This post is also available in: Français Português Русский English

Dash aktivierte vor Kurzem das DKG (Distributed Key Generation) DIP 0006, welches die Bildung langlebiger Masternodequoren (LLMQs) ermöglicht, die in Zukunft eine wichtige Rolle für die Skalierbarkeit und Effizienz des Netzwerks spielen werden.

Die Aktivierung fand nicht lange nach der Veröffentlichung von Version 0.14 statt, die LLMQs zum ersten Mal auf das Mainnet gebracht hat. Diese Quoren verhindern, dass Miner im Geheimen eine zweite Blockchain schreiben können, die sie dann bei ausreichender Hashrate dem Netzwerk als die gültige präsentieren, was auch als 51%-Angriff bezeichnet wird:

„Jedes Mitglied eines LLMQs wird seinen eigenen Beitrag zur DKG generieren und diesen verschicken. Gleichzeitig erhält jedes Mitglied des Quorums alle Beiträge der anderen Teilnehmer und überprüft diese.

Der Beitrag beinhaltet einen „Verifizierungsvektor“ und einen einzigartigen und nicht-öffentlichen Key für alle Mitglieder (auch für den Absender). Der Verifizierungsvektor ist für die Öffentlichkeit bestimmt und kann daher von allen eingesehen werden. Dieser ähnelt dem P(x)-Polynom, das im BLS M-of-N Schema beschrieben wird.“

Das DKG-Netzwerkprotokoll basiert laut dem Github-Eintrag auf dem DKG-Protokoll, das im „BLS M-of-N Threshold Scheme and Distributed Key Generation“ beschrieben wurde. Über dieses DKG-Protokoll und die LLMQs kann Dash über die kleinen Quoren (10 Mitglieder), die für InstantSend und Masternode-Zahlungen verwendet werden, hinauswachsen. Diese skalieren nicht effizient, da jedes Mitglied des Quorums seine Abstimmung vollständig propagieren muss.

Proof-of-Service zur Steigerung der Netzwerks-Leistung

In dem Tweet wird hervorgehoben, dass dieses neue System Proof-of-Service (PoSe) verwenden wird, um zu bewerten, ob eine Masternode ihren Anforderungen gerecht wird und deswegen das Anrecht auf die Auszahlung eines Block-Rewards erhält, wie dies auch in der Dokumentation beschrieben wird:

„PoSe ist ein Bewertungssystem, welches feststellen soll, ob Masternodes ihre Dienste dem Netzwerk zuverlässig anbieten. Hierfür wurde eine Reihe von Variablen aufgestellt, die beachtet werden müssen. Dies geschieht auf eine Art und Weise, die DDoS-Angriffe kurz vor der Auszahlung verhindert, damit die Masternode nicht unverschuldet eine Zahlung versäumt. Stattdessen wird für jede Versäumnis bloß der PoSe-Score erhöht und erst wenn ein gewisser Wert erreicht wurde, bestraft das Netzwerk eine ineffizient laufende Masternode. Diese muss daraufhin all jene Fehler beheben, die zu dem Problem geführt haben und den Server über eine ProUpServTx erneut registrieren.“

Weiterhin geht Dash Docs auf Details zu den Scoring-Regeln ab Version 0.14 ein:

  • „Nichtteilnahme an der DKG = 66% Strafe
  • Jeder folgende Block = Reduzierung des PoSe-Scores um 1%“

Hierdurch wird nun ersichtlich, ob eine Masternode dem Netzwerk genügend Ressourcen zur Verfügung gestellt hat und sie deswegen eine Bezahlung erhalten darf.

Selbsttragende Skalierung durch Innovationen

Gemeinhin wird es als Tatsache angesehen, dass Kryptowährungen sich vor allem im Bereich der Skalierung weiter um Fortschritte bemühen müssen. Eine Situation wie jene, die Bitcoin Ende 2017 und Anfang 2018 fast Handlungsunfähig gemacht hat, steht der Massenadaption erheblich im Weg. Klar ist jedoch auch, dass eine reine Erhöhung der maximalen Blockgröße nicht ausreicht, um diesen Grad an Skalierbarkeit zu erhalten. Dash arbeitet hingegen an einem Komplettpaket, das die Skalierung der Blockgröße erlaubt, während gleichzeitig automatisches InstantSend die Transaktionsgeschwindigkeit erhöht, PrivateSend für Anonymisierung sorgt und ChainLocks 51%-Angriffe verhindern.

Die Grundvoraussetzung für diese Funktionen ist das Masternode-Netzwerk, über welches diese Sonderfunktionen laufen. Während des letzten Stresstests konnten ohne Probleme 3 Millionen Transaktionen innerhalb von 24 Stunden erzeugt werden und dank der Anreize, die das zuverlässige Betreiben von Masternodes mit sich bringt, sollte Dash auch immer über die Ressourcen verfügen, welche für eine effektive Skalierung erforderlich sind.