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Hinweis: Die folgenden Nachforschungen wurden auf Anfrage mehrerer Masternode Besitzer betrieben. Verschiedene Quellen haben sich unter der Bedingung der Anonymität an mich gewandt, weswegen ihre Namen hier nicht veröffentlicht werden. Dieser Bericht möchte keine direkte Empfehlung geben, sondern nur die angeforderten Informationen zur Verfügung stellen, damit die Masternodes diese mit in ihre Entscheidung einbeziehen können. Wie immer haben die Masternodes die Hauptverantwortung zu tragen, wenn es um Entscheidungen geht, die die Zukunft des Netzwerks betreffen.

Im Spätsommer dieses Jahres verfasste JZA, ein Mitglied der Dash Community, das aufgrund der Bitcuners Meet Ups in Cancun bekannt ist, ein Proposal zur Schaffung mehrerer verschiedensprachiger Dash Nachrichtenseiten. Das Proposal wurde verabschiedet und vor Kurzem wurde ein Folgeproposal gestellt. Mehrere Mitglieder der weltweiten Dash Community drückten ihre Bedenken gegenüber der Qualität der Dash Global News Seiten aus und baten Dash Force News um weitere Nachforschungen. Dies sind unsere Erkenntnisse.

Fast kein eigener Inhalt

Bei der Mehrheit der Artikel, welche auf den verschiedenen Dash Global Seiten veröffentlicht wurden, handelte es sich nicht um Originale. Die Beiträge wurden von bekannten Kryptowährungs-Seiten wie The Merkle, Bitcoin.com oder CriptoNiticias kopiert. Auch mehrere Dash Force News Artikel wurden verwendet, sowie Kommentare, die Dash Force News Autor Eric Sammons auf seiner privaten Medium Seite veröffentlicht hatte.

Auf Nachfrage, inwieweit er das gesamte Projekt verwalten würde, sagte JZA, dass er die alltäglichen Entscheidungen den einzelnen Teams überlassen würde:

DFN: Wie genau verfolgst du als Besitzer des Proposals die Handlungen der einzelnen Übersetzer, Autoren, usw.?

JZA: Jedes Team hat eine eigene Leitung, da ich nicht alle von uns unterstützten Sprachen spreche. Die Teamleitung entscheidet über die Auswahl der Artikel und ist für die Qualität verantwortlich. Bei ihnen handelt es sich um Muttersprachler, die sich in der Dash Community auskennen und die bereit sind aktuelle Nachrichten und Proposals zu verfolgen.

Bei ihnen handelt es sich allerdings nicht um professionelle Übersetzer, bei unseren Podcastern nicht um professionelle Nachrichtensprecher und bei mir nicht um einen professionellen CEO mit jahrelanger Erfahrung. Wir sind eine Gruppe von Dash Enthusiasten, die wollen, dass Dash ein voller Erfolg wird. Und wir wollen dafür eine Anlaufstelle schaffen, durch die neue Leute den Wert von Kryptos verstehen können.

Meine Rolle besteht darin, dass ich das Projekt verwalte, neue Marketingstrategien erdenke und durch die Community auf neue Inhalte stoße, die ich unseren mehrsprachigen Plattformen empfehle.

Problematische Übersetzungen

Die Qualität mancher Dash Global Übersetzungen wurde von verschiedenen Mitgliedern der Dash Community kritisiert. Auf Anfrage erklärte JZA, welche Anforderungen er an neue Mitarbeiter stellen würde:

DFN: Welche Kriterien sind für dich Voraussetzung, um einen Übersetzer einzustellen? Welche Qualifikationen und beruflichen Erfahrungen setzt du voraus? Welche Standards müssen die gelieferten Inhalte erfüllen?

JZA: Redaktionelle Arbeiten unterliegen den Teamleitungen, weswegen sie auch die Übersetzer auswählen. Teilweise handelt es sich bei ihnen um Mitglieder der Dash Community und manche arbeiten auch beruflich als Übersetzer. Andere Mitarbeiter kümmern sich um die Schaffung eigener Inhalte und versuchen die Community dabei im Blick zu haben. Ein paar sind auch in mehrere Sprachprojekte gleichzeitig involviert.

Ich habe Richtlinien dazu herausgegeben, wie formatiert werden soll und wie die Struktur aufgebaut sein soll. Zudem kümmere ich mich darum neue Mitglieder mit der Plattform bekannt zu machen und ich redaktiere, bis sich jemand in seinen Job eingearbeitet hat.

Manche Mitglieder der Dash Community haben sich unzufrieden mit der Qualität mancher Übersetzungen gezeigt. Ein anonymes Mitglied der koreanischen Community wies auf einige grobe Übersetzungsfehler hin und stellte eine Nähe zur Google Übersetzung fest:

Der Text basiert auf einer automatischen Google Übersetzung, wobei ein paar Worte verändert worden sind. ‚Manche argumentieren, dass 4000+ Masternodes mehr als 4 Millionen Dash an Pfand bedeuten‘ → Völlig falsch übersetzt. ‚4 Millionen Dash‘ wurde mit 4000 Dash übersetzt (wie Google es getan hat).

Ein Mitglied der französischen Dash Community wies auf Fehler in diesen beiden Artikeln hin:

„1. Rechtschreibung (richtig: augmenter)

2. Grammatik (richtig: et de son opinion concernant les ICO…)

3. Rechtschreibung (richtig: démarré)

4. Rechtschreibung (richtig: dévoilé)

5. Grammatik (richtig: s’est)

6. Schlampig

7. Grammatik (richtig: n’a pas tardé à donner)

8. Keine Anführungszeichen, obwohl es sich bei dem ganzen Text um die Kopie eines Textes von OVH handelt. Zudem keine Quellenangaben.“

Jol, ein französischsprachiger Masternode Besitzer, sprach ebenfalls über die geringe Qualität der französischen Übersetzungen:

„Dies wurde nicht auf Französisch geschrieben. Entweder ist es eine Google Übersetzung oder eine sehr schlampige französische Übersetzung. Und dies sage ich, obwohl mein Französisch auch nicht einwandfrei ist. Der Text kann einem nicht dabei helfen zu verstehen, was Dash ist.“ (aus dem Französischen übersetzt)

JZA sagte, dass er nichts von schlechten oder Google Übersetzungen wüsste:

DFN: Mitglieder der verschiedenen Dash Communities haben beklagt, dass die Qualität der Übersetzungen sehr gering sei und manche gar Wort für Wort von Google übernommen wurden. War dir dieser Sachverhalt bewusst?

JZA: So etwas habe ich bisher nicht gesehen. Meiner Erfahrung nach werden Übersetzungsfehler viel zu schnell auf Google Übersetzungen geschoben, vor allem, wenn man einer Sache kritisch gegenübersteht. Herauszufinden, ob ein Artikel wirklich mit Google übersetzt wurde, sollte nicht allzu schwierig sein. Einfach den Text bei Google eingeben und wenn er nicht zu 100% mit der Übersetzung übereinstimmt, dann wurde diese auch nicht mit Google erstellt und es handelt sich um eine falsche Anschuldigung.

Ich habe die spanischen Übersetzungen gesehen und glaube, dass sie Dashs Qualitäten sehr gut hervorheben. Darüber hinaus haben wir Initiativen dabei geholfen eine höhere Reichweite zu erlangen. So hat z.B. das Fußball Team Dash Leopards ein breiteres Publikum durch unsere Übersetzungen erreicht. Dadurch hat sich die Zahl der Spenden, die das Team bekommen hat, erhöht. Das Gleiche gilt für andere kleine Initiativen und Proposals.

Manche Übersetzungen folgen dem Google-Wortlaut sehr genau, wobei nur wenige Worte verändert sowie die Satzstellung leicht verbessert wurden. Dieser Dash Force News Artikel wurde für Dash Brasil übersetzt und kann sehr einfach mit der Google Übersetzung verglichen werden. Zum Vergleich dazu wurde der Artikel auch von Dash Force News ins Portugiesische übersetzt, ohne derartige Ähnlichkeiten zur Google Übersetzung aufzuweisen.

Geringe technische Qualität der Seiten

Von einem technischen Standpunkt aus gibt es ebenfalls einiges an den Seiten zu kritisieren. Das Proposal, welches der Hauptgrund für diese Nachforschungen ist, beinhaltet drei problematische Links. Zwei der fünf Links melden eine Einschränkung der Privatsphäre aufgrund fehlendem HTTPS und eine Seite funktioniert überhaupt nicht. Zudem gab es Fragen zu den Besucherzahlen der einzelnen Seiten. Auf Nachfrage wurden korrigierte Links, aber keine Besucherstatistiken, zur Verfügung gestellt.

DFN: Zwei der Seiten (DashKorean und DashBrasil) verfügen nicht über HTTPS und eine Seite (DashItaliano) ist gar nicht erreichbar. Welcher Qualitätsstandard existiert für diese Seiten und gibt es einen Plan sie zu verbessern? Wie hoch sind die Besucherzahlen?

