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Ryan Taylor, der CEO der Dash Core Group, gab vor Kurzem die Gründung der Dash Investment Foundation bekannt, deren Name ursprünglich Dash Ventures lauten sollte. Diese Organisation ermöglicht es dem Dash Netzwerk Investitionen zu tätigen und dafür Anteile an den begünstigten Unternehmen zu erhalten.

Die Dash Investment Foundation wurde auf den Kaimaninseln am 21. März 2019 gegründet und Ryan Taylor ist der Ansicht, dass es sich dabei um „den weltweit ersten Investmentfonds ohne Inhaber und Mitglieder handeln“ würde:

„Die Stiftung schafft eine Brücke zwischen dem Netzwerkprotokoll und den bestehenden Finanz- und Rechtssystemen. Dies eröffnet Unternehmern und dem Dash-Netzwerk neue Möglichkeiten, Partner zu werden und gegenseitig von den über das Dash-Netzwerk und die Dash Investment Foundation verfügbaren Mitteln zu profitieren. Wichtig ist, dass diese Funktion rechtzeitig eingeführt wurde, um Entwicklern zu helfen, die Anwendungen auf der Evolution-Plattform erstellen möchten.“

Die Verantwortung für die Dash Investment Foundation wird von den Leitern der Stiftung und dem Aufsichtsrat getätigt. Die Leitung wird von Experten übernommen, während die Aufsicht von jedem „ausgeübt werden kann, der das Vertrauen des Netzwerks genießt“, so Taylor.

„Die Betreiber der Dash Masternodes wählen die sechs Aufsichtspersonen, die die Stiftung überwachen. Wichtige organisatorische und operative Entscheidungen würden dem Aufsichtsrat zur Genehmigung durch die Direktoren der Stiftung vorgelegt. Das Tagesgeschäft verbleibt bei den Direktoren und dem Anlageverwalter.“

Im ersten Jahr sollen zwei Experten von den Kaimaninseln beide Aufgaben ausführen, damit das Projekt einen reibungslosen Start erfahren kann.

Eine neue und revolutionäre Finanzierungsmöglichkeit schaffen

Laut Ryan Taylor soll „Dash Ventures völlig unabhängig von der Dash Core Group agieren“, weswegen er selbst nicht stimmberechtigt, sondern nur beratend mit der Stiftung interagieren wird. Dies soll zudem in den Statuten der Stiftung weiter ausformuliert werden. Vom 23. Mai bis zum 16. Juni werden die Wahlen hierzu stattfinden, die von Dash Watch überwacht werden sollen.

Nach den Wahlen und der Klärung der Betriebskosten werden noch einige weitere Details ausgearbeitet werden müssen, wie z.B.:

  • Ernennung eines Anlageverwalters
  • Ratifizierung eines übergreifenden Mandats für die Grundlagen- und internen Governance- und Betriebsprotokolle
  • Bestätigung eines Mandats für Anlageziele (z. B. Maximierung der Rendite im Vergleich zum Wachstum der Dash-Nutzung)
  • Etablieren von Investitionsfinanzierungsprozessen (z. B. Verfahren zum Eingehen rechtlicher Vereinbarungen durch Antragsinhaber)

Auch im Konferenzgespräch zum ersten Quartal des Jahres sprach Taylor davon, dass „es wichtig war ein System zu schaffen, durch welches KYC- und AML-Anforderungen vermieden werden können, damit alle Nutzer des Dash Netzwerks von den Investitionen profitieren dürfen“:

„Wir mussten verhindern, dass Gewinne an Personen ausgeschüttet werden, da dies eine ganze Reihe von Problemen mit sich gebracht hätte und hierfür private Informationen gesammelt werden müssten. Stattdessen kann die Stiftung einfach Dash aufkaufen und dann verbrennen. Hierdurch werden zudem alle Mitglieder der Community mit einbezogen. Wenn die Zahl der Dash zurückgeht, so wird auch ihr Preis steigen, ähnlich wie wir dies bei einem Aktienrückkauf beobachten können.“

In den nächsten Tagen sollen weitere Details zu den Wahlen und den Kosten des Projektes bekannt gegeben werden.

Nachhaltige Dezentralität

Dash innoviert durch seine Dezentrale Autonome Organisation, die durch die Masternodes und das Treasury-Budget getragen wird, welches jeden Monat 10% der Block-Rewards an Projekte auszahlt, die das Dash-Netzwerk voranbringen sollen, indem sie die Community und die Akzeptanz durch Händler ausbauen. Auch die Dash Core Group, Dash News und Dash Watch werden auf diese Art und Weise finanziert. Hierdurch soll verhindert werden, dass das Netzwerk nur von Freiwilligen und den Investitionen von Dritten abhängig ist, da letztere ihre eigenen Motivationen und Anreize mit sich bringen.

Durch die Dash Investment Foundation wird Dash auch in Proposal investieren können, die dem Netzwerk im Umkehrschluss Anteile am Unternehmen zur Verfügung stellen werden. Hierdurch lohnt es sich für Masternodes besonders Projekte zu finanzieren, die eine hohe Aussicht auf Erfolg haben, da sie indirekt von deren Profiten profitieren. Dies kann im individuellen Fall jedoch unterschiedlich gestaltet werden und die effektive Implementierung verschiedener Kriterien, die bei Investitionen angewendet werden sollen, wird noch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen.