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Dash hat einen neuen Höchststand erreicht, was die Mining-Hashrate angeht und kann nach neuen Auswertungen als eine der dezentralisiertesten Kryptowährungen der Welt gelten.

Wir hatten bereits darüber berichtet, dass Dash im April ein neues Hoch von 3,2385 Petahash erreichen konnte, wodurch der November-Rekord von 3,126 Petahash gebrochen werden konnte. Nach Angaben von BitInfoCharts wurde dieser Wert an mehreren Tagen mit 3,327, 3,362 und schließlich sogar 3,537 Petahash erneut überboten. Dieser kontinuierliche Anstieg verspricht ein hohes Maß an Sicherheit für Dash und zeigt zugleich das Vertrauen in Dash, welches die Miner besitzen, damit sie eine solche Investition zu einem Zeitpunkt tätigen, zu dem die finanzielle Zukunft von Dash noch lange nicht geklärt ist.

Dieses Allzeithoch gewinnt dadurch an Bedeutung, dass sich ein Trend hin zur Dezentralisierung der Mining-Betreiber zeigt. Eine Auswertung über CryptoID zeigt, dass das größte Mining-Unternehmen 23% und die beiden größten zusammen 44% der Hashrate kontrollieren. Hierdurch hat Dash einen großen Vorteil gegenüber anderen Kryptowährungen, bei denen häufig ein einziger Miningpool für einen Großteil der Hashrate verantwortlich ist.

Dash ist sehr dezentral, da die Zahl der Miner und Nodes sehr groß ist und ein sehr ausgefeiltes Governance-System geboten wird

Der Anstieg in der Hashrate und die Diversifizierung des Minings stärken die Rolle von Dash als eine der am stärksten dezentralisierten Kryptowährungen des Sektors.

Über die Seite „Are We Decentralized Yet?“ können viele verschiedene Kategorien zum Thema Dezentralisierung ausgewertet werden. In fast allen Bereichen zählt Dash hierbei zu den am stärksten dezentralisierten Projekten. Was die Verteilung der Hashrate angeht, so teilt sich Dash einen Platz mit Ethereum und Decred (zum aktuellen Zeitpunkt) und liegt damit nur hinter Bitcoin, Bitcoin Cash, Doge, Digibyte und Litecoin. Bei der Zahl der Nodes liegt Dash hinter Bitcoin und Ethereum auf Platz 3. Es gibt sogar mehr Dash Nodes als Nodes für Bitcoin Cash, Monero, XRP und Bitcoin SV zusammen. In der Kategorie der Coin-Verteilung führt Dash, da nur 15% der Coins von den Top100 Wallets gehalten werden. Hierdurch liegt Dash noch vor Bitcoin und Tezos. Wenn man die Rankings in den einzelnen Kategorien vergleicht, sind Dash und Bitcoin die einzigen Kryptowährungen, die konstant in den Top 3 zu finden sind.

Neben diesen allgemeinen Metriken sticht Dash auch durch seine Governance besonders hervor. Anders als bei den meisten anderen Kryptowährungen, werden die Entwickler über Abstimmungen auf Protokollebene finanziert. Diese Abstimmungen haben das Wohl des gesamten Netzwerks zum Ziel, da die Masternodes, denen jeweils eine Stimme zugesprochen wird, einen finanziellen Anreiz zur gewissenhaften Stimmabgabe haben. Wenn die Entwickler nicht im Sinne der Community entwickeln, so wird ihnen von dieser das Geld gestrichen. Die Dash Core Group befindet sich zudem im Besitz des Dash Netzwerks. Dies bedeutet, dass die Masternodes über die Abberufung einzelner Teammitglieder abstimmen können. Das Ergebnis dieser Abstimmung muss dann von den Protektoren und dem Trustee des Dash DAO Irrevocable Trust umgesetzt werden. Diese werden ebenfalls von den Besitzern der Masternodes durch eine Abstimmung eingesetzt. Außerdem kann der Trust von den Entwicklern die Übernahme des GitHub-Repositoriums, des Webspaces oder des Domain-Namens einfordern. Dies ist ein Vorteil gegenüber Bitcoin Core, da dort die Entwicklung von Dritten finanziert wird und die Webseite Bitcoin.org sowie das GitHub-Repositorium nicht in der Hand des Bitcoin-Netzwerks sind.

ChainLocks versprechen die Netzwerkssicherheit zu erhöhen

Zusätzlich zu dem, was das Dash-Netzwerk heute bereits an Sicherheit und Dezentralisierungsmaßnahmen bietet, werden mit Version 0.14 auch noch ChainLocks eingeführt werden. Diese sollen dafür sorgen, dass 51%-Angriffe nicht mehr durchgeführt werden können. Das Masternode-Netzwerk wird eine First-Seen-Regelung durchsetzen, welche verhindern wird, dass jemand bisherige Blöcke überschreibt, indem er eine Neuorganisation der Blockchain durchführt. Hierdurch müsste ein erfolgreicher 51%-Angreifer nicht nur eine Mehrheit der Hashrate, sondern auch eine Mehrheit der Masternodes auf sich vereinen.

ChainLocks werden also die Frage obsolet machen, wie viele Miner für 51% der Hashrate verantwortlich sind, was eine wichtige Frage auf der Seite „Are We Decentralized Yet?“ darstellt. Laut Crypto51 würde ein 51%-Angriff auf Bitcoin momentan $513000 pro Stunde kosten. Für einen Angriff auf Dash müssten durch ChainLocks mehrere Hundert Millionen oder sogar Milliarden USD aufgewendet werden, da die Hälfte der Masternodes für einen erfolgreichen 51%-Angriff notwendig wäre.