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Die Dash Investment Foundation, die zu dem Zweck gegründet wurde, um die Dash DAO Treasury um Anteile an Projekten zu ergänzen, hat die Wahl für die Besetzung der Aufsichtspositionen abgeschlossen.

Die Inhaber der Aufsichtspositionen sind für die konkrete Vorgehensweise der Dash Investment Foundation verantwortlich, so Fernando Gutierrez, CMO der Dash Core Group. Insgesamt übernehmen sechs Personen diese Aufgabe, wobei die Direktoren Experten aus dem Investmentbereich sind. Aufgrund dieser Situation wurden in diesem Jahr nur vier der sechs Positionen per Wahl besetzt. Die Gewinner dieser Wahl sind:

  • Amanda Johnson — Amanda B. Johnson
  • Michael Lewis — walter
  • Jan Heinrich Meyer — essra
  • Hytham Abdel-Karim — Unchained

„Durch die DIF kann die Dash DAO in Projekte investieren, die einen Mehrwert für das Dash-Ökosystem haben. Bevor es die DIF gab, mussten wir darauf vertrauen, dass entsprechende Unternehmen so operieren, wie wir es von ihnen erwarten. Daher ist diese Entwicklung ein wichtiger Schritt und wir hoffen, dass wir das Beste daraus machen können, während wir in dieses Neuland vorstoßen. Dies ist die erste dezentrale Stiftung ohne Mitglieder und Eigentümer.“

Unchained, einer der Gewählten, fasste hiermit die Bedeutung der DIF zusammen; sie ermöglicht dem Netzwerk Eigenkapital in Projekte zu investieren, statt diesen nur Zuschüsse über die DAO Treasury zu gewähren und dabei hoffen zu müssen, dass die Zuschüsse vorteilhaft für die Entwicklung des Netzwerks sind.

Aufbau des Netzwerks diversifizieren

Dash hat es geschafft ein kritisches Problem des Kryptosektors zu lösen, welches sich auf dezentrale Finanzierungsmöglichkeiten bezieht. Kryptowährungen werden in den meisten Fällen von Freiwilligen, Stiftungen oder per Crowdfunding weiterentwickelt. Das Problem hierbei ist, dass derartige Ansätze äußeren Bedingungen unterliegen, die sich auch entgegen dem Interesse des Netzwerks entwickeln können. Die Dash DAO Treasury sah sich deswegen jedoch neuen Problemen gegenüber, da sie Betrügern, die sich gut verkaufen konnten, oder Personen, die der Aufgabe nicht gewachsen waren, Geld zur Verfügung gestellt hat, ohne, dass sie eine Möglichkeit hatte, die Versprechungen rechtlich abzusichern. Dieses Problem wird durch die DIF auf eine dezentrale Art und Weise gelöst. Dezentral deshalb, da die Aufsichtspositionen vom Netzwerk per Wahl besetzt werden und jederzeit abgerufen werden können.

„Die DIF kann in zweierlei Hinsicht eine Schlüsselrolle bei der Stärkung der Dash-Infrastruktur spielen. Zum einen kann das Netzwerk somit in bereits bestehende Krypto-Unternehmen investieren, es kann jedoch auch andere Unternehmen aus der Fintech-Industrie dazu bewegen zur Infrastruktur beizutragen. Stellen wir uns z.B. ein Startup vor, das eine DApp über Dash Platform aufbaut und sich dabei selbst im Besitz des dezentralen Netzwerks befindet. Dies möchte ich der europäischen Fintech-Industrie näher bringen und ich glaube, dass das Netzwerk davon profitieren wird: Transaktionen, Adaption und Wertsteigerung.“

Essra, der ebenfalls gewählt wurde, betonte die Tatsache, dass die DIF es dem Netzwerk ermöglicht solide Projekte für sich zu gewinnen, indem es in sie investiert, was langfristig einen erheblichen Nutzen für das Netzwerk mit sich bringt. Dies erinnert an die Aussagen des Monero-Entwicklers Fluffypony, der betonte, dass Finanzierungen auch für externe Parteien bedeutend sind, wenn eine Massenadaption geschaffen werden soll.

Walter, der ebenfalls gewählt wurde, sprach davon, welche Rolle die DIF langfristig für die Finanzierung von Projekten bedeuten könnte, die dem Netzwerk nützen:

„Die Gründung der Dash Investment Foundation ist ein Meilenstein für das Dash-Netzwerk. Die Treasury der DAO kann nun besser darüber entscheiden, welche Investitionen getroffen werden sollen, die auch langfristig eine Frucht tragen werden. Die DIF kann das Netzwerk vertreten und rechtsverbindliche Verträge abschließen, Zuschüsse geben und Kapitalbeteiligungen an Unternehmen eingehen, wenn die DAO diese Finanzierungen beschließt. Dieses Vorgehen wurde so von den 5000 Masternodes beschloßen. Es ist bahnbrechend, dass es nun möglich ist, einen Dash-Businessinkubator zu betreiben, der dem Dash-Ökosystem über die nächsten Jahre ein sicheres Wachstum bescheren wird.“

Dash schafft ein robusteres Finanzierungsmodell

Dash geht ständig neue Wege, wie auch die technischen Neuerungen Automatic InstantSend und ChainLocks bewiesen haben. Ryan Taylor, der CEO der Dash Core Group, sprach davon, dass das bisherige System für die technische Weiterentwicklung des Netzwerks gut funktionieren würde, nicht jedoch für die Finanzierung von Start-ups. Dash kann nun neue Wege finden, um derartige Finanzierungen im Sinne des Netzwerks zu ermöglichen, die auch mit entsprechenden Anreizen verbunden sind.