JZA: Ich habe festgestellt, dass die Links Schreibfehler enthalten. Dies sind die korrigierten Links: http://dashitaliano.com/ http://dashkorean.global http://dashbrasil.global/ http://dashfrancais.com und http://dashespanol.com/

Wir suchen momentan nach einem qualifizierten Frontend Entwickler, da wir mit Frontend Bugs zu kämpfen haben und die Seiten noch für Mobilgeräte eingerichtet werden müssen. Diese Arbeit sollte fertiggestellt werden können, wenn die Masternodes unserem Proposal zustimmen. Wer auf Fehler stößt, kann mir auch eine E-Mail an jza at dashglobal.org schicken.“

Das Proposal wurde mit dem Dash Global MeetUps Proposal zusammengeführt

Das neue Dash Global Proposal soll die Finanzierung der News Seiten mit der Finanzierung der weltweiten Meet Ups in einem Proposal vereinen. JZA wurde darum gebeten, klarzustellen, was dies für die beiden separaten Projekte bedeutet und über welche Rückstände aus den alten Proposals er noch verfügt. Die erste Frage wurde beantwortet, die zweite nicht:

DFN: „DASH Global wird mit dem Meet Up Budget zusammengelegt.“ Bedeutet dies, dass Geld, welches vom Netzwerk für Meet Ups vorgesehen ist, stattdessen für die Nachrichtenseiten verwendet werden soll und ist dies zusätzlich zu dem Geld, das die Seiten bereits erhalten haben? Wie viel Dash wurde von Dash Global bisher noch nicht ausgegeben, wenn man die beiden Proposals zusammenrechnet?

JZA: Nein, es bedeutet lediglich, dass die Proposals für die Meet Ups und die Nachrichtenseiten zusammengelegt werden, damit das Einreichen mehrerer Proposals vermieden werden kann. Das Geld des Proposals wird getrennt verwaltet so wie auch die Finanzierung der Podcasts und das interne Entwicklungsbudget der Seiten voneinander getrennt sind.

Hinweis: Diese Nachforschungen betreffen nur das Dash Global News Sites Proposal und nicht das Meet Up Proposal. Das Zweite wird hier nur aufgrund seiner Beziehung zum Ersten erwähnt.

Sollten Nachforschungen zum Meet Up Proposal nötig sein, werden diese zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt.

Kosten und Nutzen abwägen

Wenn den Besitzern der Masternodes Proposals vorgelegt werden, bewerten diese alle nötigen Informationen durch Abwägung der Kosten gegen den Nutzen. Aus diesem Grund sollte eine Nachforschung den Masternodes auch akkurate Informationen darüber liefern, welchen Nutzen ein Proposal dem Netzwerk im Vergleich zu seinen Kosten liefert.

Laut dem Proposal kosten die Nachrichtenseiten pro Woche $6323,78. Teilt man dies durch die Zahl der Artikel, so kostet jede Übersetzung $74,40. Für den Fall, dass ein einzelner (nicht selbstgeschriebener) Artikel 8-mal übersetzt wurde bedeutet dies Kosten in Höhe von $595,17 und dies bei einer Qualität, die von vielen Mitgliedern der Community mit Google Übersetzungen verglichen wurde. Eine der Seiten, von denen Artikel übernommen wurden, ist Cointelegraph. Dort wird ein selbstgeschriebener Artikel gerade einmal mit $20 entlohnt und andere Seiten zahlen einen ähnlichen Betrag.

JZA ist der Ansicht, dass der Wert, den seine Seiten dem Netzwerk bringen, die anfallenden Kosten rechtfertigen:

DFN: Hast du das Gefühl, dass sich die momentan angefragte Summe für das Netzwerk rechnet? Inwiefern ist dies der Fall?

JZA: Ich bin der Ansicht, dass wir eine große Menge an Inhalten bereitgestellt haben. Dazu gehören 350 Artikel im Monat und 100 qualitativ hochwertige Videos, unter denen sich Marktanalysen, technische Tutorials, finanzielle Tutorials und Nachrichtenmeldungen finden. Seitdem wir die Seite gestartet haben, wurden von uns insgesamt 744 Posts veröffentlicht. Wir sind zudem konsistent geblieben, da wir von den Masternodes immer nur kleinere Beträge angefragt haben. 60% aller anderen Proposals verlangen mehr Geld als wir. Ich nehme zum Beispiel an, dass wir, wie jedes andere Projekt auch, noch einen weiten Weg vor uns haben, das Ergebnis unseres Bemühens aber die meisten Communities auf der Welt bereichern wird.

Unter der Bedingung vollkommen anonym zu bleiben, teilte mir ein Mitglied der Dash Community seine Meinung zu den Dash Global Videos mit:

„Ich habe einige ihrer YouTube Videos gesehen und sie sind schrecklich. Und er verlangt 107 Dash, was vollkommen absurd ist. Das letzte Video, das ich gesehen habe, fand ich amateurhaft. Das Video war bisher nicht einmal kommentiert worden. Ich fragte mich, worum es hierbei eigentlich gehen soll. Die schlechte Art der Präsentation hat mich wirklich geschockt.

67 Aufrufe, ein peinlich schlechter Inhalt und keine Kommentare in den letzten 4 Tagen. Was soll das? Ich verstehe, warum die Leute Nachforschungen fordern.“