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Ryan Taylor, der CEO der Dash Core Group, sprach darüber, warum er der Ansicht sei, dass die US-Regulierungsbehörden Dash nicht als Wertpapier betrachten werden.

Während einer der letzten Episoden des Three Amigos Podcast sprach Taylor über eine mögliche Entscheidung der Securites and Exchange Commission (SEC), wobei er glaubt, dass Dash eine sehr gute Ausgangsposition hätte: „Wir haben ein rechtlich-einwandfreies Argument dafür, warum Dash kein Wertpapier ist, und ich denke, dass die Behörden unsere Argumentation akzeptieren werden.“ Das Dash Core Team versucht bereits seit längerem einen No-Action Letter von der SEC zu erhalten, doch derartige Anträge sind bekanntlich sehr zeitaufwändig, weswegen es nicht klar ist, wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist. Das Fehlen eines derartigen Dokumentes sollte jedoch nicht so interpretiert werden, dass der rechtliche Status von Dash unbekannt sei:

„Die SEC handelt bekanntlich sehr langsam. Der einzige No Action Letter wurde bisher an einen Coupon für Flüge ausgestellt. Jeder Jurastudent hätte diesen Fall lösen können, doch die Behörde benötigte hierfür 54 Telefonate, die über 10 Monate verteilt stattfanden, bevor sie den No Action Letter ausgestellt hat. Komplexere Situationen werden hierbei wesentlich länger dauern.“

Dash Core Treffen mit der SEC und die Bedeutung für das Dash-Ökosystem

Taylor sprach weiterhin davon, dass die SEC Kontakt mit jenen Börsen aufgenommen habe, die Dash akzeptieren, um diese nach ihrer Meinung zu fragen:

„Ich dachte zunächst nicht, dass es Sinn machen würde, sich wegen eines No-Action-Letters an die SEC zu wenden, da diese eine Abneigung gegenüber der Ausstellung hat, wenn eine Anlageform bereits existiert, doch folgendes hat mich zu diesem Handeln bewogen: vor Oktober, als wir unseren Antrag gestellt haben, bekam ich mehrere Nachrichten pro Monat von Börsen, die von der SEC befragt wurden, ob Dash ein Wertpapier sei. Wir konnten diesen Börsen behilflich sein, da wir unsere rechtliche Absicherung fast abgeschlossen hatten und ihnen somit entsprechende Gutachten zur Verfügung stellen könnten. Die SEC ist sehr aktiv, da sie sich nicht nur zu Dash, sondern auch zu vielen anderen Kryptowährungen informiert hat.“

Taylor sprach über ein Treffen mit SEC-Vertretern und warum er glaubt, dass das Problem für Dash nun gelöst sei:

„Einen Monat nachdem wir den Brief eingereicht hatten, trafen wir uns mit der SEC in Washington, DC. Unser CFO Glenn Austin hat mich dorthin begleitet. Uns wurden dabei viele Fragen von mehreren Personen gestellt, wobei ich manche dieser Fragen als Fangfragen bezeichnen würde. Seit diesem Treffen haben wir keine einzige Anfrage von Börsen mehr erhalten, was darauf hindeutet, dass die SEC mit unseren Aussagen zufrieden war. Jeder Kontakt mit der SEC selber lief seit dem Treffen jedoch sehr schwerfällig ab, was darauf hindeutet, dass sie das Interesse an uns verloren haben, möglicherweise, weil sie uns nicht mehr als Wertpapier betrachten und wir deswegen nicht in ihren Aufgabenbereich fallen.“

Wenn die SEC Dash als Wertpapier bezeichnen würde, würde dies für Börsen, die Dash listen wollen, bedeuten, dass ein erhöhtes Maß an Vorschriften beachten müssten, wodurch möglicherweise gar keine amerikanische Börse mehr Dash listen würde. Der aktuelle Status könnte die Tür für zusätzliche Börsen öffnen, damit diese sich auch dazu entscheiden, Dash zu listen.

Wie Decred den Vorschriften zum Opfer fiel

Auch wenn Dash zuversichtlich gestimmt sein kann, was die Haltung der Regulierungsbehörden angeht, so gilt dies doch nicht im gleichen Maße für andere Projekte. Die bekannte Börse Poloniex hat Decred und mehrere anderen Kryptowährungen für US-Nutzer gesperrt, was darauf hindeutet, dass der zentralisierte Ansatz von den Behörden negativ gewertet werden könnte. Um diesem Problem zu begegnen hat die Kin Foundation einen Fund eingerichtet, um für offenere Vorschriften für Kryptowährungen zu kämpfen.