die auf Bitcoin basieren, aufgestellt. Selbst der letzte BCH-Stresstest wurde hierdurch übertroffen.

Der Stresstest, der am 11. November stattfand wurde von Delta Engine, dem Unternehmen hinter MyDashWallet organisiert. Dabei wurden verschiedene bisherige Rekorde gebrochen, wobei der Test letztendlich 3 Millionen Transaktionen innerhalb von 24 Stunden verbuchen konnte. Damit überschritt er nicht nur den Höchststand für Dash von 464000, sondern sogar den Bitcoin Cash September-Rekord von 2,1 Millionen.

Vorhergehende Forschungen der Arizona State University sprachen davon, dass Dash relativ einfach auf das Niveau der Zahlungsplattform PayPal skalieren könnte. Dieser Stresstest zeigt nun auch in der Praxis auf, dass Dash ein Zehnfaches der Bitcoin-Transaktionen verarbeiten kann und sich daher auf dem besten Weg befindet, ein massentaugliches Zahlungsmittel zu werden.

Die Leistung des Dash-Netzwerks wurde durch den Test nicht beeinträchtigt

Die plötzlich gestiegene Zahl an Transaktionen konnte vom Dash-Netzwerk ohne Probleme verarbeitet werden. Laut BitInfoCharts stieg die mediane Transaktionsgebühr nie über 0,0003€ und auch die durchschnittliche Transaktionsgebühr lag im gleichen Bereich. Der Mempool, also die Zahl der unbestätigten Transaktionen, erreichte ein neues Hoch von fast 31000 Transaktionen, die auf die Bestätigung durch einen Block warteten.

Laut Benjamin Nitschke, dem Chef von DeltaEngine, kam es durch den Test zu einigen Ausfällen, die jedoch nicht das Gesamtnetzwerk beeinträchtigten:

„Die Rechenleistung der Nodes, die wir verwendeten überstieg zu keinem Zeitpunkt die 2%-Marke und es stellte für uns kein Problem dar, die 500 MB an zusätzlichen Blockdaten herunterzuladen. Manche Masternodes und Explorer zeigten sich dem zusätzlichen Speicherplatz nicht gewachsen und manche Nutzer meldeten eine höhere Belastung, die wir jedoch bei keiner Node selbst beobachten konnten.“
Die Zahl der verwaisten Blöcke stieg in diesen 24 Stunden auf 6, was eine Erhöhung vom bisherigen Durchschnitt von einem Tag mit zwei verwaisten Blöcken in 1-2 Wochen bedeutet. Dieser Wert ist jedoch erst seit der Implementierung der Kompaktblöcke so gering. Ende 2017 wurden an einem Tag sogar 54 verwaiste Blöcke und im August 2016 sogar 286 gemessen. Die Zahl der Masternodes sank während des Testes um 68, also 1,4%, da deren veraltete Hardware die Transaktionszahl nicht mittragen konnte.

Um sicherzustellen, dass Masternodes jederzeit verfügbar sind, werden diese mit 45% der Block Rewards für die Anschaffung leistungsfähiger Hardware entschädigt. Daher werden ausfallende Nodes, die also demonstrieren, dass ihre Hardware nicht den Anforderungen entspricht, an das Ende der Warteschlange gesetzt. Somit wird sichergestellt, dass zu jedem Zeitpunkt möglichst viele Schnittstellen im Netzwerk bestehen.

On-Chain-Skalierungen sind massentauglich

Das Ziel dieser Stresstests, ist es zu zeigen, dass Blockchain-basierte Zahlungsmöglichkeiten auch in der Praxis eine Zukunftstauglichkeit aufweisen. Potenzielle Benutzer und Unternehmen können durch derartige Tests auf die Existenz und Tauglichkeit von Dash aufmerksam gemacht werden, da die Kryptowährung hierdurch demonstriert, dass sie aus den Skalierungsproblemen anderer Kryptowährungen gelernt hat.

Momentan akzeptieren über 4000 Händler auf der ganzen Welt Dash. Bei der momentanen Blockgröße könnte das Zehnfache dieser Händler am Tag 75 Zahlungen erhalten, ohne, dass das Netzwerk beeinträchtigt würde. Dies beweist die Massentauglichkeit der Kryptowährung Dash.