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Dash erlebt in Venezuela immer größeren Zuspruch, nachdem Tausende Nutzer die Konferenzen besucht haben und Dutzende Händler Dash akzeptieren.

Letzten September begann die neu gegründete Gruppe Dash Caracas damit Dash in Venezuela durch Konferenzen zu bewerben. Die ersten Konferenzen waren als Bildungsveranstaltungen gedacht, während bei den späteren durch ein Nachmittagsevent namens „Dash City“ die Möglichkeiten einer auf Dash basierenden Mikro-Ökonomie erfahrbar gemacht wurden. Zur ersten Konferenz kamen doppelt so viele Besucher, wie erwartet, weswegen sie für 350 Besucher noch einmal wiederholt werden musste. Bisher wurden fünf Konferenzen zu vier verschiedenen Themen abgehalten, die neuste Konferenz wurde gerade finanziert und das Team ist bereit seinen beeindruckenden Rekord noch einmal zu brechen.

Laut Eugenia Alcala Sucre, der Gründerin von Dash Caracas, hat die Reaktion der Konferenzteilnehmer alle Erwartungen übertroffen:

„Wir hatten nicht mit derartigem Interesse gerechnet. Venezolaner möchten gerne mehr über Blockchain, Kryptowährungen und Dash lernen. Sie sind beeindruckt, wenn ihnen die Möglichkeit gegeben wird, die Theorie während der „Dash City“ in die Praxis umzusetzen. Wir haben nun genug Erfahrung gesammelt, um anderen Teams bei ihren Proposals beizustehen und die Veranstaltung in den anderen großen Städten des Landes durchzuführen.“

Die Gesamtzahl der Besucher wird auf 2210 geschätzt, wobei alle Demografien vertreten waren und ungefähr 50 Händler zur Dash City erschienen sind.

Großes Interesse durch stabilere Preise sowie schnelle und günstige Transaktionen

Dash breitet sich in Venezuela immer schneller als Zahlungssystem aus. Mittlerweile akzeptieren mehr als 80 Händler Dash, wobei die Hälfte davon bereits unter den 678 Einträgen auf DiscoverDash gefunden werden kann. Alcala sieht den Grund für die Beliebtheit in den niedrigen Gebühren und sofortigen Transaktionen, die es von langsameren und weniger sicheren Zahlungssystemen und damit auch von den meisten Kryptowährungen unterscheiden:

„Die Geschwindigkeit der Transaktionen raubt den Leuten den Atem! Und auch die niedrigen Gebühren und das Governance System können beeindrucken.“

Die venezolanische Währung erlebt seit Jahren eine ständige Entwertung, was die Existenz vieler Händler bedroht, die den Wert ihrer Verkäufe ständig schrumpfen sehen. Auch wenn Dash unter den spekulativen Schwankungen des Kryptofeldes leidet, hat es doch, laut Alcala, noch nicht einmal in den letzten Wochen derartig an Wert verloren, wie der Bolivar:

„Die Menschen Venezuelas möchten ihr Geld auf eine sichere Art und Weise lagern, damit sie sich vor der Hyperinflation retten können. Dadurch können sie ihre Geschäfte weiter fortsetzen. Momentan ist es noch schwierig Dash und VEF gegeneinander zu handeln, doch die beiden neuen Börsen [Colibit und Cryptolifex] werden dieses Problem hoffentlich beseitigen.“

Die Nachmittagsveranstaltung Dash City demonstriert, wie eine Stadt in der echten Welt funktionieren würde, wenn sie vollkommen auf Dash vertrauen würde. Händler und Kunden können somit die Erfahrungen einer neuen Welt machen, bevor sie sich dazu entscheiden auch außerhalb Dash zu verwenden.

Zwei neue Börsen um Dash in Venezuela zu erwerben

Zusätzlich zu den teilnehmenden Händlern werden auch zwei neue venezolanische Börsen Dash integrieren. Bei der einen handelt es sich um die Peer-to-Peer Handelsplattform Cryptolifex, bei der anderen um Colibit Exchange. Laut Colibits Gründer Rafael Useche wächst das Verlangen der Venezolaner nach Dash immer schneller:

„Die venezolanische Dash-Community wächst jeden Tag weiter. Events und MeetUps, wie Dash Caracas und Ciudad Dash wirken anziehend auf die Öffentlichkeit und steigern die Nachfrage nach Dash. Die wichtigste Frage, die Menschen bei Veranstaltungen stellen, ist: Wo kann ich Dash kaufen und verkaufen?“

Zusätzlich zur reinen Integration setzen beide Plattformen auf Werbemaßnahmen, durch die das Interesse an Dash noch weiter gesteigert werden soll. Cryptolifex wird bei zukünftigen Dash-Konferenzen Präsenz zeigen und Werbung über Soziale Netzwerk, Radio und Fernsehen schalten. Colibit wird ebenfalls Werbung schalten, aber auch insgesamt 10 Dash an neue Nutzer verschenken. Useche ist der Ansicht, dass neue Kaufmöglichkeiten wichtig sind, wenn es um die Adaption von Dash durch breite Bevölkerungsschichten geht. Er hofft darauf, dass Colibits Werbemaßnahmen Dash gut repräsentieren werden:

„Mehr Fiat-Gateways zu haben, ist essentiell für die Adaption. Es ist auch wichtig darauf hinzuweisen, dass das Proposal ein GiveAway für die ersten 5000 verifizierten Nutzer enthält, unter denen 10 Dash verteilt werden. Dadurch wird das Interesse an der Dash-Technologie in Venezuela erheblich steigen.“

Das Interesse bleibt, auch wenn der Markt einem Abwärtstrend folgt

Auch wenn Dash im Jahr 2017 bedeutendes Wachstum erfahren hat, so ist 2018 doch von einem allgemeinen Abwärtstrend gekennzeichnet. In so einer Situation neue Nutzer zu gewinnen, kann, wie auch Alcala sagt, eine Herausforderung sein:

„Als wir unser Proposal erstellten, stand Dash bei $800. Glücklicherweise hatten wir einen Teil unserer Kosten bereits im voraus bezahlt, wodurch wir mit dem Budget auskommen konnten. Doch ja, es war eine Herausforderung. Ich suche momentan noch Möglichkeiten, um dem zukünftig entgegenzuwirken.“

Doch trotz des Wertverlustes hat sich die Zahl der neuen Nutzer und Händler nicht verringert:

„Nächsten Freitag veranstalten wir einen Workshop für neue Händler und das wird für uns die „Stunde der Wahrheit“ werden, da sie uns wahrscheinlich auch mit der Frage nach dem Preis konfrontieren werden. Bisher haben wir keine Beschwerden gehört. Genau genommen esse ich gerade in einem Restaurant, das Dash akzeptiert, und die Besitzer sehen die Preisentwicklung nicht zu kritisch.“

Alles in allem hat Dash einen großartigen Jahresanfang erlebt, da im Januar über 20 bedeutende Integrationen und Partnerschaften abgeschlossen wurden. Dies sind 5 pro Woche, also eine jeden Werktag. 12 davon stechen besonders hervor, bzw. 3 pro Woche.