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Wenn das Dash Core Team zukünftig als Treuhänder fungiert, wird es nach verbesserten Richtlinien operieren. Diese wurden dahingehend optimiert, dass sie die Verschwendung von Treasury-Geldern verhindern sollen.

In der Vergangenheit hat Dash Core bei größeren Proposals einen Treuhanddienst übernommen, damit der Projekteleiter erst dann weitere Finanzierungen bekam, wenn er bestimmte Meilensteine erreichen konnte. Brad Zastrow, der Leiter des Dash Core Business Developments skizzierte die verbesserten Richtlinien in einem Forumspost:

„Ab dem Zyklus, der am 3. Juli beginnen wird, werden wir den folgenden Richtlinien folgen, wenn es um unseren Treuhanddienst geht:

  • Vor dem ersten Meilenstein werden nur 10% und maximal $25000 ausbezahlt. Die Meilenstein-0-Auszahlung wird erfolgen, wenn dem Proposal zugestimmt wurde. Auch wenn wir verstehen, dass manche Projekte zu Beginn einen höheren Betrag benötigen könnten, möchten wir jedoch kein Risiko für das Netzwerk eingehen.
  • Proposal, die wir treuhänderisch verwalten dürfen maximal 3 Zyklen laufen, nicht mehr als $500000 anfragen und jeden Monat höchstens $100000 ausbezahlt bekommen. Dadurch senken wir unser Risiko und schränken zugleich die Komplexität unserer Aufgabe ein.
  • Anfragen müssen spätestens 2 Wochen vor dem Ende des Zyklus an uns herangetragen werden. Den Treuhand-Vertrag zu schreiben und die entsprechende Wallet zu schaffen erfordert einiges an Anstrengung. Eine spätere Anfrage wird für den aktuellen Monat abgelehnt werden, da die Gefahr bestände, dass nicht genügend Stimmen zusammen kommen.
  • Für unseren Dienst verlangen wir eine Vorauszahlung von $4000, damit wir damit alle Rechtskosten tragen können. Dadurch hoffen wir die Zahl an Anfragen zu verringern, die nicht zu einem erfolgreichen Proposal führen werden. Zudem möchten wir die Kosten nicht auf das Netzwerk abwälzen und nicht die kommerziellen Treuhanddienste durch ein „kostenloses“ Angebot schädigen.
  • Projekte, die zu riskant sind, werden wir ablehnen. Wir erhalten mehr Anfragen, als wir bearbeiten können und möchten die Ressourcen, der Dash Core Group dahingehend nutzen, dass sie die höchste ROI für das Netzwerk bringen. Daher verweisen wir manche Proposal Owner sofort auf andere Treuhanddienste.“

Durch diese neuen Richtlinien wird sich die Zahl der Treuhandanträge verringern und das System wird einfacher zu skalieren sein. Zu bedenken ist hier, dass Projekte, die durch die Treasury finanziert werden immer eine gewisse Chance für Betrug und Verschwendung bieten.

Neue Richtlinien weisen auf tatsächliche Kosten hin

Durch die neuen Richtlinien wird deutlich, welche Kosten durch das bisherige Vorgehen entstanden sind. Das Schaffen rechtsgültiger Verträge, die Überwachung der Fortschritte, die Verwaltung der Daten und weiteres nahmen in der Vergangenheit sehr viele Ressourcen in Anspruch, sagte Zastrow:

„Auch wenn wir der Ansicht sind, dass Proposal, die von DCG treuhänderisch verwaltet werden, etwas gutes sind, so haben wir doch die Erfahrung gemacht, dass es zuviel ist, wenn 2/3 der Business Development Ressourcen zur Aufsetzung des Treuhanddienstes und der Überwachung der Meilensteine eingesetzt werden.

Dies ist eine ineffiziente Nutzung unserer Ressourcen, durch die wir unsere eigentliche Aufgabe gefährden, die darin besteht neue Partner zu identifizieren, mit ihnen zu verhandeln und ihnen bei der Integration zu helfen. Selbst wenn wir eine neue Stelle schaffen würden, würde mich dies viel Zeit kosten, da ich weiterhin Gespräche führen müsste, da es immer noch grundlegend in meinen Aufgabenbereich fiele.“

Die bisherige Möglichkeit eines kostenlosen Treuhanddienstes hat für Missverständnisse gesorgt, wenn es um kostenpflichtige Anbieter ging. Daher helfen die neuen Richtlinien dem gesamten Ökosystem und neue Anbieter werden die Lücke füllen und die treuhänderischen Angebote abrunden.

Escrow nicht auf Protokollebene, sondern durch einen „Governance-freien Markt“

Treuhanddienste wurden im letzten Jahr immer wichtiger für das Dash-Netzwerk. Statt das System jedoch auf Protokollebene zu verkomplizieren, wählten die Entwickler den Ansatz, diesen Dienst dem freien Markt zu überlassen. Die Alternative wäre gewesen, dass die Mehrheit der Mittel in einer separaten Adresse gehalten worden wären und zu jedem Meilenstein eine Abstimmung notwendig geworden wäre. Statt dieser Alternative sollte das System jedoch so simpel wie möglich gehalten werden. Den Treuhanddienst haben stattdessen Organisationen wie Dash Core übernommen.

Daneben gibt es noch eine Reihe weiterer Anbieter. Die Dash Force hat manchen Nutzern angeboten die Dash ohne Fiat-Garantie zu halten. Green Candle wurde gegründet, damit es als Unternehmen Treuhanddienste für das Netzwerk übernehmen kann. Die größten Projekte waren dabei die Great American Pilgrimage und das Sponsoring des MMA-Star Rory MacDonald. Daneben gibt es noch die Treuhanddienste Instant Karma Fund, DEMO Incubator und Dash Africa Escrow.