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Die Dash Core Group (DCG) hat weitere Informationen zu den neuen Funktionen der Dash-Plattform veröffentlicht, welche auf der Dash DAPI und dem Dash Drive aufbauen werden.

Die Dash Core Group möchte das Netzwerk auf Protokoll-Ebene aufrüsten, die benutzerfreundlichste Kryptowallet schaffen und die dazugehörigen Backend-Dienste anbieten:

„Um die Entwicklung der neuen Wallet und vieler anderer Anwendungsmöglichkeiten zu fördern, arbeitet die DCG an einer Plattform, die auf dem Masternode-Netzwerk und der Dash-Blockchain fußt. Zu den Komponenten dieser Plattform zählen Dash Drive und die DAPI, welche es Entwicklern erleichtern, ihre Anwendungen in das Dash-Netzwerk zu integrieren. Die Plattform wird zunächst als „Database as a Service“ operieren, die Data-Contracts dazu verwendet, benutzerdefinierte Datenstrukturen für verschiedene Anwendungen festzusetzen. Diese Daten werden über das Masternode-Netzwerk gespeichert und über die Blockchain verifiziert.“

Dana Alibrandi, PO der Dash Core Group, sprach davon, dass Dash Drive und die DAPI in Node.js geschrieben wurden und mit der Veröffentlichung von Version 1.0 freigeschaltet werden. Die Plattform wird nach dieser Veröffentlichung noch weiterentwickelt werden, wodurch zukünftig auch noch andere Funktionen hinzugefügt werden können.

Zwei Teile eines Gesamtkonzepts

Durch Dash Drive können Entwickler Data-Contracts erstellen, welche die Datenstrukturen ihrer Anwendung definieren, so wie dies auch bei Datenbankschemas für MongoDB möglich ist. Benutzerdaten können somit validiert und gegenüber dem Contract verifiziert werden, wobei die Änderung des Zustands über Dash Drive abgespeichert wird. Das Masternode-Netzwerk speichert diese Daten und erhebt eine entsprechende Gebühr, die auf der Dauer der Operationen Lesen, Schreiben und Lagerung aufbaut. Um zu überprüfen, ob einzelne Masternodes ihrer Aufgabe nachkommen, wird der „PoSe (Proof-of-Service)-Algorithmus aktualisiert.

Alibrandi sprach außerdem darüber, dass alle Datensätze sehr transparent sind, da Drive einen sehr einfachen Zugang bieten würde. Die Daten der Nutzer sind zudem sehr sicher, da diese selbst bei Ausfällen einzelner Schnittstellen über eine MongoDB-Instanz gespeichert werden, wobei die Zustandsübergänge über IPFS weitergeleitet und gespeichert werden.

Die Dash DAPI stellt eine dezentrale API dar, über die Anwendungen in die Dash-Plattform integriert werden können:

„Die DAPI ist eine HTTP-API mit JSON-RPC Endpunkten. Über diese Endpunkte können Entwickler Anwendungsdaten über Drive senden und abrufen sowie über die Blockchain abfragen und sich über eine entwicklerfreundliche Insight-Oberfläche anzeigen lassen. Die DAPI ermöglicht Entwicklern die gleichen Vorteile wie eine Full Node, ohne, dass sie den Kosten- und Wartungsaufwand tragen müssten.“

Die Entwickler zahlen variable Gebühren, wodurch Trittbrettfahrerprobleme gelöst werden können, die in P2P-Netzwerken immer dann auftreten, wenn jemand ein zu hohes Maß an Ressourcen für sich beansprucht. Die DAPI verfügt zudem über mehrere Instanzen, wodurch sie robuster ist als traditionelle APIs, die durch einen Single Point of Failure ausgeschaltet werden können.

Dash für zukünftige Entwicklungen offen halten

Das Hauptziel der Kryptowährung Dash ist es, digitales Bargeld für den Alltag zu sein. Hierzu muss Dash einfach zu benutzen sein, weswegen reibungslose Schnittstellen wie Dash Drive und die DAPI eine große Rolle spielen werden. Durch die Funktion können jedoch auch andere Anwendungsmöglichkeiten gefunden werden, wie z.B. „Chain-of-Custody, Digital Rights Management, Supply Chain, Property Records und Audit Management“. Für die Zukunft untersucht die Dash Core Group zusätzlich Funktionen, wie z.B. Objektspeicherung, Datentrigger, Sharding, Entwicklertools und Frameworks und Off-Network State Transition Storage auf ihre Realisierbarkeit, da diese das Netzwerk erheblich verbessern könnten.

Hierbei ist jedoch zu bedenken, dass DCG nur eine der Entwicklergruppen ist, die durch die Dash Treasury finanziert werden. Das volle Potenzial kann nur realisiert werden, wenn viele unabhängige Entwickler sich daran setzen ihre eigenen Visionen zu verwirklichen. Positiv zu sehen ist daher auch, dass sich der ehemalige DCG-Entwickler Andy Freer dazu entschieden hat das Core Team zu verlassen, um sich auf die Entwicklung von DApps zu konzentrieren. Daneben gibt es auch noch das Unternehmen Medicinal Genomics, welches in der Cannabisforschung aktiv ist und auf die Veröffentlichung von Dash Drive wartet, um es für die eigenen Zwecke verwenden zu können.